Ernst August von Hugo
Ernst August von Hugo (* 19. Februar 1725; † 21. März 1788 in Nienburg) war ein braunschweig-lüneburgischer Generalmajor.
Herkunft
Seine Eltern waren der Kanzleidirektor und Komitialgesandte Ludolph Friedrich von Hugo (1683–1749)[1][2] und dessen Ehefrau Catharine Margarethe von Hattorf.
Leben
Er wurde zu Hause unterrichtet und sollte dann an der Universität Göttingen Jura studieren. Nach zwei Jahren Studium ging er noch während des laufenden Österreichischen Erbfolgekrieges in das Regiment Krug, wo er als Fähnrich übernommen wurde. Noch während der Feldzuges wurde er Oberadjutant beim Generalleutnant Block. Nach dem Krieg wurde er 1749 zum Leutnant befördert und kam in das 13. Infanterie-Regiment. Bei Beginn des Siebenjährigen Krieges wurde er 1756 zum Kapitän-Lieutenant und 1758 zum Kapitän befördert. 1761 war er Major in der Gibraltar-Division des 6. Infanterie-Regiments. Er war Brigade-Major unter Generalmajor Imhoff und bei der Belagerung von Münster unter General Spörken.
Nach dem Krieg bildete er sich als Offizier fort und formte das Regiment zu einem Muster-Regiment; es galt als die disziplinierteste und geübteste aller Regimenter. 1775 wurde es nach Gibraltar verlegt (Gibraltar Brigade) und 1776 wurde Hugo zum Oberstleutnant und Regimentskommandeur befördert. Durch sein Fachwissen erwarb sich Hugo das Vertrauen des britischen Kommandanten Geneal Elliott. 1779 begannen die Spanier mit der Belagerung von Gibraltar. So kommandierte Hugo die führenden Kolonne bei einem erfolgreichen Ausfall am 27. November 1781 unter General Ross.[3] 1782 wurde er zum Oberst befördert[4] und General Elliott gab ihm am 25. Oktober die Stelle eines Generalmajors als Kommandeurs einer besonderen Brigade.
Nach dem Frieden kehrte er im Oktober 1784 mit dem Bataillon in die Garnison nach Nienburg zurück. Im Oktober 1787 wurde er dann Chef des Infanterie-Regiments Nr. 4. Am 29. Februar 1788 wurde er zum Generalmajor befördert. Hugo starb aber bereits am 21. März 1788 in Nienburg an Auszehrung. Er wurde auf dem Friedhof vor der Stadt beerdigt.
Literatur
- Annalen der Braunschweig Luneburgischen Churlande, Band 3, S. 895f
- Bernhard von Poten, Die Generale der Königlich Hannoverschen Armee und ihrer Stammtruppen in Militär-Wochenblatt: Beihefte, 1902, S. 283 Nr. 236
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Vaterländisches Archiv des Historischen Vereins für Niedersachsen, S.348
- ↑ M. Elias Friedrich Schmersahl, zuverlässige Nachrichten von jüngstverstorbenen Gelehrten, Band 1, S.568
- ↑ Geschichte der Königlich Hannoverschen Armee, Band 3, S.547
- ↑ Königl.-Grossbrittannischer und Churfürstl.-Braunschweig-Lüneburgscher Staatskalender, 1784, S.98