Egerländer Fachwerkhaus

Das Egerländer Fachwerkhaus, oder kurz Egerländer Haus ist ein besonderer Typ eines Fachwerkhauses, dass insbesondere im namensgebenden Egerland im heutigen Tschechien, aber auch in den benachbarten grenznahen Regionen Bayerns und Sachsens zu finden ist. Die bis heute erhaltenen Häuser stehen in der Regel als Kulturdenkmal unter staatlichem Schutz.

Beschreibung

Das Egerländer Fachwerkhaus zeichnet sich durch eine eigenartige, üppige Rautenmusterung aus, die nur wenig Zwischenraum frei lässt. Während beim fränkischen und sächsisch-thüringischem Fachwerk meist das ganze Gebäude aus Fachwerk besteht oder auf ein gemauertes Erdgeschoss ein Fachwerkgiebel aufgesetzt ist, entstand der Unterbau des Egerländer Fachwerkhauses oft in Blockbauweise. Im sächsischen Vogtland haben einige Häuser im Untergeschoß ein Umgebinde.

Geschichte

Im sächsischen Landwüst im oberen Vogtland besteht seit 1968 in einem Egerländer Hof das Vogtländische Freilichtmuseum Landwüst. Ein konzeptionell identisches Museum existiert im tschechischen Milíkov (Miltigau).[1]

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Egerländer Bauernhof Miltigau (Milíkov) N.C. 18. In: muzeumcheb.cz. Abgerufen am 18. November 2024.