Ernst-Kohl-Straße 31/33

Die Ernst-Kohl-Straße 31/33 ist ein denkmalgeschütztes historistisches Doppelwohnhaus in der Nordvorstadt von Weimar.

Geschichte

Das im Stile der Neorenaissance errichtete Doppelhaus entstand in zwei Abschnitten. Der nördliche Teil mit der Nr. 33 entstand 1896/97 im Auftrag des Zigarrenfabrikanten Paul Meyer nach dem Entwurf von Rudolf Zapfe, der südliche 1901/02 mit der Nr. 31 für den Bauunternehmer Friedrich Schütz. Die Ausführungspläne hierfür lieferten Alfred und Gustav Müller. Diese orientierten sich weitgehend am Zapfeschen Entwurf. An der Straßenfront wurden 1906 Balkone angefügt. Der Bau ist dreigeschossig und fällt durch seine Kubatur im Straßenbild auf. Der Bau entspricht den zeitgenössischen Gepflogenheiten hinsichtlich seiner Bauweise. Das Keller- und Erdgeschoss sind aus Stein, während die oberen Geschosse aus verputztem Fachwerk mit Vorlagemauerwerk bestehen. Die Straßenfassade ist zehnachsig mit putzgequadertem Parterre und glatt verputzten Obergeschossen. Das Fassadenrelief wird durch Risalite in den Außenachsen und plastische Zierelemente, insbesondere durch die ädikulaartige Rahmung der Fenster bestimmt. Den oberen Wandabschluss bildet ein Konsolgesims. Ursprünglich war das flache Walmdach schieferbedeckt. Es besitzt straßenseitig zwei Dachgauben. Die Raumstruktur und die Ausstattung der Bauzeit ist weitgehend erhalten.[1]

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Einzelnachweise

  1. Rainer Müller: Kulturdenkmale in Thüringen: Stadt Weimar, Bd. 4.2.: Stadterweiterung und Ortsteile, E. Reinhold Verlag, Erfurt 2009, S. 710.

Koordinaten: 50° 59′ 24″ N, 11° 19′ 28,2″ O