Eigentliche Österreich-Königskerze
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Eigentliche Österreich-Königskerze (Verbascum chaixii subsp. austriacum) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| 'Verbascum chaixii subsp. austriacum' | ||||||||||||
| Hayek |
Die Eigentliche Österreich-Königskerze (Verbascum chaixii subsp. austriacum) ist eine Unterart der Österreich-Königskerze (Verbascum chaixii) aus der Gattung der Königskerzen (Verbascum) innerhalb der Familie der Braunwurzgewächse (Scrophulariaceae).
Beschreibung
Die Eigentliche Österreich-Königskerze ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von rund 50 bis 80, zum Teil auch bis zu 100 Zentimetern erreicht. Die Grundblattspreiten weisen einen deutlich keiligen Grund auf und besitzen abgerundete Kerbzähne. Die Blattflächen sind unterseits behaart und grün.
Die Blütezeit reicht von Juli bis Oktober. Der verzweigte, traubige Gesamtblütenstand ist aus mehreren ährigen Teilblütenständen zusammengesetzt. Die Blüten weisen einen Durchmesser von 15 bis 22 mm auf. Die gelben Kronblätter sowie die Staubfäden sind mit purpurvioletten Drüsenhaaren (Trichome) besetzt.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 26.[1]
Hybriden zwischen der Heide-Königskerze und der Dunkel-Königskerze ähneln äußerlich der Eigentlichen Österreich-Königskerze.
Vorkommen
Die Eigentliche Österreich-Königskerze kommt ursprünglich in Europa in der Schweiz, in Österreich, Ungarn, Polen, in der früheren Tschechoslowakei, im früheren Jugoslawien, in Bulgarien, Griechenland und auf der Krim vor. In Asien kommt sie vom Kaukasusraum bis Kasachstan vor. In Großbritannien und Deutschland kommt sie eingeschleppt vor.[2]
In Österreich kann man diese kalkholde Art in lückigen, steinigen Trockenrasen, an Eichenwaldsäumen und allgemein in trocken-warmen Lagen der collinen bis submontanen Höhenstufe finden. Sie tritt im pannonischen Gebiet häufig, sonst zerstreut und umso seltener auf, je weiter man nach Westen kommt. Die Vorkommen erstrecken sich auf die Bundesländer Burgenland, Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Steiermark, Kärnten, Salzburg und Osttirol.
Die Eigentliche Österreich-Königskerze und die Dunkel-Königskerze vikariieren ökogeographisch, das bedeutet in einem bestimmten Gebiet kommt entweder (fast ausschließlich) die eine oder die andere Art vor. Während die Österreich-Königskerze vor allem in trocken-warmen Lagen auftritt, wird sie in kühl-feuchteren Gegenden großteils durch die Dunkel-Königskerze (Verbascum nigrum) ersetzt.
Taxonomie
Die Eigentliche Österreich-Königskerze wurde 1819 von Johann Jakob Roemer und Josef August Schultes in Caroli a Linné ... Systema vegetabilium Auflage 15 bis, Band 4 Seite 341 als Verbascum asutriacum erstbeschrieben. Roemer und Schultes übernahmen den Namen von Schott. Die Art wurde 1929 von August von Hayek als Unterart Verbascum chaixii subsp. austriacum (Schott ex Roem. & Schult.) Hayek in Repertorium Specierum Novarum Regni Vegetabilis. Beihefte Band 30 Teil 2, Seite 127 als Unterart eingestuft. Verbascum chaixii subsp. austriacum (Schott ex Roem. & Schult.) Hayek hat folgende Synonyme: Verbascum austriacum Schott ex Roem. & Schult., Verbascum laxum Fil. & Jáv., Verbascum chaixii subsp. laxum (Fil. & Jáv.) Ivanina.
Das Artepitheton "chaixii" ehrt Dominique Chaix.[3]
Literatur
- Manfred A. Fischer, Karl Oswald, Wolfgang Adler: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 3., verbesserte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz 2008, ISBN 978-3-85474-187-9.
Einzelnachweise
- ↑ Verbascum austriacum bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. Louis
- ↑ Verbascum chaixii. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew Science, abgerufen am 7. Oktober 2025.
- ↑ [1]