Elisabeth Pawelke

Elisabeth Pawelke (* 1982 in Gräfelfing bei München) ist eine deutsche Sängerin, promovierte Musikpädagogin (Instrumental- und Gesangspädagogik) sowie Stimm- und Sprachtherapeutin.

Biografie

Elisabeth Pawelke studierte Gesang und historische Harfe an der Schola Cantorum Basiliensis, der Hochschule für Alte Musik in Basel, sowie an der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen und erhielt im Jahr 2014 den Master of Music in Early Music. An der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Universität Basel erfolgte ein Studium der Musikpädagogik, Musikwissenschaft und Germanistischen Mediävistik, wofür sie ein Stipendium bekam und das sie mit dem Magister Artium im Jahr 2013 abschloss. Zudem absolvierte sie 2017 an der Ludwig-Maximilians-Universität München ein Studium zur akademischen Stimm- und Sprachtherapeutin.[1] Seit dem Jahr 2019 hatte sie an dieser Universität Lehraufträge für Stimmberatung, Stimmtraining und Sprecherziehung im Studiengang Sprachtherapie inne und einen Lehrauftrag für Vokalunterricht in der Musikpädagogik. Außerdem war sie als Gesangslehrerin an Musikschulen in und um München tätig sowie als fachliche Leitung in einer stimmtherapeutischen Praxis in München. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin in Musikpädagogik an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Am Leopold Mozart College of Music (Instrumental- und Gesangspädagogik) in Augsburg wurde sie zum Dr. phil. promoviert. Ihre Doktorarbeit wurde 2025 in den Internationalen Hochschulschriften“, der Reihe für Habilitationen und Prädikatsdissertationen des Waxmann Verlages, veröffentlicht.

Neben einer internationalen Konzerttätigkeit (z. B. in Italien, Spanien, Ungarn, England, Schweden, Belgien, Niederlande, Luxemburg) mit verschiedenen Ensembles, wie Almara, VocaMe, RicciCapricci, Estampie, Egeria, Qntal und Faun, wurde ihre Musik unter anderem bei den Labels Naxos, Christophorus, Coviello Classics und We love music/Universal Music publiziert. Als musikwissenschaftliche Beraterin zur musikalischen Konzeption des Museums auf der Cadolzburg war sie im Auftrag der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen tätig und nahm Stücke aus dem Liederbuch des Hartmann Schedel[2] mit dem Ensemble Almara auf, das sie während ihres Studiums an der Schola Cantorum Basiliensis gegründet hatte.[3] Daraufhin entstand das Album Carmina Predulcia“, das Ende 2020 bei dem Label Naxos veröffentlicht wurde.[4] Elisabeth Pawelke tritt auch bei Solokonzerten auf, in denen sie ihren Gesang auf historischen Harfen begleitet. Regelmäßig gibt sie Kurse und Vorträge zu Gesang und Stimmkunde, historischer Harfe, dem Ensemblespiel Alter Musik sowie zu mittelalterlicher Musiktheorie, unter anderem in England und den Niederlanden.

Sie ist verheiratet und hat eine Tochter.[5]

Publikationen

  • Funktionsorientierung in der Didaktik und Methodik des Vokalunterrichts. Eine empirische Studie mit Gesangslehrkräften an bayerischen Musikschulen (2025). Internationale Hochschulschriften Band 718, Münster: Waxmann.
  • Fortbildungsbericht zur Veranstaltung „Schöne Stimme – schöner Kehlkopf?“ (2020). In: BDG Intern der Vox Humana – Fachzeitschrift für Gesangspädagogik 16.1, Potsdam: BDG e. V., S. 11.
  • Eicher, I.; Pawelke, E.: Dahi, S.; Riedl, C.: Stimme als Mittel der Didaktik (2019). In: Sprachförderung und Sprachtherapie in Schule und Praxis 04/2019, Dortmund 2019: Modernes Lernen, S. 195–201.
  • Effekte des Chorsingens auf die stimmliche Gesundheit (2018). In: Vox Humana – Fachzeitschrift für Gesangspädagogik 14.1, Potsdam: BDG e. V., S. 8–9.

Konferenzen

  • Research in Music Education (RiME) (2025): Functional orientation in didactics and methodology in voice pedagogy at music schools. Vortrag.
  • Harfensymposion Göttingen (2023): Die Harfe in den Tristan-Handschriften. Vortrag.
  • Medieval and Renaissance Music Conference (MedRen) in der Bayerischen Akademie der Wissenschaften München (2023): Hartmann Schedel's songbook (BSB Cgm 810) and its significance for the transmission of early modern German-language repertoire. Posterpräsentation.
  • Pan-European Voice Conference (PEVoC) in der Estnischen Musik- und Theaterakademie Tallinn (2022): Functional orientation in methodology and didactics in voice pedagogy at music schools. Vortrag.
  • Chormesse Hannover Chor.com (2019): Stimmgesundheit und Stimmhygiene beim Chorsingen. Vortrag und Workshop.
  • European congress for voice teachers – Eurovox, YPP im Königlichen Konservatorium für Musik Den Haag (2018): Effects of choir singing on vocal health. Vortrag.
  • Symposium Art in Motion 2018 – Training for creative excellence in der Hochschule für Musik und Theater München (2018): Effects of choir singing on vocal health. Posterpräsentation.
  • Internationale Stuttgarter Stimmtage in der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart (2016): In armonia favellareStimmideal und Vokalpraxis des stile nuovo. Vortrag.

Diskografie

  • The muses’ fellows: So frewe dich! Musik aus der Selle-Handschrift der Kirchenbibliothek Salzwedel (2021; Coviello Classics)
  • Almara: Carmina Praedulcia. Music from the Schedel Songbook (15th century) (2020; Naxos), mit dem Sprecher Christian Jungwirth (BR)
  • RicciCapricci: Perla mya cara (2011)
  • VocaMe: Kassia. Byzantine hymns of the first female composer (2009; Christophorus)
  • Almara: Outros amores (2009; Banshee/Naxos)

Mit Faun

  • XV – Best of (2018; We love music/Universal music) (ODC Platz 12)
  • Faun & the Pagan Folk Festival – Live (2008; Banshee)
  • Ornament (DVD) (2007; Curzweyhl/Rough Trade)
  • Totem (2007; Curzweyhl/Rough Trade) (ODC Platz 78)
  • Renaissance (2005; Curzweyhl/Rough Trade)
  • Lichtbilder (DVD) (2004; Curzweyhl/Rough Trade)
  • Licht (2003; Curzweyhl/Rough Trade)
  • Zaubersprüche (2001; Curzweyhl/Rough Trade)

Als Gastmusikerin

  • Homebound: Adroneline (2016; Bird Creek Records)
  • ASP: Zaubererbruder (2008; Trisol Music Group) (ODC Platz 13)
  • Omnia: Live Religion (2004; MIEZ)

Sampler (Auswahl)

  • Medieval Spirits 3 (2010; Golden Core)
  • Mittelalter-Facetten (2009; Zillo)
  • Die Nibelungen. Das Album zum Film in Sat1 (2004; Media Spirit/Edel)
  • Palästinalied Projekt (2002; Curzweyhl)

Einzelnachweise

  1. Biografie. Abgerufen am 15. November 2025.
  2. Interview mit Dr. Sebastian Karnatz in Burgen, Klöster, Residenzen (2017), Cadolzburg: Ars Vivendi, S. 74–75.
  3. Interview mit Claus Fischer/MDR
  4. Almara bei NAXOS
  5. Interview mit Peter de Custer für das internationale Women Empowerment-Projekt „The Heroine's Journey“