Emilia Dafni
Emilia Dafni (griechisch Αιμιλία Δάφνη, geboren als Emilia Kourteli, (Αιμιλία Κουρτέλη); * 1881 in Marseille; † 1941 in Athen) war eine griechische Schriftstellerin, Dichterin und Philologin.
Leben und Karriere
Emilia Dafni wurde in Marseille geboren, wo ihr aus Kefalonia stammender Vater Ioannis Kourtelis (1843–1897) die französischsprachige Zeitung Semaphore herausgab. Nach dem Umzug ihrer Familie nach Athen arbeitete er als Herausgeber der philologischen Zeitschrift Ilissos (Ιλισσός). In der griechischen Hauptstadt besuchte Emilia die Arsakeio-Mädchenschule, die sie mit Auszeichnung abschloss. Nach dem Studium der Philologie arbeitete sie dort als Lehrerin.[1]
1911 heiratete sie Thrasyvoulos Zoiopoulos (Θρασύβουλος Ζωϊόπουλος), der als Schriftsteller unter dem Namen Stefanos Dafnis veröffentlichte. Sie selbst wählte für ihre schriftstellerische Arbeit den Pseudonym Emilia Dafni. In ihrer Ehe unterstützte sie die Arbeit ihres Mannes, beeinflusste und inspirierte ihn, was seinem schriftstellerischen Wert nach Einschätzung von Michalis Parenthis zugutekam, ihrem eigenen aber schadete, da sie in seinem Schatten lebte.[1] Trotzdem galt sie als Pionierin der von Frauen verfassten griechischen Poesie ihrer Zeit.[2] Für ihre zweite Gedichtsammlung Die goldenen Pokale schrieb der bekannte griechische Schriftsteller Kostis Palamas das lobende Vorwort.[1]
Im Jahr 1927 fertigte der damals erfolgreiche griechische Maler Georgios Roilos ein Porträt von ihr an, das heute zur Sammlung der Athener Nationalgalerie zählt.[3]
Ihr Einakter Gloria Victis wurde vom Griechischen Verband der Theaterschriftsteller (Εταιρεία Ελλήνων Θεατρικών Συγγραφέων) mit einem Preis ausgezeichnet.[4]
1937 veröffentlichte sie ihren letzten Roman Die fremde Erde. Im Jahr 1941 starb sie in Athen. Posthum wurden mehrerer ihrer Gedichte vertont.[5] Ein Beispiel davon ist Drei junge Männer, drei Freunde (Τρεις νέοι, τρεις φίλοι), dessen Melodie 1967 von Giannis Spanos komponiert wurde.[2]
Veröffentlichungen (Auswahl)
- Χρυσάνθεμα (Chrysanthemen) (Poesie) 1902.
- Glorias Victis (Theaterstück) 1921.
- Τα χρυσά κύπελλα (Die goldenen Pokale) (Poesie) 1923.
- Το τάλαντο της Σμαρώς (Das Talent der Smaro) (Prosa) 1923.
- Η ξένη γη (Die fremde Erde) (Roman) 1937.
Einzelnachweise
- ↑ a b c Αιμιλία Κούρτελη (Αιμιλία Δάφνη)-Μια ποιήτρια Ληξουριώτικης καταγωγής και τα Θεοφάνεια. In: eKefalonia.gr. Abgerufen am 2. Oktober 2025 (amerikanisches Englisch).
- ↑ a b stixoi.info: Τρεις νέοι. Abgerufen am 2. Oktober 2025.
- ↑ Ροϊλός Γεώργιος. In: Εθνική Πινακοθήκη. Abgerufen am 2. Oktober 2025 (griechisch).
- ↑ Αιμιλία Δάφνη ΦΩΤΟΔΕΝΤΡΟ. Abgerufen am 2. Oktober 2025.
- ↑ Αιμιλία Δάφνη. Abgerufen am 2. Oktober 2025 (englisch).