Ehden (Adelsgeschlecht)
Ehden (auch Eden, Eidene, Ede o. ä.) ist der Name eines erloschenen pommersch-baltischen Uradelsgeschlechts.
Geschichte
Das Geschlecht stammt aus Pommern bzw. dem Fürstentum Rügen, wo es schon im 14. Jahrhundert urkundlich bezeugt ist. Dort besaß es Bartfehn, Kubitz sowie Groß- und Klein-Karow. Letzteres besaß die Familie bis zu ihrem Aussterben in Pommern, das mit dem Tod von Ludolf von Ehden kurz vor 1632 erfolgte. Seine Witwe Anna von Hauffen vermählte sich mit Philipp Gottfried von Stoltenberg.[1]
Mit Philipp Ludolph von Ehden kam im 17. Jahrhundert ein Zweig von Preußen nach Kurland. Dort wurde der Zweig mit Jacob (alias Johann) Friedrich von Ehden auf Pahzen, fürstlich-kurländischer Rat, am 1. Juni 1718 unter der Nummer 199 in die Adelsmatrikel aufgenommen. Um das Jahr 1795 starb die Familie auch in Kurland aus.[2]
Wappen
Blasonierung: In Rot ein querliegender, beiderseits gekappter silberner Baumstamm, aus dem oben fünf Eicheln an silbernen Blätterstielen wachsen. Auf dem Helm mit rot-silbernen Helmdecken eine rote zwischen zwei silbernen Straußenfedern.[2]
Das älteste bekannte Siegel von 1369 zeigt noch einen aufrecht stehenden, mit den Wurzeln ausgerissenen, oben zackig abgebrochenen, an jeder Seite mit Eicheln und Blättern versehenden Stamm. Aus diesem hat sich im Lauf der Zeit der liegende Stamm herausgebildet.[1]
Literatur
- Maximilian Gritzner: J. Siebmacher’s großes und allgemeines Wappenbuch, Bd. 3 (Blühender Adel deutscher Landschaften unter preußischer Vorherrschaft), 11. Abt., T. 1, Bd. 1: Der Adel der russischen Ostseeprovinzen, Teil 1: Die Ritterschaft, Bd. 1: Fürsten, Grafen, Barone und Edelleute (Adamowicz–Heringen), Nürnberg 1898, S. 282 (uni-goettingen.de) und Tfl. 91 (uni-goettingen.de).
- Carl Arvid Klingspor: Baltisches Wappenbuch Wappen sämmtlicher, den Ritterschaften von Livland, Estland, Kurland und Oesel zugehörigen Adelsgeschlechter, Stockholm 1882, S. 73 (digitale-sammlungen.de) und Tfl. 30 (digitale-sammlungen.de).
- Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines deutsches Adels-Lexicon. Band 3 (Eberhard–Graffen), Friedrich Voigt’s Buchhandlung, Leipzig 1861, S. 31 (Google Bücher).
- Leopold von Ledebur: Adelslexicon der Preußischen Monarchie. Band 3: T–Z, Berlin 1858, S. 245 (digitale-sammlungen.de).
- George Adalbert von Mülverstedt: J. Siebmacher’s großes und allgemeines Wappenbuch, Bd. 6 (Abgestorbene, erloschene Geschlechter), 9. Abt.: Ausgestorbener preußischer Adel, Provinz Pommern, Nürnberg 1894, S. 23 (uni-goettingen.de) und Tfl. 14 (uni-goettingen.de).