Eingeschneite Herzen – Ein romantisches Weihnachtsmärchen

Film
Titel Eingeschneite Herzen – Ein romantisches Weihnachtsmärchen
Originaltitel Christmas in My Hometown
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1996
Länge 90 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie Jerry London
Drehbuch Darrah Cloud
Produktion Susan Murdoch
Musik Dana Kaproff
Kamera Frank Tidy
Schnitt Stephen Lawrence
Besetzung

Eingeschneite Herzen – Ein romantisches Weihnachtsmärchen (Originaltitel: Christmas in My Hometown, Alternativtitel: A Holiday For Love, Verzauberte Weihnacht – A Holiday For Love) ist ein US-amerikanischer Liebesfilm von Jerry London aus dem Jahr 1996. Die Hauptrollen sind mit Melissa Gilbert und Tim Matheson besetzt. Seine Free-TV-Premiere im deutschen Fernsehen feierte er am 23. Dezember 1998 auf RTL.

Handlung

Jake Peterson ist ein ehrgeiziger Manager bei der großen Beane Tractor Company. Die Firma steckt in Schwierigkeiten und kurz vor Weihnachten wird Jake von der Firmenleitung beauftragt, in seine alte Heimatstadt Athens in Nebraska zu reisen. Dort steht eine Fabrik der Firma, die rote Zahlen schreibt. Jake soll prüfen, ob sie geschlossen werden soll oder Mitarbeiter entlassen werden müssen. Ausgerechnet er wird nach Athens geschickt, der Stadt, in der er aufgewachsen ist, weshalb er sich anfangs gegen die Reise sträubt. Er möchte den Einwohnern seiner Heimatstadt nicht diese unheilvolle Botschaft überbringen. Doch pflichtbewusst macht er sich auf den Weg.

Auf der Fahrt nach Athens gerät Jake in einen Schneesturm. Die Straßen sind vereist, und er verliert die Kontrolle über seinen Wagen. Er sucht Zuflucht in einem leerstehenden Haus. Noël sieht im verlassenen Nachbarshaus Licht, weshalb ihre Mutter Emma der Sache nachgeht. Mit einer Flinte bewaffnet betritt sie das alte Haus, in welchem sie auf Jake trifft. Sie hält ihn irrtümlicherweise für den Dieb, der seit kurzem in Athens sein Unwesen treibt und Engelsfiguren stiehlt. Mit vorgehaltener Waffe zwingt sie ihn, ihr zu folgen. In ihrem Haus angekommen ruft sie ihren Freund Tom an, der auch gleichzeitig der Sheriff des Ortes ist. Emma lebt mit ihrer kleinen Tochter Noël in einfachen Verhältnissen. Sie arbeitet in der Traktorenfabrik, die Jake untersuchen soll. Jake verschweigt seine wahre Identität und gibt vor, Vertreter eines bedeutenden Unternehmens zu sein, der plant eine große Menge an Traktoren bei Beane in Auftrag zu geben. Dies erweckt große Hoffnung bei Emma.

Während der nächsten Tage lernt Jake das einfache, aber herzliche Leben der Kleinstadtbewohner kennen. Er verbringt Zeit mit Emma und Noël, hilft bei Weihnachtsvorbereitungen und wird von den Menschen freundlich aufgenommen, da sein Auftrag an die örtliche Beane-Tractor-Fabrik viele im Ort vor Arbeitslosigkeit bewahrt. Langsam beginnt Jake, die Welt mit anderen Augen zu sehen. Er merkt, dass hinter der Fabrik keine anonyme Zahl steckt, sondern Existenzen, Familien, Freundschaften. Besonders Emmas Wärme und ihr Sinn für Gemeinschaft berühren ihn tief. Zwischen den beiden entwickelt sich eine zarte Zuneigung – ein stilles, langsames Näherkommen.

