Egern (Rottach-Egern)

Egern ist ein Ortsteil (Pfarrdorf) der Gemeinde Rottach-Egern im Landkreis Miesbach, Bayern.

Geographie

Egern liegt westlich von Rottach am südlichen Ende des Tegernsees.

Geschichte

Die St. Laurentius-Kirche in Egern wurde erstmals 1111 erwähnt. Sie wurde im Jahr 1466 im spätgotischen Stil erweitert und ab 1670 mit barocken Elementen ausgestaltet. Der spitze Turmhelm der fast unmittelbar am Tegernsee gelegenen Kirche ist weithin sichtbar. Die Kirche gehörte bis 1803 zum Kloster Tegernsee.

Das benachbarte Rottach wurde im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern 1818 eine selbstständige politische Gemeinde, zu der auch Egern gehörte. Seit dem 19. März 1951 führt die Gemeinde Rottach offiziell den Doppelnamen Rottach-Egern.[1]

Die von 1953 bis 1955 erbaute evangelisch-lutherische Auferstehungskirche des Architekten Olaf Andreas Gulbransson liegt etwa 400 Meter von der St. Laurentius-Kirche entfernt.

Sehenswürdigkeiten

Neben den beiden Kirchern ist vor allem der Friedhof von Egern bedeutend. Die Dichter Ludwig Thoma und Ludwig Ganghofer, der Kammersänger Leo Slezak, die Schriftsteller Heinrich und Alexander Spoerl, aber auch Olaf Gulbransson, Hedwig Courths-Mahler, Amalie von Lerchenfeld und Bernt Engelmann sind hier beerdigt.[2]

Einzelnachweise

  1. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 522.
  2. Gemeinde Rottach-Egern: Geschichte & Wappen. Abgerufen am 17. Dezember 2025.

Koordinaten: 47° 41′ 43,8″ N, 11° 45′ 42,9″ O