Ernestinum Rinteln
| Gymnasium Ernestinum Rinteln | |
|---|---|
| Nordansicht des Gymnasiums Ernestinum Rinteln mit Sternwarte auf dem Dach | |
| Schulform | Gymnasium |
| Gründung | 1816 |
| Adresse | Paul-Erdniß-Str. 1 31737 Rinteln |
| Land | Niedersachsen |
| Staat | Deutschland |
| Koordinaten | 52° 10′ 41″ N, 9° 4′ 19″ O |
| Schüler | ca. 1200 |
| Lehrkräfte | ca. 100 |
| Leitung | Lars Niemann |
| Website | www.gym-rinteln.de |
Das Gymnasium Ernestinum Rinteln ist ein allgemeinbildendes neusprachliches Gymnasium in Rinteln (Landkreis Schaumburg). Es trägt zudem den Titel Europaschule.
Allgemeines
Am Ernestinum werden ca. 1200 Schüler vor allem aus der Stadt Rinteln und der Nachbargemeinde Auetal in den Jahrgängen 5 bis 13 unterrichtet. Das Gymnasium bietet seinen Schülern im sprachlichen Bereich die Fremdsprachen Englisch, Französisch, Latein, Spanisch und Chinesisch an und deckt zudem den mathematisch-naturwissenschaftlichen und den musisch-künstlerischen Bereich ab. Das Ernestinum unterhält Patenschaften mit Schulen in Belgien, China, Frankreich, Japan, den Niederlanden, Polen, Spanien und den USA.
Zur Geschichte
Die Gründung der Academia Ernestina als Gymnasium illustre im Jahr 1610 durch Graf Ernst zu Holstein-Schaumburg in Stadthagen erfolgte im Hinblick auf die damit vorbereitete Errichtung einer eigenen Landesuniversität.[1] Neun Jahre später wurde die Einrichtung in den Rang einer Universität erhoben und in das Jakobskloster der Zisterzienserinnen nach Rinteln verlegt. In der napoleonischen Zeit verfügte König Jérôme Bonaparte die Aufhebung der Universität Rinteln und nach deren Schließung 1810 die Überführung der Buchbestände an die Universität Marburg. Nach dem Zerfall des napoleonischen Königreichs Westphalen wurde eine Neugründung der Universität Rinteln vom kurhessischen Landesherrn abgelehnt.
Im 19. Jahrhundert
Einer erfolglosen Initiative der Rintelner Ratsherrn zur Neugründung der Universität ist zu verdanken, dass es im Jahr 1816 immerhin zur Gründung und im November 1817 zur Eröffnung des akademischen Gymnasiums Ernestinum kam.[2] Mit zunächst 54 Schülern (der Jahrgangsstufen Quarta, Tertia und Sekunda) wurde es neben den Schulen in Kassel, Marburg, Hanau, Fulda und Hersfeld damit zum sechsten Gymnasium in Kurhessen. Der Unterricht erfolgte zunächst in den Räumen des alten Universitätsgebäudes[3], mit dessen Abriss um 1873 Platz geschaffen wurde für die Errichtung eines neuen Gebäudes für das Gymnasium, das bis 1875 nach Entwürfen des Berliner Architekten Gustav Knoblauch fertig gestellt wurde.[4]
Zwar war schon bei Gründung eine Trennung in Gelehrten- und Bürgerschule vorgesehen, gleichwohl orientierte sich der Unterricht an der humanistischen Vorstellung von der „Erziehung des Menschen zum Menschen“ im Sinne der klassischen Paideia. Ziel war also vorrangig eine Beschäftigung mit Lerngegenständen, die frei vom reinen Zweckgedanken waren und eher dem von Wilhelm von Humboldt formulierten Bildungsideal entsprechen sollten. Dieses Ideal erhoffte man durch die ausführliche Beschäftigung mit den Alten Sprachen zu erreichen. Dementsprechend wurde diesen Fächern bis zum Zweiten Weltkrieg das bei weitem größte Stundendeputat zugewiesen. Wohl auf Betreiben des städtischen Bürgertums wurden ab 1841 neben den rein humanistischen Klassen auch Realklassen eingerichtet, deren Lernstoff sich stärker an den Bedürfnissen des späteren Berufslebens orientierte. Nach 1866 stand Hessen-Nassau und damit das Gymnasium Ernestinum unter preußischer Oberhoheit. Bis 1918 blieb die Schule Königlich Preußisches Gymnasium.