Jake steckt in einem Zwiespalt: Einerseits verliebt er sich in Emma und beginnt, Athens wieder als „Zuhause“ zu empfinden. Andererseits weiß er, dass seine Aufgabe bedeuten könnte, genau das zu zerstören, was Emma am meisten braucht – ihre Arbeit und ihre finanzielle Sicherheit. Als Emma herausfindet, wer Jake wirklich ist und warum er in der Stadt ist, ist sie verletzt und fühlt sich betrogen. Für sie bedeutet die Fabrik alles – nicht nur für ihren Lebensunterhalt, sondern auch als Symbol der Gemeinschaft. Jake wird mit der harten Wahrheit konfrontiert: Seine Karriereentscheidungen haben direkte Folgen für Menschen, die ihm wichtig geworden sind. Auch die Bewohner Athens sind erzürnt und enttäuscht von Jake, welcher unter der Vorgabe falscher Tatsachen den Menschen Hoffnung vermittelt hat und sie nun vor finanziellen Problemen stehen lässt. Dabei konfrontieren sie ihn mit dem wahren Grund für die negative Bilanz des Traktorunternehmens: Beane produziere Traktormodelle, welche für die meisten Farmer nicht erschwinglich seien. Das Problem werde nicht gelöst, indem man die Mitarbeiter von Beane entlasse.

Jake erkennt, dass er die geplanten Entlassungen nicht mit seinem Gewissen vereinbaren kann. Er sucht nach einem Weg, die Fabrik zu retten. Jake kehrt in die Großstadt zurück und auf der Weihnachtsfeier seiner Firma gesteht er seinem Chef, dass er gegen die Entlassung einiger Mitarbeiter in Athens ist. Er stellt seinem Chef stattdessen einen Plan vor, der die Einführung eines neueren, kleineren Traktormodells vorsieht, welches auch für die Farmer in den Kleinstädten und Dörfern wie Athens erschwinglich ist. Nach einer kurzen Beratungszeit stimmt ihm sein Chef zu und erteilt ihm die Leitung des Standortes in Athens.

Jake macht sich umgehend auf den Weg nach Athens, um den Bewohnern der Stadt von seinem Vorhaben zu berichten. Als er die Weihnachtsfeier der Arbeiter der Traktorenfabrik besucht, wird er zunächst widerwillig empfangen. Er verkündet ihnen, dass keiner in der Fabrik seinen Job verliert und erklärt Emma zu seiner Fabrikmanagerin. Die Bewohner der Stadt sind begeistert von Jakes Vorhaben und enthusiastisch, zur Verwirklichung seines Plans beizutragen. Als er von dem Fabrikleiter einen Platz an seinem Tisch angeboten bekommt, sieht Jake seinen Vater Happy wieder, den er seit dem Verlassen von Athens nicht mehr gesehen hat. Die beiden freuen sich einander wiederzusehen und Happy rät Jake dazu, Emma seine Liebe zu gestehen.

Jake verlässt das Gebäude und sieht Emma draußen auf der verschneiten Wiese stehen. Er gesteht ihr seine Liebe und bittet um Verzeihung für seine Unehrlichkeit. Emma, die erkennt, dass Jake sich wirklich verändert hat, vergibt ihm. Jake entscheidet sich bei Emma und ihrer Tochter in Athens zu bleiben und mit ihnen ein neues Leben zu beginnen.

Die Stadt feiert ein besinnliches und fröhliches Weihnachtsfest – diesmal nicht nur mit Geschenken, sondern mit echter Hoffnung. Beim Auspacken der Geschenke stellen die Bewohner Athens fest, dass jeder von ihnen einen der gestohlenen Engel geschenkt bekommen hat. Dabei stellt sich Happy als der „Engels“-Dieb heraus, da er den Leuten durch die Engel Hoffnung schenken wollte.

Drehorte

Die Aufnahmen fanden in Ontario statt, unter anderem in Uxbridge und Cannington.

Rezeption

Der Film erhielt überwiegend ausgeglichene bis positive Kritiken und erzielte bei IMDb eine durchschnittliche Bewertung von 6,4 der möglichen 10 Punkte. Das Lexikon des internationalen Films betitelt den Film als ein „fürs US-Fernsehen produziertes romantisches Weihnachtsmärchen“.[1]

Einzelnachweise

  1. Eingeschneite Herzen – Ein romantisches Weihnachtsmärchen. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 28. Oktober 2025.