Ensinger (Unternehmen)

Ensinger GmbH

Rechtsform GmbH
Gründung 1966
Sitz Nufringen, Deutschland
Leitung Ulrike Deschka
Ralph Pernizsak
Björn Schneekloth[1]
Mitarbeiterzahl 2.767 (2024)[2]
Umsatz 524,9 Mio. EUR (2024)[2]
Branche Kunststoffe
Website www.ensingerplastics.com
Stand: 8. Dezember 2025

Die Ensinger GmbH verarbeitet technische Kunststoffe zu Halbzeugen, Fertigteilen, Profilen und Composites. Hauptsitz des international tätigen Familienunternehmens ist Nufringen, Baden-Württemberg. Neben dem Hauptsitz fertigt Ensinger an zwei weiteren Standorten in Deutschland.[3]

Geschichte

Das Unternehmen wurde 1966 durch Wilfried Ensinger (1936–2023) gegründet. Die Herstellung und der Vertrieb von thermoplastischen Kunststoff-Halbzeugen gehörte zu den ersten Arbeitsschwerpunkten. Eng damit verbunden war die Weiterentwicklung des Extrusionsverfahrens und der Anwendungstechnik. Mit der Verlagerung des Unternehmenssitzes nach Nufringen erweiterte das Unternehmen seine Fertigungskapazitäten. Wenig später begann die Fertigung von Komponenten durch Zerspanung von Halbzeugen. 1974 begann Wilfried Ensinger mit der Entwicklung von wärmedämmenden Präzisionsprofilen für Metallfenstersysteme. Ende 1977 konnte Ensinger die ersten serienmäßig aus glasfaserverstärktem Polyamid 6.6 hergestellten Wärmedämmstege an Hersteller von Aluminiumfenstern ausliefern.[4] Ein 1980 errichtetes zweites Fertigungswerk in Cham (Oberpfalz) ermöglichte die Serienfertigung von Isolierprofilen und anderen Produktlinien. 1985 kam mit der Spritzguss-Sparte ein weiteres Standbein hinzu.

Die heute größte Tochtergesellschaft der Ensinger Gruppe entstand 1986 in Washington, Pennsylvania. In den Folgejahren baute Ensinger zahlreiche weitere Auslandsniederlassungen in Europa, Südamerika und Asien auf.

1997 erfolgte die Übergabe der Geschäftsführung an die zweite Generation. 2002 begann der Vertrieb in China, seit 2007 ist das Unternehmen auch mit einer eigenen Produktion in dem Land vertreten. Mit dem Spritzgusswerk in Rottenburg-Ergenzingen entstand 2009 ein dritter Fertigungsstandort in Deutschland.[5]

Geschäftsfelder

Die Produkte werden für verschiedene Industriebranchen gefertigt, darunter Maschinenbau, Automobil- und Luftfahrtindustrie, Medizintechnik, Lebensmittelindustrie und Elektro- und Halbleitertechnik.[6] Auch in der Lebensmittelindustrie und in der Elektro- und Halbleitertechnik sind die technischen Lösungen auf Basis von Thermoplasten sehr verbreitet.

Das Unternehmen verarbeitet Polymere wie PA, PET, POM, PEEK, PPS, PSU, PI u. a.

Einzelnachweise

  1. Das Unternehmen Ensinger. Abgerufen am 7. Februar 2024.
  2. a b Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024, veröffentlicht im elektronischen Bundesanzeiger, abgerufen am 8. Dezember 2025
  3. Die 30 Besten des deutschen Mittelstands, Wirtschaftswoche, Jan. 2015 
  4. „Die Chronik des Fensters / Die 70er Jahre / Die thermische Trennung rettet das Aluminiumfenster“ „Glaswelt“, Ausg. 07/2023 bzw. https://www.glaswelt.de/heftarchiv/ausgabe-07-2023, abgerufen am 21. Juli 2023
  5. „Fabrik mit Durchblick“ (Memento vom 24. Oktober 2010 im Internet Archive) „Plastverarbeiter“, Oktober 2009, S. 20–24
  6. „Halbzeuge auf ihre Biokompatibilität prüfen“DeviceMed“, Oktober 2012, S. 20–22

Koordinaten: 48° 37′ 40,3″ N, 8° 53′ 40,5″ O