1914 bis 1945
Im Ersten Weltkrieg meldeten sich nach der deutschen Mobilmachung am 31. Juli 1914 viele Schüler bis hinunter zur Jahrgangsstufe der Untersekunda (den heutigen Zehntklässlern) als Kriegsfreiwillige. Insgesamt nahmen 49 aktive Schüler des Gymnasiums am Krieg teil, von denen 24 fielen. Von den drei einberufenen Lehrern wurde einer schwer verwundet.
Aufgrund des Krieges fand die Hundertjahrfeier der Schule erst im Jahr 1921 statt. Im Rahmen der Feierlichkeiten artikulierten die Teilnehmer den Wunsch, einen Ehemaligenverein ins Leben zu rufen. Dieser wurde 1922 gegründet, ging 1966 in der Ernestina auf und besteht bis heute als Ehemaligennetzwerk.[5] Bereits in der Zwischenkriegszeit wurde der Entschluss gefasst, zu Ehren der im Krieg getöteten Schulkameraden ein Ehrenmal zu errichten. Am 6. August 1933 wurde das Ehrenmal auf dem Schulhof am Kollegienplatz errichtet, wo es seither steht.
Während der Jahre des Nationalsozialismus waren deutsche Schulen gleichgeschaltet und damit auch das Gymnasium Ernestinum von den nationalsozialistischen Erziehungszielen geprägt. Deren Umsetzung erschließt sich unter anderem aus Lehrplänen und den Begriffen Rassenkunde, Wehrsport, Woche der Volksgasmaske, artfremdes Schrifttum, Verbindungslehrer zur HJ, Aufmarsch, Führernachwuchs-Auslese, Staatsjugendtag und Luftschutz- und Verdunkelungsübung. Die Schuljahresberichte der Staatliche Oberschule für Jungen in Rinteln geben Aufschluss über die Besonderheiten nationalsozialistischer Lehrinhalte, Schulveranstaltungen (wie etwa dem “Gemeinschaftsempfang” von Radioreden der Nazi-Größen) und Prüfungsthemen (insbesondere in den Abitursfächern 'Deutsch’ und 'Geschichte').[6]
Am 17. November 1933 wurden kommunistische Schüler des Ernestinums der Schule verwiesen. Im April 1933 beschränkte im gesamten Deutschen Reich das „Gesetz gegen die Überfüllung deutscher Schulen und Hochschulen“ den Anteil von Schülern jüdischer Abstammung an höheren Schulen auf maximal 1,5 %. Nach der Reichspogromnacht 1938 war ihnen der Besuch höherer Schulen untersagt. Auch die jüdischen Bürger Rintelns waren von den antisemitischen Maßnahmen betroffen, darunter Leo Schönfeld, der 1913 als bester Abiturient des Ernestinums vom deutschen Kaiser ein Buchgeschenk erhalten hatte, als Soldat im Ersten Weltkrieg schwer verwundet worden war und 1944 in Auschwitz ermordet wurde.
Nach Kriegsbeginn 1939 erschwerten die Einberufung rund der Hälfte aller Lehrer[7], die von Schülern zu leistenden Hilfsdienste in Betrieben, der Mangel an Heizmaterial[8], später auch der Luftkrieg und zuletzt das Näherrücken der Front den geregelten Unterrichtsbetrieb am Gymnasium. Am 23. März 1945 trat das Kollegium zu einer letzten Konferenz zusammen. Die Osterferien im Jahr 1945 begannen am 26. März 1945 und dauerten bis zum Oktober, für einige Klassen bis zum Dezember 1945. 38 aktive Schüler des Ernestinums sind im Zweiten Weltkrieg als Soldaten gefallen. Der jüngste Schüler war zum Zeitpunkt seines Todes 17 Jahre alt. Aus dem Kollegium wurden drei Lehrer im Krieg getötet, darunter Studiendirektor Friedrich Wilhelm Ande.
