Emil Kessler (Politiker)
Emil Kessler (* 1905; † 2001) war ein deutscher Jurist und Landrat.
Leben
Emil Kessler war promovierter Jurist. Ab dem 1. November 1930 war er Regierungsassessor im Bayerischen Staatsministerium des Innern (StMI), ab 1. April 1933 war er als Regierungsrat für das Bezirksamt Pirmasens tätig. Am 25. April 1934 erfolgte die Dienstentlassung wegen „nichtarischer“ Herkunft der Ehefrau. Er arbeitete in der Folge als Rechtsanwalt in München und wurde 1942 zur Wehrmacht eingezogen.
Vom 28. Juni 1946 bis 15. November 1950 war er Landrat des Landkreises Garmisch-Partenkirchen. Alois Hundhammer (CSU) holte ihn in das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus (StMUK). Zum 17. Oktober 1950 erfolgte die Ernennung zum Regierungsdirektor im StMUK, am 13. Mai 1952 wurde er Ministerialrat.[1] Im Januar 1962 wurde er zum Ministerialdirigenten ernannt. Er leitete während seiner langen Ministerialkarriere im Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus sowohl die Volksschul- als auch die Verwaltungsabteilung.[2] Von 1964 bis 1974 war Kessler zusätzlich Vorsitzender des Stiftungsrats des IfZ (Institut für Zeitgeschichte) in München.[3] Im Jahr 1974 trat er in den Ruhestand.
Einzelnachweise
- ↑ Protokolle des Bayerischen Ministerrats, 43. Sitzung, 18. Juli 1951, Seite 1.
- ↑ Felix Lieb: Tradition und Demokratie: Das bayerische Kultusministerium, seine Schulpolitik und die NS-Vergangenheit 1945–1975. Walter de Gruyter GmbH & Co KG, 2025, ISBN 978-3-11-165848-3 (google.de [abgerufen am 23. November 2025]).
- ↑ Frank Bajohr, Magnus Brechtken: Zeitzeugen, Zeitgenossen, Zeitgeschichte: Die frühe NS-Forschung am Institut für Zeitgeschichte. Wallstein Verlag, 2024, ISBN 978-3-8353-8671-6, S. 346 (google.de [abgerufen am 23. November 2025]).