Eilika von Reinhausen

Eilika (von Gleichen), geborene Gräfin von Reinhausen-Winzenburg, (geboren vor 1079; gestorben am 4. September nach 1103) war eine Äbtissin des Klosters Ringelheim.

Leben

Eilika war eine Tochter des Gaugrafen vom Leinegau Heinrich von Reinhausen († vor 1079) und dessen Frau Sophia[1] sowie eine Nichte des Bischofs Udo von Hildesheim (um 1045 – 19. August 1114). Obwohl sie Äbtissin des Klosters Ringelheim im Salzgau war, lebte sie überwiegend im späteren Benediktinerkloster Reinhausen bei Göttingen. Eilika hatte drei Brüder Meinhard, Piligrim und Udo von Reinhausen († 1102), nach dem Tod ihres Vaters und der Ermordung ihrer Brüder (zwischen 1098 und 1103) bei Würzburg tätigte sie eine großzügige Schenkung für deren Seelenheil an das Kloster Reinhausen. Es handelte sich dabei um ihr gesamtes Eigentum in der Feldmark des Dorfes Reinhausen. Ihr Onkel der Bischof Udo verhinderte es jedoch, dass sie das Kloster mit weiteren Schenkungen aus ihrem Erbteil bedachte,[2] vielmehr sicherte er sich 1103 eine Schenkung ihres Erbteils aus dem Erbe ihres Bruders Udo für die Domkirche des Bistums Hildesheim. Schon zuvor hatte er für das Bistum eine Spende ihrer Schwester Adelheid, der Äbtissin des Stifts Steterburg, erhalten. Eilika und ihrer Schwester verblieben sechs Hufen und ein Vorbehalt des Nutzungsrechtes an den von ihnen übergebenen Gütern. Eilikas Güter, die sie auf Lebenszeit als Prekarie behielt, lagen in Bernsrode (bei Rittmarshausen), Bühle, Hevensen und in Reinhausen.[3] Nach dem frühen Tod des Vaters wurde ihr Onkel Hermann zum Vormund der beiden Schwestern bestimmt. Dieser war der letzte Graf von Reinhausen. Ihre Onkel Konrad († 28. August 1086), Udo und Hermann gehörten mit ihrem Vater Heinrich von Reinhausen und ihrer Tante Mathilde zu den Stiftern des Kanonikerstifts Reinhausen.

Literatur

  • Niedersächsisches Landesarchiv, Abteilung Hannover, Cal. Or. 100 Reinhausen: Urkunden des Klosters Reinhausen Nr. 2 (arcinsys.niedersachsen.de)

Einzelnachweise

  1. Heinrich I. Gaugraf im Leinegau, Mitstifter von Reinhausen (manfred-hiebl.de).
  2. Edmund von Uslar-Gleichen: Das Kloster Reinhausen bei Göttingen – nach archivalischen Quellen bearbeiteter Vortrag, gehalten zu Göttingen am 13. März 1897 im Verein für die Geschichte Göttingens. Carl Meyer, Hannover 1897, S. 4–5 (mgh-bibliothek.de PDF).
  3. Adolf Bertram: Opfer und Erwerbungen. Udo’s Aussöhnung. Kirchliche Stiftungen. In: Geschichte des Bisthums Hildesheim. Band 1. August Lax, Hildesheim 1899, S. 126–127 (Textarchiv – Internet Archive).