Elfriede Jahreiß
Elfriede Jahreiß (* 29. April 1907 in Dresden; † 6. September 1981 ebenda) war eine deutsche Holz-Kunsthandwerkerin im Erzgebirge.
Leben und Werk
Elfriede Jahreiß absolvierte in Dresden an der Staatlichen Akademie für Kunstgewerbe eine pädagogische Ausbildung mit dem Abschluss als Fachlehrerin für Zeichnen und arbeitete dann als Lehrerin an der Höheren Mädchenschule zu Dresden-Blasewitz. Daneben machte sie an der Akademie ein Abendstudium für Schriftzeichnen.
Nach dem Bombenangriff auf Dresden vom Februar 1945 zog sie nach Seiffen. Dort betätigte sie sich als Holzschnitzerin und stellte typische erzgebirgische Volkskunstarbeiten her. Ab den späten 1940er Jahren arbeitete sie dabei mit Max Schanz zusammen. U. a. fertigte sie Figuren nach dessen Entwürfen.[1]
1955 erwarb Elfriede Jahreiß als zweite Frau in der Geschichte Seiffens den Meistertitel als Holzbildhauerin und gründete die „Werkstatt für erzgebirgische Volkskunst“. 1967 wurde sie als Kunstschaffender im Handwerk anerkannt. Sie bemühte sich „in hervorragender Weise […] um die Erhaltung der typisch Seiffener Figurendrechselei.“[2] Sie beteiligte sich an der 1964 gegründeten „Traditions- und Entwicklungsgruppe Seiffener Volkskunst“. 1976 gab sie ihre Werkstatt auf und zog zurück nach Dresden.
Museen und öffentliche Sammlungen mit Werken Elfriede Jahreiß‘ (unvollständig)
- Berlin: Museum Europäischer Kulturen[3]
- Dresden: Museum für Sächsische Volkskunst[4]
Literatur
- Mathias Zahn: Elfriede Jahreiß. In: Sabine Rommel, Mathias Zahn (Hrsg.): Max Schanz. Spielzeug Gestalten im Erzgebirge. Arnoldsche Verlagsanstalt, Stuttgart 2020, ISBN 978-3-89790-617-4, S. 188/189.
Einzelnachweise
- ↑ Stabpyramide mit Krippenfiguren :: Museum Europäischer Kulturen :: museum-digital:staatliche museen zu berlin
- ↑ Staatliches Museum für Völkerkunde Dresden: Abhandlungen und Berichte. 1968, S. 182
- ↑ Elfriede Jahreiß (1907-1981) :: museum-digital:staatliche museen zu berlin
- ↑ SKD | Online Collection. Abgerufen am 16. Januar 2026.