Erik Prosperin

Erik Prosperin (auch: Eric, Ericus[1]; * 25. Juli 1739 auf dem Gut Närlinge im Uppsala län; † 4. April 1803 in Uppsala) war ein schwedischer Astronom.

Leben

Seine Eltern waren der Gutsherr Gustaf Prosperin und Anna Enagrius. Erik studierte in Uppsala Mathematik und wurde 1761 Magister der Philosophie. Im Folgejahr wurde er Dozent für Physik, 1767 zum Lehrbeauftragten (Adjunkt) für Mathematik und Physik und 1773 zum astronomischen Observator am Astronomischen Observatorium Uppsala. 1776 wurde er zum Titularprofessor und 1797 zum Professor für Astronomie befördert. Bereits im Folgejahr wurde er emeritiert.[2][3][4][5]

Im Jahr 1771 wurde er Mitglied der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften in Stockholm und 1774 Mitglied der Königlichen Gesellschaft der Wissenschaften in Uppsala.[2][3][4] Am 15. April 1803 wurde er zum Mitglied der American Philosophical Society (APS) gewählt.[6] Er war allerdings bereits am 4. April verstorben.

Werk

Durch seine astronomischen Abhandlungen war Prosperin auch im Ausland angesehen.[4] Prosperin erlangte Bekanntheit durch seine Berechnung der Orbits von Kometen, Planeten und Monde. Er bestimmte die Umlaufbahn des 1781 von William Herschel entdeckten Planeten Uranus und seiner Monde. Prosperin schlug den Namen Neptune vor, der später für den Planeten Neptun verwendet wurde.[7] Er war einer der ersten, der 1801 den Orbit des ersten Asteroiden (1) Ceres berechnete. Außerdem bestimmte er die Bahnen von 84 Kometen, darunter C/1769 P1 (Messier), D/1770 L1 (Lexell), C/1771 A1, C/1774 P1 (Montaigne) und C/1779 A1 (Bode). Er veröffentlichte Arbeiten über die Venuspassage im Jahr 1769 sowie Beobachtungen von Merkur, Uranus und weiteren Himmelskörpern.[2][3][4]

Der Asteroid (7292) Prosperin wurde ihm zu Ehren benannt. Einer seiner Doktoranden war Nils Collin.[8]

Literatur

Einzelnachweise

  1. Prosperin, Eric, 1739–1803. In: LIBRIS.
  2. a b c Erik Prosperin (1739–1803). Department of Physics and Astronomy, Uppsala University.
  3. a b c Prosperin, Erik. In: Nordisk familjebok / Uggleupplagan. 22. Possession - Retzia, S. 398–399.
  4. a b c d Prosperin, Erik. In: Svenskt biografiskt handlexikon II, S. 304.
  5. History of astronomy in Uppsala, Professors - Astronomy. Department of Physics and Astronomy, Uppsala University.
  6. American Philosophical Society Member History, abgerufen am 15. Oktober 2025. Proceedings of the American Philosophical Society, Band 27, 1889, S. 142.
  7. Thomas Hockey u. a. (Hrsg.): Prosperin, Erik. In: The Biographical Encyclopedia of Astronomers, Springer 2007, S. 935. doi:10.1007/978-0-387-30400-7_1127.
  8. Nils Collin: Dissertatio de cognitione probabili. Edman, Uplandi 1767. urn:nbn:se:uu:diva-404786.