Emidius von Ascoli

Der Hl. Emidius (auch: Emygdius, Emigdius, lateinisch: Emygdius Episcopus) von Ascoli (* um 250 n. Chr. vermutlich in Trier; † am 5. August 303 in Asculum Picenum) war der erste Bischof von Asculum Picenum, dem heutigen Ascoli Piceno.

Emidius wird in der katholischen Kirche als Märtyrer und Heiliger verehrt.

Leben

Emidius wurde gemäß Überlieferung in Trier geboren und entstammte einer vornehmen heidnischen Familie. Er erhielt eine Ausbildung in heidnischer Philosophie und Rhetorik und wurde aufgrund seiner aufrichtigen Suche nach Wahrheit zum Christentum bekehrt. Er war für seinen missionarischen Eifer bekannt. Er machte eine Missionsreise nach Italien und ließ sich in Ascoli Piceno nieder, wo er Kranke heilte, predigte und Heiden bekehrte. Wegen seines Eifers wurde er zum Bischof von Ascoli gewählt. Nach seiner Weihe zum Bischof widmete er sich der Evangelisierung der Heiden, organisierte die noch junge Kirche und ermutige die verfolgten Christen zur Glaubenstreue. Er sollte viele Heiden mit dem Wasser einer Quelle getauft haben, welche heute noch als Fonte di Sant'Emidio verehrt wird. Emidius fiel der Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian zum Opfer und wurde 303 enthauptet. Er soll nach seiner Enthauptung aufgestanden sein und seinen Kopf zu seiner Grabstätte außerhalb der Stadtmauern getragen haben.[1]

Verehrung und Ikonographie

Der Kult um Emidius hat seinen Ursprung in Ascoli. Dort erhielt er auch seinen Ruf als Schutzheiliger gegen Erdbeben.[1]

In der Ikonographie wird Emidius als Bischof mit Mitra und Bischofsstab dargestellt. Auf manchen Darstellungen hält er eine Stadtansicht von Ascoli Piceno als Zeichen seines Pratonats, oder seinen Kopf in den Händen. Diese Darstellungen werden teilweise verbunden mit Rissen oder Ruinen, welche Erdbeben darstellen.[1]

Sein Gedenktag ist der 5. August.[1]

Joachim Schäfer: Emygdius von Ascoli. In: Ökumenisches Heiligenlexikon. 18. Juni 2023, abgerufen am 22. Oktober 2025.

Einzelnachweise

  1. a b c d Sankt Emidius, Bischof und Märtyrer. In: Relics.es. 3. Oktober 2025, abgerufen am 20. Oktober 2025.