Eduard Wagenbach

Eduard Wagenbach (* 11. Dezember 1903 in Hundsangen; † 24. Oktober 1986 in Limburg an der Lahn) war ein deutscher Orgelbauer, der vorwiegend im Westerwald, im Taunus und im Rheingau tätig war.

Leben

Eduard Wagenbach übernahm 1932 die Werkstatt von Carl Horn in Limburg und führte deren Tradition weiter fort. Er war vorwiegend im Bereich der Diözese Limburg tätig. Sein erstes Instrument baute er 1932 für die Kirche in Niederelbert. Zwei Jahre nach der Meisterprüfung übernahm sein Sohn Peter 1966 die Werkstatt und arbeitete häufig mit anderen Orgelbauern zusammen, darunter Werner Bosch und vor allem mit Kemper. Darüber hinaus wurden Reparaturen und Umbauten durchgeführt. 2009 wurde die Werkstatt aufgegeben.[1]

Werkliste (Auswahl)

Die Größe der Instrumente ist durch die Anzahl der Manuale (römische Zahl) und die Anzahl der klingenden Register (arab. Zahl) angegeben. Ein selbstständiges Pedal ist durch ein großes "P" gekennzeichnet.

Jahr Ort Gebäude Bild Manuale Register Bemerkungen
1932 Niederelbert St. Josef[1] II/P 17 Erstes Instrument von Eduard Wagenbach
1936 Hattersheim St. Martinus[1] III/P 36 1976 Umbau und Erweiterung durch Hugo Mayer Orgelbau
1939 Bad Camberg-Dombach St. Wendelin[1] II/P 12
1948 Solingen-Höhscheid St. Suitbertus 2023 Neubau mit Wiederverwendung bestehender Teile durch Thomas Gaida (37 - III/P)
1949 Ellar St. Maximinus[1] II/P 17
1950 Haiger Maria Himmelfahrt[1] II/P 12
ca. 1956 Marxheim Zum guten Hirten II/P 17
1957 Heiligenroth St. Petrus und Marcellinus[1] II/P 17
1959 Bad Soden am Taunus St. Katharina II/P 30
1959 Limburg-Dietkirchen St. Lubentius III/P 38 Neubarocker Umbau der Dahm-Orgel (1712), 2000 umgebaut und erweitert durch Gerald Woehl.
ca. 1960 Marienhausen Mariä Geburt II/P 15
1961 Koblenz-Arenberg St. Nikolaus II/P 30
1962 Ewersbach Herz Mariä[1] II/P 15
1962 Frankfurt-Zeilsheim St. Bartholomäus II/P 28 1990 umfangreicher Umbau und Erweiterung durch Hugo Mayer Orgelbau
1963 Sankt Goarshausen St. Johannes II/P 18
1964 Rüdesheim am Rhein St. Jakobus III/P 40 1996 technischer Neubau durch Oberlinger, ab 2012 Erweiterungen durch Karl Göckel (61 - III/P)
1964 Usingen St. Laurentius (kath.)[1] II/P 16 2002 durch Orgelbau Hardt renoviert und 2002 und 2009 erweitert (23 - II/P), 2020 Erneuerung der Elektrik durch Eisenschmid
1967 Nomborn St. Kilian[1] II/P 13 1999 umgebaut durch Friedrich Tzschöckel
1967 Diez Kapelle des Schlosses Oranienstein[1] II/P 25
1967 Waldbrunn St. Johannes II/P 23
1968 Rabenau-Londorf St. Franziskus[1] II/P 13
1970 Hartenfels St. Antonius Eremit II/P 16
1970er Jahre Birkenau Mariä Himmelfahrt II/P 16 Unter Verwendung von größtenteils älterem Pfeifenmaterial erbaut
1970er Jahre Kelkheim-Hornau St. Martin II/P 23 1992 Umbau durch Hugo Mayer Orgelbau.
1970 Selters St. Bonifatius II/P 18
1974 Limburg an der Lahn Palottinerkirche St. Marien II/P 14 Gemeinschaftsprojekt mit Werner Bosch Orgelbau, 2019 Restaurierung durch Hugo Mayer Orgelbau
1974 Biblis-Wattenheim St. Christophorus II/P 14
1978 Hainhausen St. Rochus[1] II/P 18
1978 Dieburg St. Peter und Paul[1] II/P 28 Um 2000 Erweiterung durch Walcker (35 - III/P)
1980 Dorchheim St. Nikolaus[1] II/P 35 Verwendung von Pfeifenmaterial aus der zuvor verwendeten, aus Montabaur 1954 translozierten Klais-Orgel
1980 Lindenholzhausen St. Jakobus II/P 25

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. a b c d e f g h i j k l m n o Arbeitsgemeinschaft für Mittelrheinische Musikgeschichte e. V.: Wagenbach (Familie) - Musik und Musiker am Mittelrhein. Abgerufen am 8. Januar 2026.