Ernst Friedrich Müller

Ernst Friedrich Müller (* 23. Dezember 1891 in Berlin; † 11. September 1971 in New York City) war ein deutscher Internist.

Leben

Müller war ab 1919 Assistent in der Inneren Klinik bei Hugo Schottmüller in Hamburg und ab 1925 Oberarzt der Poliklinik der Universität Hamburg. Daneben war er Chefarzt des Krankenhauses Jerusalem. Im Jahre 1923 wurde er Privatdozent und 1927 nicht beamteter außerordentlicher Professor für Innere Medizin. 1933 wurde Müller, der Mitglied der DDP bzw. DStP und evangelischer Konfession war, aufgrund der nationalsozialistischen Gesetzgebung gekündigt und 1934 die Lehrbefugnis als „Nichtarier“ entzogen. Er emigrierte 1933 in die USA und wurde Lektor an der Columbia University in New York, wo er später in einer Facharztpraxis praktizierte. In den USA änderte er seinen Namen in Muller ab. Im Rahmen der Wiedergutmachungspolitik erhielt er 1956 den Status eines emeritierten ordentlichen Professors an der Universität Hamburg.[1]

Einzelnachweise

  1. Michael Grüttner: Müller, Ernst Friedrich. In: Vertreibungen aus den deutschen Universitäten im Nationalsozialismus. De Gruyter Oldenbourg, Berlin/Boston 2024 (degruyterbrill.com [abgerufen am 14. Januar 2026]).