Die Nachkriegszeit
Nach der Kapitulation wurde die Schule vorübergehend eine amerikanische Truppenunterkunft. Nach dem Abzug der amerikanischen Soldaten durfte ab Herbst 1945 mit der Genehmigung der britischen Militärregierung der Unterricht in der nun „Oberschule für Jungen“ genannten Institution wiederaufgenommen werden. Die Arbeit an der Schule war gekennzeichnet von der allgemeinen Notsituation und zahlreichen organisatorischen Unzulänglichkeiten. Im Schulgebäude waren vorübergehend noch die Mädchen der Hildburgschule zu Gast, Unterricht wurde unter anderem in Kellerräumen, einer alten Küche, dem ehemaligen Karzer sowie in den Räumen der Direktorenvilla erteilt, die zunächst auch der Sitz des Ausschusses für Entnazifizierung war. Küchenstühle und Hocker wurden von den Schülerinnen und Schülern von zuhause mitgebracht. Aufgrund der Kriegswirren waren die Sextaner, die heutigen Fünftklässler, häufig schon bis zu 14 Jahre alt, und die Primaner, häufig Kriegsheimkehrer, bis zu 24 Jahre alt. Bis zur Währungsreform wurden für die Lehrkräfte jeweils zwei Wochen gültige Lebensmittelkarten durch das Schulsekretariat ausgestellt.
Das neue Schulzentrum
Angesichts stetig wachsender Schülerzahlen in den 1950er und 1960er Jahren wurde das Schulgebäude aus der Vorkriegszeit schnell zu klein. Ein moderner Anbau im Jahr 1956 und die Errichtung von zwei Pavillons auf dem hinteren Schulhof im Jahr 1965 schufen nur kurzfristige Entlastung, so dass die Stadt Rinteln im Jahr 1969 beschloss, einen Neubau außerhalb der Innenstadt für das Gymnasium zu errichten. Am 30. Oktober 1975, einen Tag vor dem Gründungsdatum, wurde das neue Gebäude eingeweiht. Es umfasste in seinem ersten Bauabschnitt die Räumlichkeiten nicht nur für das Gymnasium Ernestinum, sondern auch für die Hildburg-Realschule.
Personen
Lehrer
- Caspar Garthe (1796–1876), Mathematik- und Physik-Lehrer 1817–1831, Naturforscher
- Eduard Adolf Jacobi (1796–1865), Oberlehrer und Konrektor, evangelischer Pfarrer, Ministerialrat für Kirchen- und Schulwesen in Gotha
- Ernst Wilhelm Grebe (1804–1874), Mathematik- und Physik-Lehrer 1831–1833, Mathematiker
- Rudolf Kohlrausch (1809–1858), Mathematik- und Physik-Lehrer 1835–1849, Physiker und Universitätsprofessor
- Gustav Volkmar (1809–1893), bereits Schüler, Lehrer ab 1833, Altphilologe und protestantischer Theologe
- Hermann Alexander Müller (1814–1894), Französisch-Lehrer, Kunsthistoriker und Bibliograf
- Karl Hinkel (1817–1894), Latein- und Griechisch-Lehrer ab 1840, Philologe und Philosoph
- Otto Hartwig (1830–1903), Hilfslehrer um 1865/66, Bibliothekar und Historiker
- Otto Frick (1832–1892), Lehrer 1874–1878, Philologe und Pädagoge
- Friedrich Zange (1846–1931), Oberlehrer um 1876–1879, Pädagoge und evangelischer Theologe
- Gustav Hüpeden (1850–1937), Lehrer 1879–1886, Mitglied des Deutschen Reichstags
- Wilhelm Schmidthild (1876–1951), Zeichenlehrer ab 1927, Maler, Grafiker, Illustrator und Kunstprofessor
- Friedrich-Wilhelm Ande (1885–1945), Lehrer 1919–1923, anschließend Studiendirektor und Leiter des Hildburg-Lyzeums
