Energoinvest

ENERGOINVEST d.d. SARAJEVO
Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN BA000A0D8SE4
Gründung 1951
Sitz Sarajevo, Bosnien und Herzegowina
Leitung Enes Čengić
Mitarbeiterzahl 843[1]
Umsatz 246,3 Mio. USD (2009)
Branche Kraftwerkstechnik
Website www.energoinvest.ba

Energoinvest ist ein bosnischer Konzern mit Hauptsitz in Sarajevo.

Unter Leitung des Elektroingenieur und Überlebenden des KZ Jasenovac, Emerik Blum, wuchs der Konzern von 70 auf 42.000 Mitarbeitende, was ihn zu einem der größten Konglomerate in Arbeiterselbstverwaltung machte, das bis heute als Unternehmen fortbesteht.[2][3] Zwischen seiner Gründung 1951 bis 1970 wuchs der international agierende Mischkonzern jährlich um durchschnittlich 20 Prozent und stieg zum größten Exporteur Jugoslawiens auf. Zum Zeitpunkt waren 24 Unternehmen im Konzern aufgegangen. 1970 stiftete Energoinvest der Universität Sarajevo ein Gebäude der elektrotechnischen Fakultät.[4]

Energopetrol wurde in den 1960er Jahren als Tochterunternehmen gegründet. Außerdem hat Energoinvest Anteile an der Fluggesellschaft B&H Airlines.

Vor Beginn des Bosnienkrieges war Hakija Turajlić Geschäftsführer. Während des Krieges wurden Gebäude von Energoinvest teils schwer beschädigt.[5]

Dokumentarfilm

  • Jasmila Žbanić: Blum. Masters of their own Destiny. Icarus Films 2024 (Bosnische Sprache mit Untertiteln, 75 Minuten).

Einzelnachweise

  1. About us. Archiviert vom Original am 2. Februar 2007; abgerufen am 22. März 2011.
  2. Icarus Films: Blum. Abgerufen am 11. Oktober 2025.
  3. JFBB Jüdisches Filmfestival Berlin Brandenburg | BLUM: MASTERS OF THEIR OWN DESTINY. Abgerufen am 11. Oktober 2025.
  4. Wahrer Herrscher. In: Der Spiegel. 1. März 1970, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 30. Oktober 2025]).
  5. Ljubiša Tošić: Wie die jugoslawische Selbstverwaltung mit dem Kapitalismus tanzte. In: Der Standard. Abgerufen am 30. Oktober 2025 (österreichisches Deutsch).