Eriocheir
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Chinesische Wollhandkrabbe (Eriocheir sinensis) | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
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| De Haan, 1835 |
Eriocheir (von altgriechisch ἔριον érion, deutsch ‚Wolle‘ und χείρ cheír, deutsch ‚Hand‘) ist eine Gattung der Krabben mit vier Arten.[1] Mit der Chinesischen Wollhandkrabbe enthält sie eine Art, die in China in großem Umfang in Aquakulturen gezüchtet wird,[2] aber auch als invasive Art von großer Bedeutung ist.[3] Natürliches Verbreitungsgebiet sind Süß- und Brackwasser sowie die Gezeitenzone im nordwestlichen Pazifik. Sie wurde nach Europa, an den Persischen Golf und Nordwestamerika eingeschleppt.[1]
Merkmale
Eriocheir hat die Merkmale der Varuninae. Der Carapax ist breiter als lang und in der Mitte am breitesten, die Maximallänge beträgt 72 mm. Der Stirnrand ist mit vier Zähnen oder Lappen bewaffnet. Der vordere Seitenrand trägt hinter dem Exorbitalzahn drei weitere Zähne. Die Finger der Scheren (Chelae) haben Büschel mit langen Borsten, was namensgebend für die Gattung war. Der Merus des dritten Maxillipeden ist am Ende etwa so breit wie lang, sein Exopodit ist schmaler als das Ischium.[1]
Systematik
Zur Gattung gehören folgende Arten:[4]
- Eriocheir hepuensis Dai, 1991
- Eriocheir japonica (De Haan, 1835)
- Eriocheir ogasawaraensis Komai in Komai, Yamasaki, Kobayashi, Yamamoto & Watanabe, 2006
- Eriocheir sinensis H. Milne Edwards, 1853, Chinesische Wollhandkrabbe
Synonyme sind Eriochirus H. Milne Edwards, 1853, Grapsus (Eriocheir) De Haan, 1835 und Paraeriocheir Sakai, 2013.[4]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ a b c Gary C. B. Poore, Shane T. Ahyong: Eriocheir De Haan, 1835. In: Marine Decapod Crustacea. A Guide to Families and Genera of the World. Csiro Publishing, Clayton South 2023, ISBN 978-1-4863-1180-4, S. 832–833 (englisch).
- ↑ Jeffrey D. Shields, Jason D. Williams, Christopher B. Boyko: Parasites and diseases of Brachyura. In: Peter Castro, Peter J. F. Davie, Danièle Guinot, Frederick R. Schram, J. Carel von Vaupel Klein (Hrsg.): The Crustacea. Band 2. Koninklijke Brill NV, Leiden 2015, S. 651.
- ↑ S. Lowe, M. Browne, S. Boudjelas, M. De Poorter: 100 of the World’s Worst Invasive Alien Species. A selection from the Global Invasive Species Database. Herausgegeben von The Invasive Species Specialist Group (ISSG) der World Conservation Union (IUCN). Erstmalig erschienen als Spezialbeilage in Aliens 12, Dezember 2000. Update und Reprint: November 2004. Digitalisat: PDF
- ↑ a b Eriocheir De Haan, 1835. World Register of Marine Species. Abgerufen am 28. Oktober 2025.