Schüler
- Christoph Ludwig Hoffmann (1721–1807), Abitur 1740, Arzt, Gesundheitswesenreformer, Erfinder eines optisch-mechanischen Telegraphen
- Karl Wilhelm Wippermann (1800–1857), Abitur 1819, Mitglied des Vorparlaments, der Frankfurter Nationalversammlung und des Erfurter Unionsparlaments, Finanzminister des Kurfürstentums Hessen
- Franz Wilhelm von Ditfurth (1801–1880), Abitur 1821, Dichter, Schriftsteller, Komponist und Sänger, Sammler und Herausgeber von Volks-, Kriegs- und geistlichen Liedern
- Ludwig Heinrich Wiederhold (1801–1850), Abitur 1819, Jurist, Instanzrichter, Politiker, Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung
- Georg Osterwald (1803–1884), Abitur 1819, Lehrer, Professor, Landschafts-, Architektur- und Porträtmaler, technischer Zeichner, Illustrator, Radierer und Lithograf
- Ludwig F. W. Duncker (1804–1847), Abitur 1821, Jurist und Professor
- Friedrich von Bothmer (1807–1877), Abitur 1825, Landrat und Mitglied des Konstituierenden Reichstags des Norddeutschen Bundes
- Wilhelm Dunker (1809–1885), Abitur 1829, Mineraloge, Geologe, Paläontologe und Zoologe
- Carl Hermann Merck (1809–1880), Abitur 1828, Hamburger Beamter und ein einflussreicher Hamburger Politiker
- Friedrich Oetker (1809–1881), Abitur 1831, liberaler Publizist und Politiker, Mitglied des Vorparlaments, der kurhessischen Ständeversammlung, des Kurhessischen Kommunallandtags, des Preußischen Abgeordnetenhauses, des Preußischen Abgeordnetenhauses und des Reichstages
- Gustav Volkmar (1809–1893), Abitur 1828, Altphilologe und protestantischer Theologe
- Emil Schüler (1811–1881), Abitur 1827, Reichsgerichtsrat
- Oskar von Meibom (1813–1874), Abitur 1832, Richter und Politiker, Reichstagsabgeordneter, Mitglied des Zollparlaments und der Stadtverordnetenversammlung von Berlin
- Alexander von Münchhausen (1813–1886), Abitur 1832, Verwaltungsjurist, Ministerpräsident im Königreich Hannover, Reichstagsabgeordneter
- Franz von Dingelstedt (1814–1881), Abitur 1831, Dichter, Journalist und Theaterintendant
- Eduard von Goeddaeus (1815–1888), Abitur 1835, Außenminister des Kurfürstentums Hessen
- Julius Schomburg (1817–1896), Landrat, Staatsminister und Mitglied des Landtags von Sachsen-Weimar-Eisenach
- Wilhelm Theodor Oscar Casselmann (1820–1872), Abitur 1839, Gymnasiallehrer und Abgeordneter im Landtag des Herzogtums Nassau
- Alexander von Oheimb (1820–1903), Reichstagsabgeordneter, Lippischer Kabinettsminister
- Bernhard Bunte (1821–1898), Abitur 1840, Klassischer Philologe und Gymnasiallehrer
- Carl Oetker (1822–1893), Abitur 1842, Jurist, liberaler Politiker und Parlamentarier, Mitglied des Kurhessischen Kommunallandtags und des Preußischen Abgeordnetenhauses, Reichstagsabgeordneter
- Gustav Süs (1823–1881), Abitur 1836, Maler, Illustrator und Kinderbuchautor
- Rudolf Westphal (1826–1892), Abitur 1845, Klassischer Philologe
- Alexander Baustädt (1828–1905), Abitur 1846, Verwaltungsjurist, Präsident des Konsistoriums in Stade
