Ermordung von Andrés David Padilla Mejía

Andrés David Padilla Mejía (geboren um 1997 in Cotorra, Departamento de Córdoba; gestorben am 19. April 2025 in Gramalote, Norte de Santander) war ein kolumbianischer Polizeibeamter, der im Alter von 28 Jahren während einer Prozession am Karsamstag 2025 in Lourdes, Norte de Santander, erschossen wurde.[1][2]

Biografie

Padilla Mejía stammte aus dem Municipio Cotorra im Departamento Córdoba. Am 21. Februar 2025 trat er in die Nationale Polizei Kolumbiens ein.[1] Trotz seiner kurzen Dienstzeit wurde er von der Stadtverwaltung von Lourdes für seine Verdienste ausgezeichnet.[1]

Ermordung

Am 19. April 2025 wurde Padilla Mejía, der die Sicherheit während der Karsamstagsprozession in Lourdes garantieren sollte, von bewaffneten Männern auf einem Motorrad gezielt angegriffen und mehrfach angeschossen.[1][3][4]

Er wurde zunächst in eine Klinik in Lourdes gebracht und anschließend in das benachbarte Municipio Gramalote verlegt, wo er seinen Verletzungen erlag.[1]

Der Direktor der Nationalpolizei, Brigadegeneral Carlos Fernando Triana, bestätigte die Tat, verurteilte sie öffentlich und kündigte die Einrichtung einer Sonderkommission zur Aufklärung an. Für Hinweise, die zur Festnahme der Täter führen, wurde eine Belohnung von bis zu 100 Millionen Pesos ausgesetzt.[1][3]

Ermittlungen und Festnahmen

Nach Angaben der Behörden war das Ejército de Liberación Nacional für den Angriff verantwortlich.

  • Im Mai 2025 wurde „Barbas“ festgenommen, der als mutmaßlicher unmittelbarer Täter unter den Befehlen von Geño gehandelt haben soll.[5]
  • Im Juni 2025 wurde Arsenio Blanco, alias „Geño, mutmaßlicher Anführer des ELN in der Region, festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, die Ermordung Padilla Mejías sowie weitere Angriffe gegen Sicherheitskräfte angeordnet zu haben.[6]
  • Ebenfalls im Juni 2025 wurde ein weiterer Tatbeteiligter gefasst.[7]

Motiv

Die Ermordung von Padilla Mejía ereignete sich während einer Welle der Gewalt in der Karwoche 2025, die durch Angriffe mit Sprengsätzen und Schusswaffen auf Zivilisten und Sicherheitskräfte in mehreren Departamentos gekennzeichnet war.[1][8][9][10] Die spanische Tageszeitung ''El País'' berichtete in diesem Zusammenhang, bewaffnete Gruppen versuchten, die Polizei aus strategischen Ortschaften zu verdrängen.[11]

Einzelnachweise

  1. a b c d e f g Patrullero asesinado en procesión del Sábado Santo en Lourdes, Norte de Santander. In: El Colombiano. 20. April 2025, abgerufen am 7. Oktober 2025.
  2. En plena procesión de Semana Santa 2025, ASESINAN a policía que custodiaba el recorrido. 20. April 2025, abgerufen am 8. Oktober 2025 (mexikanisches Spanisch).
  3. a b Patrullero fue asesinado en plena procesión en Lourdes, Norte de Santander: llevaba dos meses en la Policía. In: Infobae. 20. April 2025, abgerufen am 7. Oktober 2025.
  4. Colombia: Acribillan a policía en plena procesión de Semana Santa, tenía dos meses activo. Abgerufen am 13. Oktober 2025.
  5. Cayó alias Barbas del ELN, señalado por el asesinato de un policía en Semana Santa. In: Infobae. 22. Mai 2025, abgerufen am 7. Oktober 2025.
  6. Capturan a alias Geño, presunto cabecilla del ELN en Norte de Santander: es señalado por el asesinato de un patrullero y ataques armados contra la Policía Nacional. In: Infobae. 18. Juni 2025, abgerufen am 7. Oktober 2025.
  7. Cae presunto asesino de patrullero durante procesión en Semana Santa. In: El Universal (Kolumbien). 18. Juni 2025, abgerufen am 7. Oktober 2025.
  8. En plena procesión, asesinan a un policía en Lourdes, Norte de Santander. In: RCN Radio. 20. April 2025, abgerufen am 7. Oktober 2025.
  9. Asesinan a un policía durante una procesión de Semana Santa en el noreste de Colombia. In: Swissinfo / Agencia EFE. 20. April 2025, abgerufen am 7. Oktober 2025.
  10. Colombia: 2025 set to be the decade’s worst year in humanitarian terms | International Committee of the Red Cross. 1. August 2025, abgerufen am 7. Oktober 2025 (englisch).
  11. Valentina Parada Lugo: De vuelta a los noventa: los grupos armados buscan expulsar a la Policía de pueblos estratégicos. 29. April 2025, abgerufen am 8. Oktober 2025 (es-CO).