Else von Schlitz
Else (Elsa) Charlotte Nanny Helene[1] von Schlitz gen. von Görtz und Freiherr von Wrisberg (geborene Meyer, geb. 4. März 1882 in Kassel; gest. 27. November 1968 in Brunkensen, Alfeld (Leine)) war ein deutsches Opfer des Nationalsozialismus.
Leben
Herkunft
Else von Schlitz stammte aus einer jüdischen Familie. Ihr Vater Paul Meyer war Oberregierungsrat. Ihre Brüder waren der spätere Diplomat Richard Meyer und der spätere Rechtsgelehrte Alex Meyer.
Werdegang
Else von Schlitz besuchte die Höhere Töchterschule in Hannover. Später studierte sie Sprachen und Musik. Während des Ersten Weltkriegs verwaltete sie die Güter ihres Gatten (Brunkensen mit 145 ha und Brünnighausen mit 103 ha)[1], welcher im Krieg als Reserveoffizier kämpfte. Am 7. April 1944 wurde sie aufgrund der Judenverfolgung des NS-Staates in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Sie überlebte den Holocaust und wurde am 8. Mai 1945 in Theresienstadt befreit.[2]
Familie
Else Meyer heiratete am 29. Oktober 1910 in Berlin den Rittmeister und Gutsbesitzer Rudolf-Johann von Schlitz genannt von Görtz (1884–1933).[1] Das Paar hatte drei Kinder, u. a. der Designer Albrecht Graf von Goertz, welcher im September 1936 in die USA emigrierte. Die 1915 geborene Tochter Si(e)grid heiratete bürgerlich, der Erbe des Gutsbesitzes[3] und älteste Sohn Eberhard Graf Schlitz genannt von Görtz (1911–1951) war 1945/46 Landrat des Landkreises Alfeld.
Literatur
- Axel Feuss: Das Theresienstadt-Konvolut. [Anläßlich der Ausstellung "Das Theresienstadt-Konvolut", 15. Februar - 21. April 2002 im Heine-Haus-Altona], Dölling und Galitz Verlag, Hamburg 2002, ISBN 3-935549-22-9, S. 65.
Einzelnachweise
- ↑ a b c Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der Deutschen Adelsgenossenschaft. (D.A.G.) Teil A (Uradel). 1942. Jahrgang 115, Justus Perthes, Gotha 1941, S. 475.
- ↑ Ghetto Theresienstadt: Schlitz, Else Gräfin von.
- ↑ Hans Friedrich von Ehrenkrook, Elsa von Bethmann, Friedrich Wilhelm Euler, Wilhelm von Salpius, Hans-Jürgen von Witzendorff: Genealogisches Handbuch der Gräflichen Häuser. A (Uradel). 1952. Band I, Band 2 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke, Glücksburg (Ostsee) 1952, ISSN 0435-2408, S. 353–355.