Eduard Ruchti
Eduard Ruchti (* 10. August 1834 in Unterseen; † 10. November 1902 in Ouchy) war ein Schweizer Politiker und Hotelier. Von 1896 bis 1902 gehörte er dem Nationalrat an.
Biografie
Eduard Ruchti wuchs in Unterseen als Sohn des Hoteliers Karl Friedrich Ruchti auf. Nach der Schule bereitete er sich im In- und Ausland auf den Hotelierberuf vor. 1854 kam er wieder zurück in seine Heimat. In Interlaken erwarb er die Pension Victoria, die ab 1864 durch den Neubau des Grand Hotels Victoria ersetzt wurde. Dieser Neubau entstand nach Plänen des Architekten Jakob Friedrich Studer und der Bauleitung von Horace Edouard Davinet.[1][2] Für den Unterhalt des Grand Hotels musste Ruchti wegen wirtschaftlicher Probleme zeitweise Anleihen aufnehmen. Von 1865 bis zu seinem Tode 1902 war er radikaler Berner Grossrat. Er erwarb weitere Hotels in Interlaken, Unterseen und Cannes. 1895 kam es zur Gründung der Aktiengesellschaft Victoria-Jungfrau in Interlaken. Er war auch an der Gründung von Bergbahnen im Berner Oberland beteiligt. Von 1859 bis 1864 war er verheiratet, die Ehe blieb kinderlos. Nach seinem Tode erbten nicht nur seine Verwandten, sondern er bestimmte auch ein Legat von 150'000 Franken zur Errichtung eines Waisenhauses im Amtsbezirk Interlaken. Das Bezirksspital Interlaken und andere wohltätige Institutionen wurden auch von ihm bedacht. Die Gemeinde Unterseen liess auf dem Stadthausplatz den «Ruchti-Brunnen» zu Ehren von Eduard Ruchti erstellen.
Weblinks
- Christoph Zürcher: Friedrich Eduard Ruchti. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 16. Juni 2010, abgerufen am 8. November 2025.
- Eduard Ruchti-Fonds – Geschichte von Eduard Ruchti (1834–1902), abgerufen am 8. November 2025
- Sammlung bernischer Biographien – Eduard Ruchti. 1834–1902, abgerufen am 8. November 2025
Einzelnachweise
- ↑ Höheweg 41. In: Bauinventar des Kantons Bern. Denkmalpflege des Kantons Bern, abgerufen am 9. November 2024.
- ↑ Höheweg 47. In: Bauinventar des Kantons Bern. Denkmalpflege des Kantons Bern, abgerufen am 9. November 2024.