Richard Kaden (General)
Ernst Richard Kaden (* 7. März 1862 in Dresden; † 30. September 1948) war ein sächsischer Generalleutnant.
Leben
Herkunft und Jugend
Ernst Richard Kaden war Sohn des langjährigen Direktor einer von ihm gegründeten Privatschule in Dresden-Neustadt, Ernst Kaden († 1910) und dessen Ehefrau Therese, geb. Vogel († 1918).[1][2] Er besuchte bis 1874 die Schule seines Vaters, anschließend für ein Jahr das Königliche Gymnasium Dresden-Neustadt und von 1875 bis 1879 die Handelslehranstalt in Dresden. Hieran schloss sich eine einjährige Vorbereitung für den Militärdienst an.[2]
Militärkarriere
Kaden trat 1879 als Avantageur in das 2. Grenadier-Regiment Nr. 101 „Kaiser Wilhelm, König von Preußen“ der Sächsischen Armee ein und wurde im Jahr 1880 zum Fähnrich ernannt. Am 26. Januar 1881 avancierte er zum Sekondeleutnant im Regiment und nach weiteren Jahren im Truppenteil am 1. April 1887 zum Premierleutnant mit langjähriger Kommandierung an die Preußische Kriegsakademie in Berlin[1], 1893 zum Hauptmann und 1903 zum Major befördert. Seine Beförderung zum Oberstleutnant erfolgte am 21. September 1907. Er diente seitdem als Kommandeur des II. Bataillons im 8. Infanterie-Regiment „Prinz Johann Georg“ Nr. 107.[3] Einige Jahre später diente er beim Stabe des Regiments.[4] Nach weiterer Beförderung zum Oberst am 23. September 1911 wurde er zum Regimentskommandeur des 11. Infanterie-Regiment Nr. 139 ernannt.[5]
Noch vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurde er zum Generalmajor und Kommandeur der 4. Infanterie-Brigade Nr. 48 ernannt und konnte sich in den Frühphasen des Krieges deutlich auszeichnen, sodass er am 14. Oktober 1914 mit dem Ritterkreuz des Militär-St.-Heinrichs-Ordens beliehen wurde.[6] Nachfolgend wurde er Kommandeur der aus der 48. Infanterie-Brigade hervorgegangenen 116. Infanterie-Brigade und beteiligte sich an der Schlacht um Verdun, wo er sich erneut auszeichnete und am 27. April 1916 mit dem Kommandeurkreuz II. Klasse ausgezeichnet wurde.[6]
Nach Ausbruch der Novemberrevolution im Jahre 1918 musste er, mittlerweile zum Generalleutnant befördert, als militärischer Befehlshaber von Zwickau die neue republikanische Regierung anerkennen.[7]
Familie
Er heiratete im Jahre 1886 in Zwickau Olga Bamberger. Das Paar hatte drei Söhne: Hans (1887–1916), Helmuth (1889–1914) und Gert (1891–1990). Die beiden älteren Söhne fielen im Ersten Weltkrieg.[8]
Schriften
- Richard Kaden: In der alten Armee. Lebenserinnerungen aus Frieden und Krieg. (= Zentralstelle für Deutsche Personen- und Familiengeschichte [Hrsg.]: Beiträge zur deutschen Familiengeschichte. Band 13). Buchdruckerei von G. Reichardt, Groitzsch, Leipzig 1933 (Digitalisat).
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ a b Kindheit – Collection G. Caden. Abgerufen am 7. April 2023 (deutsch).
- ↑ a b Richard Kaden: In der alten Armee. Lebenserinnerungen aus Frieden und Krieg. (= Zentralstelle für Deutsche Personen- und Familiengeschichte [Hrsg.]: Beiträge zur deutschen Familiengeschichte. Band 13). Buchdruckerei von G. Reichardt, Groitzsch, Leipzig 1933, S. 312 (Digitalisat).
- ↑ Werkansicht. Abgerufen am 7. April 2023 (deutsch).
- ↑ SLUB Dresden: Rangliste der Königlich-Sächsischen Armee. Abgerufen am 7. April 2023 (deutsch).
- ↑ SLUB Dresden: Rangliste der Königlich-Sächsischen Armee. Abgerufen am 7. April 2023 (deutsch).
- ↑ a b SLUB Dresden: Der Königlich Sächsische Militär-St.-Heinrichs-Orden. Abgerufen am 7. April 2023 (deutsch).
- ↑ Jahrbuch für Regionalgeschichte. Die Abteilung Deutsche Landesgeschichte des Instituts für Deutsche Geschichte an der Karl-Marx-Universität Leipzig, 1979 (google.com [abgerufen am 7. April 2023]).
- ↑ Stephan Meyer: Kindheit – Collection G. Caden. In: caden-collection.de. Abgerufen am 12. Januar 2026.