Elena Pinderhughes
Elena Ayodele Pinderhughes (* 1995 in Berkeley) ist eine amerikanische Jazzmusikerin (Flöte, auch Gesang, Komposition).
Leben und Wirken
Pinderhughes stammt aus einer musikalischen Familie und wuchs in Kalifornien auf; der Musiker Samora Pinderhughes ist ihr älterer Bruder. Sie begann im Alter von etwa sieben Jahren zu musizieren und erhielt Flöten- und Gesangsunterricht. Mit neun Jahren trat sie mit professionellen Musikern auf und veröffentlichte mit elf Jahren gemeinsam mit ihrem Bruder ihr erstes Album Catch 22. Ungefähr in diesem Alter trat sie auch in der HBO-Serie „The Music in Me“ auf. 2013 wurde sie ausgewählt, um bei der Grammy-Verleihung in der Grammy Jazz High School Combo zu spielen.[1]
Pinderhughes studierte an der Manhattan School of Music bei Linda Chesis und Gretchen Parlato.[2] Bereits zu dieser Zeit spielte sie mit Künstlern wie Ambrose Akinmusire (The Imagined Savior Is Far Easier to Paint), Xian aTunde Adjuah, Christian McBride, Hubert Laws, Carlos Santana, Josh Groban, Esperanza Spalding, Herbie Hancock und Vijay Iyer.[1] Für die Kritik war sie damals „die aufregendste Jazzflötistin seit langem“.[3] Außerdem unterstützte sie ihren Bruder Samora bei der Konzeption seines Albums The Transformations Suite.
Im Oktober 2016 trat Pinderhughes in Commons Tiny Desk Concert im Weißen Haus neben Robert Glasper, Bilal, Karriem Riggins, Derrick Hodge und Keyon Harrold auf.[4] Sie arbeitete weiterhin mit aTunde Adjuah (Ancestral Recall, Axiom) und Common sowie mit Terri Lyne Carrington (New Standards. Vol. 1), Ray Obiedo, Taylor McFerrin, Kandace Springs, Billy Childs, Terrace Martin, Immanuel Wilkins, Yvonne Flores, Ben Wendel, Milton Nascimento/Esperanza Spalding, Gerald Clayton und Kurt Elling/Charlie Hunter. 2022 veröffentlichte sie ihre Single Get Away.[5] 2023 trat Pinderhughes im Duo mit Lionel Loueke sowie gemeinsam mit Hancock und Loueke beim Monterey Jazz Festival auf.[6]
Das Flötenspiel von Pinderhughes gilt als erstaunlich vielseitig und tiefgründig; sie beschränkt sich nicht auf ein einziges Genre, wie ihre Aufnahmen zeigen, und wird als eine der einzigartigsten und aufregendsten Flötenstimmen der Gegenwart gewertet.[1] Im Kritikerpoll des Down Beat erreichte sie 2025 Rang 5 bei den Jazzflötisten;[7] bereits 2016 war sie in dieser jährlichen Umfrage auf dem Rang 1 bei der Kategorie „Rising Star“ (Flöte).
Diskographische Hinweise
- Christian Scott aTunde Adjuah Introducing Elena Pinderhughes: Stretch Music (Ropeadope 2015)
- Laura Karpman, Elena Pinderhughes, Patrice Rushen: American Fiction (Original Motion Picture Soundtrack) (MRC II Distribution Company L.P. 2023)
Weblinks
- Webpräsenz
- Interview (2016)
- Pendarvis Harshaw, Marisol Medina-Cadena: Liner Notes: Flutist and Vocalist Elena Pinderhughes is Limitless. In: KQED. 7. Juli 2023 (englisch).
- Elena Pinderhughes bei Discogs
Einzelnachweise
- ↑ a b c Elena Pinderhughes. In: jazzempowers.org. Abgerufen am 8. Oktober 2025 (englisch).
- ↑ Thirsty: Manhattan School of Music’s Elena Pinderhughes. In: Stay Thirsty. 2014, abgerufen am 8. Oktober 2025 (englisch).
- ↑ John Fordham: Christian Scott review – African-American roots, vividly contemporary. In: The Guardian. 31. Juli 2014, abgerufen am 8. Oktober 2025 (englisch).
- ↑ Bob Boilen: Tiny Desk Performance With Common At The White House. In: National Public Radio. 4. Oktober 2016, abgerufen am 8. Oktober 2025 (englisch).
- ↑ Elena Pinderhughes Get Away. In: Apple Music. 2022, abgerufen am 8. Oktober 2025 (englisch).
- ↑ Andrew Gilbert: 5 can’t-miss acts at Monterey Jazz Festival 2023. In: San Francisco Arts Chronicle. 20. September 2023, abgerufen am 8. Oktober 2025 (englisch).
- ↑ 73rd Critics Poll. In: Down Beat. August 2025, S. 49 ff. (downbeat.com [PDF]).