Eisendecher (Adelsgeschlecht)

Eisendecher ist der Name einer niedersächsischen Familie, die in einer Linie in den russischen Adelsstand erhoben wurde.

Geschichte

Die Familie stammt aus Hannover. Mehrere Familienmitglieder waren in führenden Positionen in Verwaltung und Politik tätig. Mit Johann Georg Dieterich Eisendecher (1773–nach 1825) erwarb ein Familienmitglied am 11. Juni 1821 den kaiserlich-russischen Dienstadel,[1] der auch in Deutschland anerkannt wurde.[2]

Stammfolge

  • Julius Christoph Siegfried Eisendecher, Zolleinnehmer und Stadtvogt in Springe,[3] ⚭ N. N.
    • Wilhelm Christian Eisendecher (1741–1804), hannoverscher Klosterregistrator, Rechnungsführer der Universitätskasse und Oberkommissar sowie Redakteur des Hannoverischen Magazins, ⚭ Oktober 1771 Maria Sophia Luise Iffland (1747–1823), Schwester von August Wilhelm Iffland
    • Johann Christoph Eisendecher (1750–1821), Registrator und Oberkommissar bei der General-Steuerkasse, ⚭ Christine Henriette Brande
      • Charlotte Christine Auguste Eisendecher (1781–1818) ⚭ Friedrich Ernst Ballhorn-Rosen
      • Ernst August Christoph Eisendecher (1782–1893)
      • Friedrich August Christian Eisendecher (1784–1842), Leiter der General-Steuerkasse des Königreichs Hannover, ⚭ Henriette Friederike Ramberg (1801–1860)
    • zwei weitere Geschwister

Wappen

Blasonierung: In Blau ein breiter in drei Reihen von Gold und Schwarz geschachter Balken, begleitet von drei (2:1) silbernen Sternen. Auf dem gekrönten Helm mit rot-silbernen Helmdecken ein aus brennendem grünen Nest wachsender schwarzer Phönix.[1]

Literatur

Commons: Eisendecher family – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b Gritzer (1872), S. 4.
  2. a b Gerd Hoffmann: Karl von Eisendecher – Preußischer und Kaiserlicher Marineoffizier und Diplomat aus Oldenburg, in: Oldenburgische Familienkunde, Jg. 53 (2011), S. 245 (lb-oldenburg.de).
  3. Gerd Hoffmann: Karl von Eisendecher – Preußischer und Kaiserlicher Marineoffizier und Diplomat aus Oldenburg, in: Oldenburgische Familienkunde, Jg. 53 (2011), S. 241 f. (lb-oldenburg.de).
  4. Paul Raabe, Erik Dal (Hrsg.): Hans Christian Andersen – Lina von Eisendecher. Briefwechsel, 2013, ISBN 978-3-89244-648-4.
  5. a b Jahrbuch des Deutschen Adels, Erster Band, Berlin 1896, S. 587 f. (Google Bücher).