Erscheinungsform Mensch: Adolf Eichmann
| Film | |
| Titel | „Erscheinungsform Mensch“: Adolf Eichmann |
|---|---|
| Produktionsland | Bundesrepublik Deutschland |
| Originalsprache | Deutsch |
| Erscheinungsjahre | 1979[1] |
| Länge | 107 Minuten |
| Stab | |
| Regie | Rolf Defrank |
| Drehbuch | Rolf Defrank |
| Kamera | Michael Epp |
| Schnitt | Jutta Klamm |
„Erscheinungsform Mensch“: Adolf Eichmann ist ein Dokumentarfilm in schwarz-weiß von Rolf Defrank aus dem Jahr 1979. Die Redaktion übernahm Peter Schulze-Rohr. Der Film wurde am 20. März 1981 im Kino uraufgeführt.
Filmtitel
Eichmanns in israelischer Untersuchungshaft verfasste und zu Beginn des Films zitierte Memoiren[2] beginnen mit der Feststellung, mit seiner Geburt am 19. März 1906 sei er „in Solingen/Rheinland um 5 Uhr morgens in das irdische Leben als Erscheinungsform Mensch eingetreten.“[3]
Handlung
Der Film ist „der Versuch einer Annäherung an die verkörperte Banalität des Bösen, an Adolf Eichmann.“[4] Das Schlagwort von der Banalität des Bösen bezieht sich auf den Titel des 1963 erschienenen Buches Eichmann in Jerusalem: Ein Bericht von der Banalität des Bösen von Hannah Arendt, das den Eichmann-Prozess thematisiert.[3]
Aus Berichten von Zeitzeugen, darunter Überlebende aus dem Konzentrationslager Auschwitz, aber auch Ärzte, Richter, Staatsanwälte und Polizeioffiziere, die ihn bewacht, vernommen, untersucht und am Eichmann-Prozess teilgenommen haben, entsteht ein Psychogramm Eichmanns. Außerdem werden Aussagen von Eichmann selbst wiedergegeben, die vor und während des Prozesses aufgezeichnet wurden.
Mitwirkende sind: Simon Wiesenthal, Isser Harel, Avner Less, Zwi Wohlstein (Polizeiarzt),[5] Israel Gutman, die späteren Zeugen der Anklage Rivka Kuper, Noah Zabludowitz, Johanaan Zabludowitz und Rivka Joselewska, Gideon Hausner, Gabriel Bach, Benjamin Halevi, David Franko (Polizeioffizier und Wachmann), Shlomo Kulcsar (psychiatrischer Gutachter)[6][7] sowie Colin Robin.
Literatur
- Christoph Schneider: Der unverbesserte Nazi. Eichmann im Dokumentarfilm. Einsicht 05 Bulletin des Fritz Bauer Instituts 2011, S. 55–61 PDF.
Weblinks
- Erscheinungsform Mensch: Adolf Eichmann bei IMDb
- „Erscheinungsform Mensch“: Adolf Eichmann. filmportal.de.
Einzelnachweise
- ↑ Erscheinungsform Mensch. Filmdienst, abgerufen am 3. Oktober 2025.
- ↑ Götzen. Die Autobiografie von Adolf Eichmann. Herausgegeben und kommentiert von Raphael Ben Nescher. Metropol Verlag, 2016, ISBN 978-3-86331-291-6.
- ↑ a b Jan Distelmeyer: Erscheinungsform Geschichte. taz, 10. April 2000.
- ↑ Erscheinungsform Mensch: Adolf Eichmann. Prolog. Youtube, abgerufen am 3. Oktober 2025.
- ↑ Ich war Eichmanns Arzt. Interview von Wolfgang Büscher. Die Welt, 11. September 1999.
- ↑ Vgl. Hans-Christian Riechers: „Schreibtisch-Kain“. Ein psychiatrisches Gutachten im Fall Eichmann und seine Folgen. In: Christian Ernst, Patrick Eser (Hrsg.): Der Fall Eichmann transnational. Gesellschaftliche und kulturelle Wirkungen in Deutschland, Israel und Südamerika. De Gruyter, 2024, S. 233–248.
- ↑ Vgl. zu den von Eichmann angefertigten Testzeichnungen: „Ein Angreifer, zu nackter Grausamkeit fähig“ Der Spiegel, 8. Januar 1978.