Erich Sautter
Erich Sautter (* 8. August 1905 in Cannstatt; † 7. Oktober 1991 in Reutlingen[1]) war ein deutscher Zahnarzt und von August bis Oktober 1942 Lagerarzt im Konzentrationslager Auschwitz.
Leben
Sautter studierte von 1925 bis 1930 Zahnmedizin in Tübingen und Königsberg.[2] Er wurde 1930 an der Universität Tübingen über das Thema Untersuchungen über mechanische Eigenschaften von Goldlegierungen[3][4] zum Dr. med. dent. promoviert. Zum 1. Mai 1933 trat er in die NSDAP ein (Mitgliedsnummer 2.875.526).[5] Am 1. Mai desselben Jahres wurde er Mitglied der Allgemeinen SS (SS-Nummer 143.341). Seinen Dienst versah er in der 63. SS-Standarte/SS-Sanitäts-Oberstaffel in Reutlingen. Am 1. September 1938 wurde er zum SS-Untersturmführer befördert. Mitglied der Waffen-SS war er ab dem 15. April 1941. Von Anfang August bis Mitte November 1942 war er Leiter der Zahnstation im Konzentrationslager Auschwitz. Anschließend diente er in verschiedenen Fronteinheiten der Waffen-SS.[6]
Am 20. April 1943 wurde er zum SS-Obersturmführer und am 4. November 1944 zum SS-Hauptsturmführer befördert.[7]
Sautter war Mitglied des Vereins Lebensborn.[7] Nach dem Zweiten Weltkrieg lebte er in Reutlingen.[8] 1951 war er Zahnarzt in Reutlingen.[2]
Einzelnachweise
- ↑ Sterberegister des Standesamtes Reutlingen Nr. 807/1991.
- ↑ a b Erich Sautter in der Deutschen Digitalen Bibliothek
- ↑ Erich Sautter: Untersuchungen über mechanische Eigenschaften von Goldlegierungen. Gauger, 1930, 44 S. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
- ↑ Library of the Surgeon-General's Office (U.S.): Index-catalogue of the Library of the Surgeon General's Office Serie 5, Band 1, 1959, S. 536 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
- ↑ Bundesarchiv R 9361-VIII KARTEI/18430050
- ↑ Aleksander Lasik: Täterbiographien. In: Sterbebücher von Auschwitz - Fragmente. Staatliches Museum Auschwitz Birkenau. Band 1, 1995, S. 295 doi:10.1515/9783110963151.267.
- ↑ a b SAUTTER. In: truthaboutcamps.eu. Abgerufen am 2. Februar 2023 (polnisch).
- ↑ Ernst Klee: Auschwitz. Täter, Gehilfen und Opfer und was aus ihnen wurde. Ein Personenlexikon, Frankfurt am Main 2013, S. 347