- Julius Rodenberg (1831–1914), Abitur 1851, Journalist und Schriftsteller
- Karl Wippermann (1831–1911), Abitur 1853, Publizist und Politiker, Mitglied der kurhessischen Ständeversammlung und des Kurhessischen Kommunallandtags
- Theodor Braun (1833–1911), Abitur 1848, evangelisch-lutherischer Theologe
- Christian Kröner (1838–1911), Abitur 1852, Jagd- und Landschaftsmaler, Radierer und Zeichner
- Wilhelm Feußner (1843–1928), Abitur 1861, Physiker
- Ludwig von Buttlar (1850–1928), Abitur 1869, Verwaltungsbeamter, Mitglied des Kurhessischen Kommunallandtags
- Rudolf Disselhorst (1854–1930), Arzt, Tierarzt und Universitätsprofessor
- Carl Jacobj (1857–1944), Abitur 1880, Arzt und Universitätsprofessor für Pharmakologie
- Carl Heine (1861–1927), Abitur 1883, Schriftsteller, Theaterregisseur, Dramaturg und Theaterdirektor
- Johannes Schwerdtmann (1861–1922), Abitur 1879, utherischer Theologe, Konsistorialrat und Generalsuperintendent der Generaldiözese Bremen-Verden
- Hans von Ditfurth (1862–1917), Abitur 1880, Verwaltungsbeamter und Rittergutsbesitzer, Mitglied des Provinziallandtages von Westfalen und des Preußischen Abgeordnetenhauses
- Friedrich Rinne (1863–1933), Mineraloge, Kristallograph und Petrograph, Begründer der Salzpetrographie
- Otto Weiß (1871–1943), Abitur 1891, Mediziner, Arzt am Physiologischen Institut der Albertus-Universität Königsberg
- Heinrich Jung (1876–1953), Abitur 1895, Mathematiker
- Oskar Bürgener (1876–1966), Abitur 1896, Gymnasiallehrer, Biologe und Botaniker
- Ludwig Münchmeyer (1885–1947), Abitur 1905, evangelisch-lutherischer Pastor, Antisemit, Reichsredner der NSDAP, Reichstagsabgeordneter
- Ludwig von Bar (1886–1928), Abitur 1904, Verwaltungsjurist, Landrat des Kreises Melle
- Alfons Maria Lins (1888–1967), Abitur 1908, römisch-katholischer Theologe und Priester
- Gottfried Treviranus (1891–1971), Abitur 1909, Politiker (DNVP, Konservative Volkspartei), Reichstagsabgeordneter, Reichsverkehrsminister
- Ernst Moritz Engert (1892–1986), Silhouettenkünstler, Grafiker und Maler
- Gerhart Jander (1892–1961), Abitur 1912, Chemiker
- Otto Stamfort (1901–1981), Abitur 1922, Pädagoge und Hochschullehrer, Lehrer von Helmut Kohl
- Ernst Huchzermeyer (1902–1991), Abitur 1922, Verwaltungsjurist, Oberkreisdirektor des Kreises Lübbecke
- Fritz Schmidt (1903–1943), Politiker (NSDAP), Generalkommissar zur besonderen Verwendung in den deutschbesetzten Niederlanden während des Zweiten Weltkriegs
- Heinrich Althans (1905–1984), Abitur 1924, Politiker und Landrat
- Walter Maack (1907–1971), Abitur 1927, Publizist und Autor
- Rudolf Feige (1910–1968), Archivar und Heimatforscher
- Klaus-Erich Boerner (1915–1943), Schriftsteller
- Nicolaus Heutger (1932–2008), Abitur 1952, lutherischer Theologe, Numismatiker, Judaist und Historiker
- Detlef Laugwitz (1932–2000), Abitur 1949, Mathematiker
- Karl Wilhelm Edelhoff (* 1937), Politiker (SPD), Mitglied des Landtags von Baden-Württemberg
- Burghard Rieger (1937–2021), Abitur 1958, Sprachwissenschaftler, Computerlinguist und Semiotiker
