Edward Welby Pugin
Edward Welby Pugin (auch E. W. Pugin; * 11. März 1834 in Ramsgate; † 5. Juni 1875 in London) war ein britischer Architekt der viktorianischen Neogotik und Designer in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Seine Bauten stehen in England, Schottland, Wales, Irland, auf der Isle of Man und in Flandern.
Biografie
Edward Welby Pugin war der Sohn von Augustus Welby Northmore Pugin († 1852), einem der beiden Architekten des Palace of Westminster und des Big Ben; sein Großvater, Augustus Charles Pugin (1762–1832), war ebenfalls Architekt. Seine Mutter war Louisa Burton; er selbst blieb unverheiratet und kinderlos.
Er erhielt zahlreiche Aufträge für Kathedralen (z. B. in Shrewsbury, Northampton, Wrexham oder in Cobh, Irland) sowie für insgesamt über 100 Kirchenbauten im gesamten Königreich, wovon einige jedoch lediglich Zuschreibungen sind, da keine Dokumente mehr existieren. Daneben entwarf und baute er zahlreiche weltliche Bauten, darunter das Granville Hotel in Ramsgate, mit welchem er jedoch zwei Jahre vor seinem Tod in Konkurs ging.
Zeit seines Lebens ging er Partnerschaften mit anderen Architekten ein, die jedoch allesamt nach wenigen Jahren scheiterten.
Ehrungen
Im Jahr 1862 wurde er Mitglied im Royal Institute of British Architects.
Literatur
- G. J. Hyland: The Life and Works of E. W. Pugin, Architect, 1834–75. The Pugin Society, Ramsgate 2021, ISBN 978-1527291560