Elisabeth Märker-Hermann

Elisabeth Märker-Hermann (* 1958 in Bad Kreuznach) ist eine deutsche Internistin, Rheumatologin und Nephrologin. Mit ihrem umfangreichen ehrenamtlichen Engagement für ihre Fachgebiete wurde sie zum Vorbild für junge Ärzte und Ärztinnen.[1][2]

Leben

Elisabeth Märker-Hermann studierte von 1976 bis 1983 Medizin an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, an der sie 1984 promoviert wurde. Sie erhielt ihre Facharztausbildung in Innerer Medizin in Basel und Mainz. 1993 habilitierte sie sich mit einer Arbeit über Immunpathogenese der reaktiven Arthritis und der Spondyloarthritiden. Sie war von 1993 bis 2002 Oberärztin an der 1. Medizinischen Klinik und Poliklinik der Universität Mainz, bevor sie 2002 Chefärztin der Klinik Innere Medizin IV (Rheumatologie, klinische Immunologie, Nephrologie) der HSK-Dr.-Horst-Schmidt-Kliniken Wiesbaden wurde, die zu den Helios-Kliniken gehört. Sie leitete dort auch das Vaskulitis-Zentrum. 2005 wurde sie zusätzlich Direktorin der HSK Klinik Schlangenbad. Zum Jahresende 2023 ging sie in den Ruhestand und ist seit Januar 2024 in der Privatambulanz für Innere Medizin, Rheumatologie und Immunologie der DKD-Helios-Kliniken Wiesbaden tätig.[1]

Märker-Hermann ist außerplanmäßige Professorin an der Universität Mainz.[3]

Märker-Hermann war von 2005 bis 2006 Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh)[4] und wurde 2013 als erste Frau Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM).[5][6] Von 2022 bis 2024 war sie Vorsitzende des Stiftungsrats des Deutschen Rheuma-Forschungszentrums (DRFZ) in Berlin, dem sie bereits seit 2012 als stellvertretende Vorsitzende angehörte.[7] Sie ist Vorsitzende des Kuratoriums der Deutschen Rheumastiftung[8] und Mitglied des Sachverständigenbeirats Versorgungsmedizinische Begutachtung beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales.[9]

Ehrungen (Auswahl)

Märker-Hermann erhielt 1993 den Forschungspreis der Deutschen Vereinigung Morbus Bechterew, 1995 den Robert-Koch-Förderpreis der Robert-Koch-Stiftung und 2011 die Dr. Franziskus-Blondel-Medaille der Stadt Aachen.[1] 2022 wurde sie als erste Frau mit der Leopold-Lichtwitz-Medaille der DGIM ausgezeichnet; 2024 erhielt sie die Ehrenmitgliedschaft der Gesellschaft.[5] 2025 verlieh ihr die Landeshauptstadt Wiesbaden die Carol-Nachman-Medaille für Rheumatologie. Darüber hinaus ist sie Ehrenvorsitzende des Carol-Nachman-Kuratoriums.[1][10]

Einzelnachweise

  1. a b c d Helios: Prof. Dr. Märker-Hermann: Verabschiedung einer Rheumatologin und Internistin von internationalem Rang. In: https://www.helios-gesundheit.de. Helios, 22. Februar 2024, abgerufen am 22. September 2025.
  2. Eva Richter-Kuhlmann: Elisabeth Märker-Hermann: Vorbild insbesondere für Internistinnen. In: https://www.aerzteblatt.de. Deutsches Ärzteblatt, 2022, abgerufen am 22. September 2025.
  3. Kürschner Deutscher Gelehrtenkalender 2009
  4. DGRh: Präsidenten der DGRh. In: https://dgrh.de. DGRh, 22. September 2025, abgerufen am 22. September 2025.
  5. a b DGIM: DGIM Ehrenmitglied 2024. In: https://222.dgim.de. DGIM, 2024, abgerufen am 22. September 2025.
  6. Vera Zylka-Menhorn, Nicola Siegmund-Schultze: Interview mit Prof. Dr. med. Elisabeth Märker-Hermann, Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin. In: https://www.aerzteblatt.de. Deutsches Ärzteblatt, 2013, abgerufen am 22. September 2025.
  7. DRFZ: Thomas Krieg ist neuer Präsident des Stiftungsrates. In: https://www.drfz.de. DRFZ, 25. Februar 2025, abgerufen am 22. September 2025.
  8. Deutsche Rheumastiftung: Kuratorium. In: https://deutsche-rheumastiftung.de. Deutsche Rheumastiftung, 2025, abgerufen am 22. September 2025.
  9. BMAS: Mitglieder des Sachverständigenbeirats Versorgungsmedizinische Begutachtung beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS). In: https://www.bmas.de. BMAS, 11. November 2024, abgerufen am 22. September 2025.
  10. Stadt Wiesbaden: Kuratorium Carol-Nachman-Preis. In: https://www.wiesbaden.de. Stadt Wiesbaden, abgerufen am 22. September 2025.