Eisenschmelze (Elmstein)

Eisenschmelze

Standort mit Schmelzweiher 2024

Lage und Geschichte
Koordinaten 49° 21′ 31″ N, 7° 55′ 30″ O

Standort Elmstein
Gewässer Großer Legelbach
Erbaut um 1780
Stillgelegt um 1855
Zustand abgegangen
Technik
Nutzung Eisenwerk, später Sägemühle

Die Eisenschmelze war ein Eisenwerk und später eine Sägemühle, die mittlerweile abgegangen ist.

Lage

Das Werk befand sich am Großen Legelbach, der etwas weiter südlich von links in den Speyerbach mündet. Unmittelbar westlich verläuft die Kreisstraße 38 und etwas weiter südlich die Landesstraße 499.

Geschichte

1780 erteilte Kurfürst Karl Theodor dem damaligen Elmsteiner Schultheißen Johann Friedrich Haag die Genehmigung, eine Eisenschmelze zu errichten.[1] Diese bestand aus einem Eisenschmelzofen mit angeschlossener Mühle. Das nötige Eisenerz stammte aus Appenthal, dem Erlenbachtal und Röderthal.[2] Jedoch stellte die Verhüttung sich trotz der nahen Wappenschmiede als unprofitabel heraus, weshalb sie bereits 1829 endete.

Ein Jahr später entstand am Standort eine Sägemühle, die von Karl Philipp Huber aus Lambrecht betrieben wurde. Der Betrieb dauerte bis etwa 1855. Beim Bau der Straße durch das Legelbachtal verschwanden im Zeitraum von 1884 bis 1886 sämtliche Gebäudereste sowohl von Schmelze als auch von der Sägmühle.[3]

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der Standort mit dem Ritterstein 95 gekennzeichnet.[4][5]

Einzelnachweise

  1. Wolfgang Ross: Viel Steine gab’s und wenig Brot. Anmerkungen zur Siedlungsgeschichte Elmsteins. In: Elmstein (Hrsg.): Die Gemeinde Elmstein in alten Bildern. Geiger-Verlag, Horb am Neckar 2006, ISBN 3-86595-096-5, S. 15.
  2. Walter Eitelmann: Rittersteine im Pfälzerwald. Neustadt an der Weinstraße 2005, ISBN 3-00-003544-3, S. 81.
  3. Verzeichnis der pfälzischen Mühlen erstellt von Eberhard Ref (mailto: eberhard.ref@gmx.de) - Litera S. In: eberhard-ref.net. Abgerufen am 10. November 2025.
  4. Walter Eitelmann: Rittersteine im Pfälzerwald. Neustadt an der Weinstraße 2005, ISBN 3-00-003544-3, S. 80.
  5. Ritterstein Alte Schmelz. Abgerufen am 10. November 2025.