Philippinen-Freischwanzfledermaus
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Philippinen-Freischwanzfledermaus (Emballonura alecto) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Emballonura alecto | ||||||||||||
| Eydoux & Gervais, 1836 |
Die Philippinen-Freischwanzfledermaus (Emballonura alecto) ist ein in Südostasien verbreitetes Fledertier in der Familie der Glattnasen-Freischwänze. Das Typusexemplar wurde auf der philippinischen Insel Luzon gefunden.[1]
Taxonomie und Verbreitung
Gewöhnlich werden vier Unterarten unterschieden.[1][2]
- E. a. alecto, östliche Philippinen, Sulawesi und verschiedene Inseln der Molukken.
- E. a. anambensis, Anambasinseln und weitere kleine Inseln im Südchinesischen Meer.
- E. a. palawanensis, auf Palawan und zugehörigen Inseln.
- E. a. rivalis, auf Borneo.
Merkmale
Mit einer Kopf-Rumpf-Länge von 57 bis 63 mm, einer Schwanzlänge von 9 bis 11 mm und einem Gewicht von 5 bis 8 g hat die Art die typische Größe der Mitglieder der Gattung Emballonura. Die Unterarme sind 44 bis 49 mm lang, die Hinterfüße sind 6 bis 8 mm lang und die Ohren sind 13 bis 15 mm groß. Es kommt braunes Fell vor und die erste Hälfte des Schwanzes ist in die Schwanzflughaut eingebettet. Die zweite Hälfte liegt auf der restlichen Schwanzflughaut. Markant ist ein kleiner Tragus im Ohr, der einer Keule gleicht.[3] Zwischen dem ersten und zweiten Prämolar im Oberkiefer gibt es eine kleine Lücke (Diastema). Die Zahnformel lautet I 2/3, C 1/1, P 2/2, M 3/3, was 34 Zähne im Gebiss ergibt.[4]
Lebensweise
Diese Fledermaus lebt im Flach- und Hügelland bis 450 Meter Höhe. Sie hält sich in Wäldern auf, die teilweise verändert sein können, und besucht Ackerland. Am Tage wird in Höhlen, in verlassenen Bergwerksstollen, in Felsspalten und unter überhängenden Felsen geruht. Das Versteck liegt oft im Dämmerungsbereich der Höhlen, nicht zu weit vom Eingang.[2] Die Art wird zeitig in der Abenddämmerung aktiv. Im Versteck bilden sich Gruppen mit etwa 20 Mitgliedern, die nur Männchen oder beide Geschlechter enthalten. In der Höhle werden andere Fledermäuse wie die Malaiische Freischwanzfledermaus, die Rehbraune Rundblattnase (Hipposideros cervinus) oder die Kleine Melanesische Langflügelfledermaus (Miniopterus macrocneme) geduldet. Außer aufgefundenen trächtigen Weibchen im April und Juni ist nichts zur Fortpflanzung bekannt.[4]
Gefährdung
Waldrodungen und Störungen an den Ruheplätzen, z. B. durch Bergbau oder Einsammeln von Guano, stellen Bedrohungen dar. Das betrifft besonders Störungen während der Aufzucht der Nachkommen. Die Gesamtpopulation und die Verbreitung sind weiterhin groß. So wird die Philippinen-Freischwanzfledermaus von der IUCN als nicht gefährdet (least concern) gelistet.[2]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ a b Don E. Wilson, DeeAnn M. Reeder (Hrsg.): Mammal Species of the World. A taxonomic and geographic Reference. 3. Auflage. 2 Bände. Johns Hopkins University Press, Baltimore MD 2005, ISBN 0-8018-8221-4 (englisch, Emballonura alecto).
- ↑ a b c Emballonura alecto in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2021. Eingestellt von: Armstrong, K.N. & Wiantoro, S., 2019. Abgerufen am 4. November 2025.
- ↑ Philippine sheath-tailed bat. In: Synopsis of Philippine Mammals. The Field Museum, abgerufen am 4. November 2025 (englisch).
- ↑ a b Wilson, Lacher Jr. & Mittermeier (Hrsg.): Handbook of the Mammals of the World. 9 - Bats. Lynx Edicions, 2019, ISBN 978-84-16728-19-0, S. 359 (englisch, Emballonura alecto).