Erkibiskupslén
Das Erkibiskupslén (Erzbischöfliche Pfründen) war ein kirchliches Gebiet in Island, dass direkt unter Autorität des Erzbischofs von Nidaros stand. Es handelte sich um einige der einträglichsten kirchlichen Pfründen. Sie wurden Priestern vom Erzbischof von Nidaros als Lehen übergeben. Die Priester finanzierten hierüber ihren Lebensunterhalt. Teilweise vergab der Pfarrer die Pfründe wiederum als Afterlehen. Die Bischöfe von Hólar bzw. Skálholt (beide in Island) wurden meistens an der Entscheidung über die Vergabe dieser Lehen beteiligt.
Die Regelung entstand nach Staðamál síðari, der zweiten Auseinandersetzung über die kirchlichen Domänen, im Jahr 1300 und ging mit der Reformation um 1540 unter.
Beispiele waren:
- Breiðabólstaður in Fljótshlíð
- Oddi in Rangárvöllum
- Hítardalur
- Breiðabólstaður in Vesturhópi
- Grenjaðarstaður in Aðaldal.
Literatur
- Erika Ruth Sigurdson: The Church in Fourteenth-Century Iceland. Leeds 2011, S. 165 (whiterose.ac.uk [PDF]).