Epukiro

Siedlung
Epukiro (Post 3)
Omauezonjanda (her)
Details
Details
Epkuiro Post 3 im Jahr 2013
Basisdaten
Einwohnerzahl
Fläche
Einwohnerdichte
etwa 3200 (1997)
dep1
Staat
Region
Wahlkreis
Namibia
Omaheke
Epukiro
Gründungsdatum 1902
Kfz-Kennzeichen
Telefonvorwahl

Website
Geographische Daten
Koordinaten 21° 42′ S, 19° 6′ O

Epukiro ist eine Streusiedlung in Namibia, die aus zahlreichen zum Teil weit auseinander liegenden Teilsiedlungen entlang des Trockenflusses Epukiro besteht. Hauptorte sind die meist auch als "Epukiro" bezeichnete Ansiedlung rund um die katholische Missionsstation und Epukiro Post 3, auf Otjiherero Omauezonjanda (auch: "Omawewozonyanda"). Die Teilsiedlung Epukiro Post 3 hat seit dem Jahr 2002 den Siedlungsstatus.[1] Sie ist auch der Verwaltungssitz des gleichnamigen Wahlkreises in der Region Omaheke im Osten von Namibia. Sie liegt etwa 93 Kilometer nördlich der Regionalhauptstadt Gobabis am Rande der Kalahari.

1997 wurde die Einwohnerzahl der Streusiedlung auf 3200 Personen, vor allem Tswana, geschätzt.[2]

Epukiro verfügt über Schulen und Sportplätze.[3]

Geschichte

Epukiro wurde 1902 als katholische Mission gegründet, die die gleichnamige 30.000 Hektar große Farm erwarb. Namensgebend für die Farm war das gleichnamige Rivier.[2] 1904 eröffneten die Oblaten der Unbefleckten Jungfrau Maria die Missionsstation.[4] Sie wurde nur ein Jahr später im Rahmen des Völkermordes an den Herero und Nama zerstört. 1905 wurde in Epukiro ein Postamt eröffnet.[5]

Bis in die 1970er Jahre bestand das Herero-Reservat Epukiro, das von der südafrikanischen Verwaltung gegründet wurde.[6]

Literatur

  • Corrado Gini: ATTI del congresso internazionale per gli studi sulla popolazione. Instituto Poligrafico dello Stato, Ausgabe VI, Rom 1931, S. 297 ff.
Commons: Epukiro – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. DECLARATION OF SETTLEMENT AREA: EPUKIRO POST 3. In: Government Gazette, Republic of Namibia, 17. Juni 2002, Ausgabe 2776, Nr. 126, S. 4.
  2. a b Marc Witte: Ökologische Bedingungen der kleinbäuerlichen Landwirtschaft in semiariden Gebieten Namibias und das Fallbeispiel Omaheke. Universität Osnabrück via www.marcwitte.de, 1997, archiviert vom Original am 3. März 2016; abgerufen am 30. Juli 2019.
  3. Brigitte Weidlich: 170 Epukiro children not at school In: The Namibian, 10. September 2007 (englisch). 
  4. Oblates of Mary Immaculate. 100 years in Namibia. 1896-2005. Roman Catholic Church Namibia, archiviert vom Original am 30. Oktober 2007; abgerufen am 11. Mai 2012 (englisch).
  5. Klaus Dierks: Chronology of Namibian History, 1905. klausdierks.com, abgerufen am 30. Juli 2019 (englisch).
  6. Klaus Dierks: Chronology of Namibian History, 1919. klausdierks.com, abgerufen am 30. Juli 2019 (englisch).