Erich Schmiedl

Erich Schmiedl (* 13. Oktober 1953) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler.

Sportlicher Werdegang

Schmiedl rückte Anfang der 1970er Jahre beim SV Darmstadt 98, der seinerzeit in der zweitklassigen Regionalliga Süd spielte, in die Wettkampfmannschaft auf. Als Meister in der Spielzeit 1972/73 erreichte er mit dem Klub die Aufstiegsrunde zur Bundesliga, wo er in zwei Spielen auflief und bei der 1:3-Auftaktniederlage gegen den späteren Aufsteiger Rot-Weiss Essen den Ehrentreffer erzielte. Er konnte sich jedoch bei den „Lilien“ nicht dauerhaft durchsetzen und schloss sich im Sommer 1974 dem VfR Bürstadt an, der die Qualifikation für die 2. Bundesliga verpasst hatte und fortan in der 1. Amateurliga Hessen antrat.

Mit dem VfR Bürstadt verpasste Schmiedl in der Spielzeit 1974/75 im Duell mit Mitabsteiger FSV Frankfurt um einen Punkt den direkten Wiederaufstieg, die von Lothar Buchmann betreute Mannschaft qualifizierte sich damit jedoch für die Deutsche Amateurmeisterschaft 1975. Dort erreichte sie das Finalspiel gegen den SC Victoria Hamburg, in dem Sturmpartner Karl-Heinz Vogt mit einem Dreierpack den Titelgewinn herausschoss. In der Spielzeit 1975/76 ergab sich unter Buchmann-Nachfolger Wolfgang Solz nahezu das gleiche Bild mit dem KSV Baunatal als Hessenmeister und Zweitligaaufsteiger, in der Deutschen Amateurmeisterschaft 1976 hieß der Finalgegner SV Holzwickede. Der von Spielertrainer Dieter Kurrat betreute Westfalenvertreter setzte sich mit einem 1:0-Erfolg durch, das Gegentor fiel erst in der Nachspielzeit. Dabei hatte er im Auftaktspiel gegen die Amateurmannschaft des Zweitligisten Schwarz-Weiß Essen eine Rote Karte gesehen, die Sperre wurde jedoch erst bei einer Sitzung des DFB-Sportgerichts Ende Juni verkündet.[1] In der Spielzeit 1976/77 gelang den Bürstädtern der Sprung zurück in die Zweitklassigkeit. wo Schmiedl zu Beginn der Zweitligasaison 1977/78 vornehmlich Ersatzspieler war und sich erst im Saisonverlauf in der Mannschaft etablierte, in 19 Spielen gelang ihm dabei nur beim 9:0-Auswärtserfolg im Abstiegskampfduell beim FK Pirmasens ein Treffer. Mit nur 10 Siegen aus 38 Saisonspielen stieg er mit der Mannschaft direkt wieder ab, schaffte aber unter Fritz Fuchs den direkten Wiederaufstieg am Ende der Oberliga-Hessen-Spielzeit 1978/79.

Schmiedl verließ den Klub in Richtung Oberligakonkurrent SC Viktoria Griesheim. Mit dem Klub wurde er in der Spielzeit 1980/81 Hessenmeister, aufgrund der Einführung der eingleisigen 2. Bundesliga gab es jedoch keinen Aufsteiger. Nach einem sechsten Platz in der Spielzeit 1981/82 kehrte er zum zwischenzeitlich wieder abgestiegenen VfR Bürstadt zurück. Mit dem Klub dominierte er die Oberligasaison 1982/83, ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub kassierte man die einzige Saisonniederlage auf dem Weg zur Hessenmeisterschaft. In der Aufstiegsrunde erzielte er gegen den 1. FC Saarbrücken in Hin- und Rückspiel jeweils einen Treffer, in der Endabrechnung landete der Klub jedoch hinter den Saarländern und Tabellenführer SSV Ulm 1846 nur auf dem dritten Platz. In einem Triell mit Viktoria Aschaffenburg und Absteiger FSV Frankfurt gelang in der folgenden Spielzeit die Titelverteidigung, dieses Mal traf Schmiedl beim den Aufstieg fixierenden letzten Aufstiegsrundenspiel gegen den TSV 1860 München doppelt. In der Zweitligasaison 1984/85 war er unter Trainerrückkehrer Buchmann weitgehend Stammspieler. Auch unter dessen Nachfolger Norbert Wagner, der nach Buchmanns Abschied in Richtung Erstligist Karlsruher SC im Frühjahr 1985 übernahm, blieb er unter den eingesetzten Spielern, ehe nach Wagners Demission unter dem Spielertrainerduo Franz Ludwig, Willi Reuter und Peter Schwarz ins zweite Glied rutschte. Hinter Mitabsteiger Kickers Offenbach wurde er in der folgenden Oberligasaison erneut Vizemeister und erreichte in der Deutschen Amateurmeisterschaft 1986 ein drittes Mal das Endspiel. Gegen den BVL 08 Remscheid stand er ebenso wie bei den vorherigen Finalteilnahmen in der Startelf, das Spiel ging jedoch mit 1:2 verloren.

Im Dezember 1986 verließ Schmiedl den Oberligisten VfR Bürstadt in Richtung TSV Eschollbrücken, wo er das Amt des Spielertrainers übernahm.[2]

Einzelnachweise

  1. Frankfurter Allgemeine Zeitung: „Kaiserslautern ohne Meier: Vier Wochen gesperrt“ (22. Juni 1976, S. 34)
  2. Frankfurter Allgemeine Zeitung: „Kurze Meldungen“ (3. Dezember 1986, S. 47)