Erich Berner

Erich Berner (geboren 15. August 1892 in Rixdorf; gestorben 14. September 1966 in Ingolstadt) war ein deutscher Komponist.

Leben

In seiner Jugend zog die Familie nach Nürnberg um, dort erster Klavierunterricht unter Wilhelm Dieß zwischen 1907 und 1910[1]. Nach seiner Schulzeit studierte Erich Berner unter anderem am Leipziger Konservatorium[2] unter Richard Hofmann, Max Wünsche und Otto Wittenbecher. Er beendete sein Musikstudium – unterbrochen durch den Ersten Weltkrieg – erst um 1920. Erich Berner entschied sich dann aber für eine Karriere als Lehrer und studierte erneut, diesmal moderne Fremdsprachen an der Universität München[3]. Nach Beendigung der Lehramtsausbildung unterrichtete Erich Berner hauptberuflich an Schulen in Weißenburg, am Willibald-Gymnasium in Eichstätt und schließlich am Christoph-Scheiner-Gymnasium in Ingolstadt.[4]

Der Musik widmete sich Erich Berner nach seinem Studium nur in seiner Freizeit. Schon 1925 veröffentlichte er einen Artikel zu den „Grenzen der Musik“ in der Fachzeitschrift Archiv für die gesamte Psychologie[5]. Zu seinen Kompositionen gehört eine Musik zum Zirndorfer Krippenspiel sowie etliche Opern, Singspiele, Kammermusik und Lieder.

Kompositionen

  • Oper Der natürlich Sohn
  • Oper Die Verwegenen
  • verschiedene Singspiele
  • Das Zirndorfer Krippenspiel
  • Die Jadestadt, für Stimme und Ensemble
  • Maientanz, für Orchester
  • Enids Ritter, Bühnenstück (1930 in Buxtehude uraufgeführt)
  • Missa qvam qvam, für Chor
  • 15 atonale Zwischenspiele, für Klavier
  • 18 Märche und Tänze, für Klavier
  • 4 harmonische Sonaten, für Klavier
  • Atonale Sonate für Geige und Cello
  • Atonales Trio für Geige, Bratsche und Cello
  • Streichquartett
  • Violinsonate
  • Sonate für 2 Geigen und Klavier
  • Cellosonate
  • Sonate für Violine, Cello und Klavier
  • Tabeafest, Sammlung von Liedern für Stimme und Klavier
  • Evangelischer Heimatkalender '50, Sammlung von Liedern für Stimme und Klavier

Schriften

  • Allgemeine Untersuchung der zwischensubjektischen Beziehungen bei den neueren deutschen Skeptikern, in: Archiv für die gesamte Psychologie, 41. Jg., 1.+2. Heft, S. 1–58 (1921)
  • Die reine Logik von Friedrich Albert Lange, in: Archiv für die gesamte Psychologie, 47. Jg., 1.+2. Heft, S. 122–142 (1924)
  • Die Grenzen der Musik, in: Archiv für die gesamte Psychologie, 50. Jg., 3.+4. Heft, S. 325–342 (1925)

Einzelnachweise

  1. https://sachsen.digital/werkansicht?tx_dlf[id]=505919&tx_dlf[page]=48#
  2. https://carla.hmt-leipzig.de/person/31980
  3. https://epub.ub.uni-muenchen.de/9688/1/pvz_lmu_1920_sose.pdf
  4. https://gds-web.de/wp-content/uploads/2020/10/HKAH23_Humanistische-Bildung-in-Eichstaett.pdf
  5. https://archive.org/details/archiv-fur-die-gesamte-psychologie-50.1925/page/324/mode/2up?q=%22Erich+Berner%22