Elisabeth of Bohemia Prize

Der Elisabeth of Bohemia Prize (Elisabeth-von-Böhmen-Preis) ist ein Preis, der vergeben wird, um die Leistungen von Philosophinnen in der Geschichte der Philosophie zu würdigen. Gestiftet wurde der Preis von Ulrike Detmers, Professorin für Wirtschaft an der Fachhochschule Bielefeld. Der international ausgelobte Preis ist mit 3000 € dotiert.[1] Er wird jedes Jahr in Kooperation mit dem Center for the History of Women Philosophers and Scientists unter der Leitung von Ruth Hagengruber vergeben.[2] Namensgeberin ist Elisabeth von Böhmen, auch bekannt als Elisabeth von der Pfalz.

Preisstifterin Ulrike Detmers

Ulrike Detmers, Vizepräsidentin a. D. des DAB lobte von 2001 bis 2022 den Preis Managerin des Jahres aus. Ihr Ziel ist es, die Gleichstellung in Wirtschaft und Gesellschaft zu fördern. Ulrike Detmers wurde mit zahlreichen Preisen geehrt, als erste Frau erhielt sie 2018 von der Lebensmittel-Zeitung den „Goldenen Zuckerhut“; sie ist Trägerin des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, Preisträgerin des Bürgerinnenpreises „Liberta 2008“, Preisträgerin des „German Women Entrepreneurs Award“, der 2007 durch den 17. Weltfrauengipfel verliehen wurde und Mitglied des CEO.[3]

Preisverleihungen

2018

Erste Preisträgerin des Elisabeth of Bohemia Prize war Lisa Shapiro (Simon Fraser University, Kanada) im Jahr 2018. Der Preis wurde ihr während der Konferenz Elisabeth of Bohemia – Life and Legacy zum 400. Jubiläum von Elisabeth von Böhmen für ihre kommentierte englische Ausgabe des Briefwechsels zwischen René Descartes und Elisabeth von Böhmen überreicht.[4][3]

Award Committee 2018: Ulrike Detmers (Fachhochschule Bielefeld), Ruth E. Hagengruber (Universität Paderborn), Sarah Hutton (University of York), Dominik Perler (Humboldt-Universität Berlin)

2019

Der Elisabeth of Bohemia Prize 2019 wurde während der Libori Summer School 2019 in Paderborn verliehen. Preisträgerin ist Mary Ellen Waithe (Cleveland State University, USA), „für ihr herausragendes Werk zur Erschließung der Geschichte der Philosophinnen“ A History of Women Philosophers.[3] Mary Ellen Waithe ist außerdem Herausgeberin der Encyclopedia of Concise Concepts by Women Philosophers und der Springer-Buchreihe Women in the History of Philosophy and Science.

Award Committee 2019: Ulrike Detmers (Fachhochschule Bielefeld), Ruth E. Hagengruber (Universität Paderborn), Sarah Hutton (University of York), Sabrina Ebbersmeyer (Universität Kopenhagen), Herta Nagl-Docekal (Universität Wien)

2021

Die Preisvergabe 2020 war durch die COVID-19-Pandemie auf das Jahr 2021 verzögert worden. Der Elisabeth of Bohemia Prize wurde 2021 während des XXVIII. Weltkongresses der International Association of Women Philosophers (IAPh) verliehen. Ausgezeichnet wurde Mitieli Seixas da Silva (Federal University of Santa Maria, Brasilien) für ihre Arbeit zur Geschichte der Philosophinnen und zur Rezeption von Émilie Du Châtelet.[3]

Award Committee 2021: Ulrike Detmers (Fachhochschule Bielefeld), Ruth E. Hagengruber (Universität Paderborn), Mary Ellen Waithe (Cleveland State University), Gianenrico Paganini (Universität Ostpiemont).

2022

Der Elisabeth of Bohemia Prize 2022 wurde am 28. September 2022 an Sarah Hutton (University of York, UK) verliehen. Sie wurde für ihre herausragenden Beiträge zur Erforschung frühneuzeitlicher Philosophinnen, insbesondere Anne Conway, Margaret Cavendish, Mary Astell und Émilie Du Châtelet, geehrt.[5]

Award Committee 2022: Ulrike Detmers (Fachhochschule Bielefeld), Ruth E. Hagengruber (Universität Paderborn), Mary Ellen Waithe (Cleveland State University), Gianni Paganini (Universität Ostpiemont), Michael Beaney (University of Oxford)

2023

Der Elisabeth of Bohemia Prize 2023 ging an Laura Aurora Benítez Grobet (Universidad Nacional Autónoma de México – UNAM). Sie wurde für ihre Rekonstruktion der philosophischen Ideen von Sor Juana Inés de la Cruz ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand am 16. August 2023 online via ZOOM statt.[3]

Award Committee 2023: Ulrike Detmers (Fachhochschule Bielefeld), Ruth E. Hagengruber (Universität Paderborn)

2024

Der Elisabeth of Bohemia Prize 2024 wurde im Rahmen des XXV. World Congress of Philosophy (FISP) in Rom verliehen. Preisträgerin ist Marie Pauline Eboh, emeritierte Professorin der Philosophie an der Rivers State University, Nigeria. Sie wurde für ihre Arbeiten zur afrikanischen Philosophie, Geschlechtertheorie und die Entwicklung des „Gynismus“ ausgezeichnet.[3]

Der Lifetime Achievement Prize ging an Concha Roldán Panadero, Forschungsprofessorin am CSIC Madrid, für ihr Lebenswerk zur Geschichte der Frauen in der Philosophie.

Award Committee 2024: Ulrike Detmers (Fachhochschule Bielefeld), Ruth E. Hagengruber (Universität Paderborn)

2025

Der Elisabeth of Bohemia Prize 2025 wurde während des XX. Symposiums der International Association of Women Philosophers (IAPh) an der Universität Tokio verliehen. Preisträgerin ist Keiko Kawashima, emeritierte Professorin am Nagoya Institute of Technology (Japan), ausgezeichnet für ihre herausragende Forschung zur Verbindung von Geschlechterfragen und Wissenschaftsgeschichte, insbesondere zu Wissenschaftlerinnen der Aufklärung.[3]

Award Committee 2024: Ulrike Detmers (Fachhochschule Bielefeld), Ruth E. Hagengruber (Universität Paderborn), Yuko Murakami (Rikkyo University, Japan)

Einzelnachweise

  1. https://www.ulrike-detmers.de/
  2. Erster Preis zu Ehren einer Philosophin: Prof. Dr. Ulrike Detmers stiftet Philosophinnen-Preis zum 400. Geburtstag von Elisabeth von Böhmen Herford an das Center for the History of Women Philosophers and Scientists der Universität Paderborn. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 4. September 2021; abgerufen am 28. Januar 2019 (englisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.uni-paderborn.de
  3. a b c d e f g Elisabeth of Bohemia Prize - History of Women Philosophers and Scientists. Abgerufen am 9. August 2019.
  4. Eine außergewöhnliche Frau. Westfalen-Blatt, 22. Mai 2018
  5. Elisabeth of Bohemia Prize 2022. Abgerufen am 29. September 2022.