- Heinz Dieter Stodolkowitz (* 1937), Abitur 1958, Bundesrichter am Bundesgerichtshof
- Eberhard Rinne (1938–2023), Abitur 1959, Richter am Bundesgerichtshof
- Jörg Schröder (1938–2020), Verleger, Schriftsteller, Buchgestalter und Grafikdesigner
- Barbara Baerns (* 1939), Abitur 1959, Kommunikationswissenschaftlerin
- Armin Jäger (* 1941), Abitur 1962, Jurist, Richter, Politiker (CDU), Innenminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern
- Rainer Küster (* 1942), Schriftsteller und Sprachwissenschaftler
- Regina Ziegler (* 1944), Abitur 1963, Filmproduzentin
- Ulrich Reineking (1949–2009), Abitur 1969, Journalist und Kabarettist
- Ipke Wachsmuth (* 1950), Abitur 1968, Forscher auf den Gebieten der Künstlichen Intelligenz und der Kognitionswissenschaft
- Sabine Asgodom (* 1953), Abitur 1972, Management-Trainerin, Journalistin, Hörbuchsprecherin, Vortragsrednerin und Autorin
- Ursula Helmhold (* 1956), Abitur 1975, Politikerin (Bündnis 90/Die Grünen), Mitglied des Niedersächsischen Landtags
- Ernst-Wilhelm Luthe (* 1957), Abitur 1976, Rechtswissenschaftler
- Hans-Joachim Knölker (* 1958), Abitur 1977, Chemiker, Präsident der Sächsischen Akademie der Wissenschaften
- Heiner F. Klemme (* 1962), Abitur 1981, Philosoph, Professor für Philosophiegeschichte
- Andrea Lange (* 1969), Bauingenieurin, parteilose Bürgermeisterin von Rinteln
- Lars Geiges (* 1981), Abitur 2001, Politologe und Journalist
Literatur
- Königliches Gymnasium zu Rinteln (Hrsg.): Jahresbericht über die Schuljahre 1867–1915. Digitalisat
- Königliches Gymnasium zu Rinteln (Hrsg.): Programm des Königlichen Gymnasiums zu Rinteln 1885–1894. Digitalisat
Quellen
- Das Rintelner Gymnasium im Spiegel der Zeit 1817–1967, Festschrift zur 150-Jahr-Feier. hg. vom Gymnasium Ernestinum Rinteln von Willy Hänsel. C. Bösendahl, Rinteln 1967
- 175 Jahre Gymnasium Ernestinum, Jubiläumsschrift anlässlich der 175-Jahr-Feier. hg. vom Gymnasium Ernestinum und der Ernestina e. V., Rinteln 1992
Siehe auch
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Gerhard Schormann: Academia Ernestina. Die schaumburgische Universität zu Rinteln an der Weser. N.G. Elwert Verlag, Marburg 1982, S. 32ff ISBN 3-7708-0751-0
- ↑ Gesetze für die Kurhessischen Staaten, Jg. 1816, Nr. XVI
- ↑ Heinrich Rieß: Mittheilungen aus der Geschichte des Gymnasiums zu Rinteln in: Jahresbericht über das Schuljahr 1868, Bösendahl, Rinteln (o. J.) S. 11
- ↑ Gustav Knoblauch, Gymnasium Rinteln. In: Architekturmuseum TU Berlin. Abgerufen am 22. April 2020.
- ↑ Ernestina ( des vom 2. Februar 2013 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Ehemaligennetzwerk Gymnasium Ernestinum
- ↑ Gustav Kuhlmann (OStDir): Bericht über das Schuljahr … 1939 und 1940, Staatliche Oberschule für Jungen in Rinteln an der Weser, Rinteln 1940 Digitalisat der Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung (BBF)
- ↑ Gustav Kuhlmann: Bericht über das Schuljahr … 1939 und 1940, S. 19
- ↑ Gustav Kuhlmann: Bericht über das Schuljahr … 1939 und 1940, S. 21f