Erich Krause (Keramiker)

Erich Krause (* 15. Juli 1909 in Bunzlau; † 1979 in Elsterwerda) war ein deutscher Keramikgestalter.

Leben und Werk

Krause absolvierte von 1923 bis 1926 in Bunzlau bei dem großen Unternehmen Bunzlauer Keramische Werke Reinhold & Co. eine Lehre als Keramikmaler und studierte von 1923 bis 1926 in der Klasse von Arthur Hennig (1880–1959) an der staatlichen Keramischen Fachschule Bunzlau. Dabei lernte er auch das damals in der keramischen Produktion noch wenig verbreitete Spritzdekor-Verfahren kennen, das bis Ende der 1930er Jahre eingesetzt wurde.

Von 1928 bis 1932 arbeitete Krause als Mustermaler und Entwerfer bei der Carstens KG, wohl vor allem in Georgenthal, und zwischenzeitlich vorübergehend in der Krister Porzellan-Manufaktur in Waldenburg. Von 1932 bis 1942 arbeitete er im Steingutwerk Elsterwerda in Biehla. Er wurde dann zur Wehrmacht eingezogen, nahm am Zweiten Weltkrieg teil und geriet in Kriegsgefangenschaft.

Nach der Entlassung war Krause von 1948 bis 1976 Technischer und Künstlerischer Leiter des VEB Steingutwerk Elsterwerda in Biehla. Er war einer der damals bedeutendsten Designer in der Keramikindustrie der DDR. Große Verbreitung fanden z. B. die von ihm entworfenen Geschirre Lido und Bärbel.

Krause war Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR.

Weiteres Werkbeispiel

  • Etagen-Milchtopf (1960, Steingut, weiß, gelb, schwarz; Produktion im VEB Steingutwerk Elsterwerda)[1]

Ausstellungen (mutmaßlich unvollständig)

  • 1958/1959: Dresden, IV. Deutsche Kunstausstellung[2]
  • 1962: Prag, Großer Pavillon des Julius-Fucik-Parks („Cèramique Internationale Praha 62“)

Literatur

  • Erich Krause dem Steingut verschrieben. In: Silikattechnik, Berlin, 7/1974
  • Heinz Hirdina: Gestalten für die Serie. Design in der DDR. 1949 – 1985. Verlag der Kunst, Dresden, 1988, S. 381
  • Günter Höhne: Das große Lexikon DDR-Design. Komet Verlag, um 2008, S. 184
  • Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 479

Einzelnachweise

  1. Abbildung in Bildende Kunst, Berlin, 9/1962, S. 485
  2. Bot-Check. Abgerufen am 21. Dezember 2025.