Ensor (Filmpreis)

Der Ensor ist ein Filmpreis des niederländischsprachigen Teils Belgiens. Er entstand in den Jahren 2010 und 2011 als Flämischer Filmpreis und wurde 2012 nach dem belgischen Maler James Ensor benannt.[1] Er wird jährlich von der Ensor-Akademie am Ende des Filmfestival Ostende vergeben.[2]

Das entsprechende Gegenstück des französischsprachigen Teils Belgiens ist der Magritte-Filmpreis.

Die beiden belgischen Filmpreise, der Ensor und der Magritte, sind als Nachfolger des Joseph-Plateau-Preises anzusehen, der zuvor von 1985 bis 2006 als gemeinsamer nationaler belgischer Filmpreis verliehen wurde. Im Jahr 2007 wurde dieser Preis jedoch abgeschafft.

Die Tatsache, dass die Filmpreise seit 2022 geschlechtsneutral vergeben werden, steht immer wieder in der Kritik und sorgt auch für internationales Aufsehen.[3][4] Im Jahr 2025 gewann mit Daphne Agten erstmals eine Frau die Kategorie für die beste schauspielerische Leistung.[5]

Die Ensor-Akademie gehört seit 2025[6] der 2024 gegründeten Federation of Film Academies Europe (FACE) an.[7]

Einzelnachweise

  1. Vlaamse Filmprijzen herdoopt tot Ensors, Krant van West-Vlaanderen, 5. August 2012 (Belgisches Niederländisch)
  2. History auf der Website der Ensors.
  3. Nur Männer ausgezeichnet? Genderneutrale Filmpreise in der Kritik. In: Deutschlandfunk, 6. Februar 2024.
  4. Flemish film awards under fire after men win most prestigious gender-neutral categories. In: The Guardian, 5. Februar 2024.
  5. Daphne Agten wint als eerste vrouw Ensor voor beste acteerprestatie, 'Holy Rosita' en 'Julie zwijgt' grote winnaars. In: VRT, 7. Februar 2025.
  6. FACE General Assembly in Mantua auf der Website der Akademie des Österreichischen Films.
  7. Federation of Film Academies Europe (FACE) auf der Website der Europäischen Filmakademie.