Elsa Bernewitz

Elsa Christel Bernewitz (* Mai 1880 in Muischazeem, Lettland; † 28. Januar 1962 in Seeshaupt, Oberbayern) war eine baltische Schriftstellerin.

Biographie

Elsa Bernewitz war Mitglied des Adelsgeschlechts Bernewitz. Sie wurde im Jahr 1880 als Tochter des späteren (seit 1885) Oberpastors an der St. Johannis Kirche in Riga, Ernst Bernewitz (* Dezember 1849 in Kandau; † Februar 1918 in Riga) und dessen Ehefrau Marie, Tochter des Lehrers in Dorpat Eduard Schneider, geboren.[1][2][3]

Sie ging in Riga, wohin ihr Vater berufen worden war,[4] zur Schule und arbeitete danach zeitweise selbst als Lehrerin. In Berlin, Jena und München studierte sie als freie Hörerin Literaturgeschichte. Während des Ersten Weltkrieges arbeitete sie für den Ausschuss für deutsche Ostpolitik in Berlin und kehrte im Jahr 1917 nach Riga zu ihren Eltern zurück. Nach dem Tod ihrer Eltern im Jahr 1918 ging sie nach Deutschland und arbeitete von 1919 bis 1944 als Verlagsgehilfin beim J. F. Lehmanns Verlag in München.[3][5]

Seit dem Jahr 1950 widmete sie sie hauptsächlich ihrer Tätigkeit als freie Schriftstellerin und zog nach Simbach bei Landau.[4]

Sie starb Anfang des Jahres 1962 in Simbach und wurde am Dorffriedhof in Seeshaupt am Starnberger See begraben.[4]

Werke

  • Die Entrückten. Vier Geschichten vom Tode. Albert Langen (Verlag), München 1927. Neuauflage: Die Entrückten. Drei Erzählungen aus dem Baltikum. (= Die kleine Bücherei. 63.) Albert Langen, München 1936.
  • Das Zeitalter. Erzählungen. Stahlberg Verlag, Karlsruhe 1947.
  • Dorothea. Roman. Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart 1937.
  • Wetter überm Gottesländchen. Ein kurländischer Roman. Deutsche Verlagsanstalt, Berlin und Stuttgart 1939.
  • Die Berufung. Eine Legende. Eugen Salzer-Verlag, 1948.
  • Das Mädchen Adelheid. August Bagel Verlag, 1942.
  • Die kleine Zauberin. Geschichte eines lettischen Mädchens. Eugen Salzer-Verlag, 1957.
  • Anne Dora Hagen. Das kleine Haus am See. Roman für die Jugend. Eugen Salzer-Verlag, 1952
  • Anne Dora Hagen. Weggenossen. Roman für die Jugend. Eugen Salzer-Verlag, 1953
  • Anne Dora Hagen. Mancherlei Gefährten. Eugen Salzer-Verlag 1953.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Baltische Ahnen- und Stammtafeln 22, S. 18
  2. Bernewitz, Elsa in: Deutschbaltisches Biographisches Lexikon.
  3. a b Bernewitz, Elsa – Kulturstiftung. Abgerufen am 16. September 2025.
  4. a b c Elsa, Bernewitz in: Margarete Anders: Balten in Bayern und Bayern im Baltikum. W. Ludwig Verlag, Pfaffenhofen 1988. S. 23–24
  5. Bernewitz, Elsa in: Lexikon der deutschsprachigen Literatur des Baltikums und St. Petersburgs, Band 1 (A–G). de Gruyter, Berlin 2007. S. 222–223.