Erich Würfel

Erich Würfel (* 23. Mai 1926 in Steinsfurt; † 23. Januar 2015 in Rastatt) war ein deutscher Kommunalpolitiker. Er war von 1973 bis 1989 Landrat des Landkreises Rastatt.

Werdegang

Würfel wuchs als Sohn eines Landwirts in Steinsfurt, wo er die Volksschule besuchte. Anschließend besuchte er das Realgymnasium in Sinsheim. Im September 1943 wurde er als Luftwaffenhelfer eingezogen. Ab Februar 1944 leistete er Reichsarbeitsdienst. Im Juli 1944 wurde er in die Wehrmacht eingezogen. Im April 1945 geriet er in Kriegsgefangenschaft, aus der er im April 1946 wieder entlassen wurde. 1947 legte er in Sinsheim das Abitur ab. Ab 1948 studierte er Rechtswissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Dort wurde er 1950 Mitglied des Corps Hubertia Freiburg.[1] Er legte 1952 das erste und 1956 nach dem Rechtsreferendariat das zweite juristische Staatsexamen ab. 1954 wurde er bei Fritz von Hippel mit der Dissertation Beiträge zu dem Problem der dinglichen Surrogation im deutschen Zivilrecht zum Doktor der Rechte promoviert. 1956 trat er in den Dienst des Landes Baden-Württemberg ein und war zunächst in der Verwaltung des Landkreises Emmendingen tätig. Anschließend wechselte er in die Verwaltung des Landkreises Konstanz und daraufhin in die Verwaltung des Regierungsbezirks Südbaden.

1961 wurde Würfel Erster Landesbeamter und damit stellvertretender Landrat des Landkreises Stockach. 1965 wurde er zum Oberregierungsrat befördert. 1971 wurde er als Regierungsdirektor Erster Landesbeamter und stellvertretender Landrat des Landkreises Rastatt. Am 8. Oktober 1973 wurde er vom Kreistag des Landkreises Rastatt zum Kreistag gewählt. Er setzte sich dabei mit 31 zu 26 Stimmen gegen den kommissarischen Landrat Josef Großmann, seinen bisherigen Vorgesetzten, durch. Würfel trat das Amt am 1. November 1973 an. Er wurde am 15. Oktober 1981 mit großer Mehrheit für eine zweite Amtszeit wiederwählt. 1989 kandidierte er nicht erneut und trat in den Ruhestand ein.

Würfel war verheiratet und Vater dreier Kinder.

Ehrungen (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. Kösener Corpslisten 1996, 79/184