Erich Krämer

Erich Krämer (* 9. März 1900 in Elmshorn; † 16. Juli 1942 im Konzentrationslager Sachsenhausen) war ein deutscher Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus. Er war Mitglied der KPD und wurde wegen seiner politischen Aktivitäten mehrfach verhaftet, verurteilt und in Konzentrationslager eingeliefert.

Leben

Erich Krämer arbeitete zunächst als Friseur und später in der Lederfabrik Metzger sowie als Schlosser auf der Elmshorner Krämer-Werft. Trotz zunehmender Repressionen blieb er politisch aktiv und engagierte sich im kommunistischen Widerstand.

Widerstand und Verfolgung

Krämer gehörte zu denjenigen Mitgliedern der KPD, die nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten in den Untergrund gingen und organisatorisch aktiv blieben. Er wurde im Jahr 1936 im Rahmen eines Elmshorner Prozesses (Teil der überregionalen Repressionen gegen Kommunisten) zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt.

Nach Haftentlassungen und erneuter Überwachung wurde Krämer im März 1942 nach einem weiteren Prozess wegen politischer „Heimtücke“ zu zehn Monaten Gefängnis verurteilt und anschließend als sogenannter Schutzhäftling in das Konzentrationslager Sachsenhausen überführt. Dort musste er in der berüchtigten „Klinkerwerk“-Einheit Zwangsarbeit leisten.

Tod

Am 16. Juli 1942 starb Erich Krämer im KZ Sachsenhausen im Alter von 42 Jahren. Seine Inhaftierung und sein Tod stehen exemplarisch für die brutale Unterdrückung politischer Gegner im NS-Staat.

Bedeutung

Erich Krämer zählt zu denjenigen Widerstandskämpfern aus dem Kreis Pinneberg, die trotz wiederholter Verfolgung und Zuchthausstrafen weiterhin politisch aktiv blieben und schließlich im Konzentrationslager getötet wurden.

Literatur

  • Herbert Diercks: Die Freiheit lebt! Widerstand und Verfolgung im Kreis Pinneberg 1933–1945. Hamburg 1983.
  • Arbeitskreis zur Erforschung des Nationalsozialismus in Schleswig-Holstein (AKENS): Dokumentationen zum Widerstand im Kreis Pinneberg.