Elmira Gusseinowna Glubokowskaja

Elmira Gusseinowna Glubokowskaja (russisch Эльмира Гусейновна Глубоковская; * 20. April 1957 in Buinaksk, Dagestanische ASSR) ist eine sowjetische bzw. russische Medizinerin und Politikerin awarischer Nationalität.[1][2]

Leben

Glubokowskaja studierte in Machatschkala am Dagestanischen Staatlichen Medizinischen Institut in der Fakultät für Heilverfahren mit Abschluss 1980.[2] Anschließend absolvierte sie in Moskau die Aspirantur am Zentralen Forschungsinstitut für Epidemiologie und Infektionskrankheiten des Gesundheitsministeriums der UdSSR mit Abschluss 1983. Darauf lehrte sie am Dagestanischen Medizinischen Institut als Assistentin des Lehrstuhls für Infektionskrankheiten und Epidemiologie.[1]

Von 1990 bis 1995 war Glupokowskaja wieder im Forschungsinstitut für Epidemiologie und Infektionskrankheiten nun als Doktor-Aspirantin und wissenschaftliche Senior-Mitarbeiterin.[1] Sie wurde zur Doktorin der medizinischen Wissenschaften promoviert.[2]

Glubokowskaja wurde 1996 Verwaltungsberaterin für Angelegenheiten des staatlichen Komitees für Krankenpflege- und Epidemiologie-Überwachung der Russischen Föderation (RF). Ab 1997 war sie stellvertretende Leiterin des Sekretariats des Leiters des Regierungsapparats der RF.[1]

Daneben war Glubokowskaja gesellschaftlich aktiv. Von der Russischen Wohltätigkeitsorganisationsgesellschaft der Frauen Zukunft ohne AIDS wurde sie 1995 zu deren Präsidentin gewählt.[1][2] Von 1997 bis 1999 war sie Kovorsitzende des Allrussischen Verbands der Vereinigungen Bewegung der Frauen für Gesundheit der Nationen. Darauf wurde sie Geschäftsführungsmitglied des Verbands der Frauen Russlands. Von 2000 bis 2002 war sie Mitglied der Revisionskommission und stellvertretende Vorsitzende des Komitees für Frauenangelegenheiten der Gesellschaftlichen Kammer der Russisch-Belarussischen Union. Seit 2002 ist sie Mitglied des Generalrats der Weltorganisation der Familien. Als Mitglied der Gesellschaftlichen Kammer der RF war sie Kommissionsmitglied der Gesellschaftlichen Kammer für Fragen des Gesundheitsschutzes.[1]

Bei der Duma-Wahl 2003 (Duma IV) war Glubokowskaja Kandidatin des Blocks der Partei der Wiedergeburt Russlands und der Russischen Partei des Lebens. Als Kandidatin der Partei Gerechtes Russland wurde sie 2007 in die Duma gewählt (Duma V), wo sie stellvertretende Vorsitzende des Komitees für Gesundheitsschutz war.[2] Wiedergewählt wurde sie 2011 als Kandidatin der Region Primorje der Partei Einiges Russland (Duma VI) und war nun Mitglied des Duma-Komitees für natürliche Ressourcen, deren Nutzung und Wirtschaft und Vorsitzende des Unterkomitees für hydrobiologische Ressourcen.[1][3]

Nach der Annexion der Krim 2014 steht Glubokowskaja wegen diesbezüglicher Duma-Beschlüsse seit 2018 auf der Sanktionsliste der Ukraine.[4]

Die Einkommens- und Vermögensverhältnisse Glubokowskajas sind entsprechend den russischen Antikorruptionsvorschriften registriert und einsehbar.[5]

Glubokowskaja ist mit dem Meeresbiologen und Politiker Michail Glubokowski verheiratet. Ihre Tochter Rosa Tschemeris (* 1978) wurde 2021 Abgeordnete der Duma VIII.[1]

Ehrungen, Preise

Einzelnachweise

  1. a b c d e f g h Медиахолдинг «Фишньюс»: Глубоковская Эльмира Гусейновна (abgerufen am 15. Dezember 2025).
  2. a b c d e PrimaMedia: Эльмира Глубоковская: Мне обидно за нашу медицину (abgerufen am 17. Dezember 2025).
  3. Einiges Russland: Глубоковская Эльмира Гусейновна (abgerufen am 17. Dezember 2025).
  4. Open Sanctions: Elmira Glubokovskaya (abgerufen am 16. Dezember 2025).
  5. Deklarator: Глубоковская Эльмира Гусейновна(abgerufen am 16. Dezember 2025).
  6. Распоряжение Правительства Российской Федерации от 30.01.2016 г. № 110-р (abgerufen am 16. Dezember 2025).