Eduard Grupe
Eduard August Rudolf Grupe (* 4. Mai 1857 in Göttingen; † 19. Mai 1935 in Heidelberg) war ein deutscher Klassischer Philologe.[1]
Leben und Wirken
Eduard Grupe studierte ab 1876 Klassische Philologie an der Universität Straßburg. Nach seinem Staatsexamen für den höheren Schuldienst war er anschließend als Lehrer im Elsass tätig, zunächst bis 1882 in Straßburg und Colmar. Bis 1889 unterrichtete er in Pfalzburg, währenddessen promovierter er 1884 bei Wilhelm Studemund an der Universität Straßburg zum Dr. phil. Es folgte eine Lehrertätigkeit bis 1896 in Bergzabern und Buchsweiler, wo er 1896 zum Gymnasialprofessor ernannt wurde. 1904 wurde er Gymnasialprofessor in Metz und ab 1907 Direktor des Gymnasiums in Buchsweiler. Von 1915 bis 1918 war er Direktor des Gymnasiums in Metz. Im Jahre 1919 erhielt er einen Lehrauftrag für juristische Lexikographie an der Universität Heidelberg, die ihn 1920 zum Honorarprofessor ernannte.
In seinen Veröffentlichungen beschäftigte sich Eduard Grupe neben regionalgeschichtlichen Arbeiten vor allem mit dem Römischen Recht, vor allem aber mit den Pandekten des oströmischen Kaisers Justinian I.
Veröffentlichungen (Auswahl)
- De Iustiniani institutionum compositione. Trübner, Straßburg 1884 (= Dissertation Universität Straßburg).
- Zur Sprache des Apollinaris Sidonius. Fuchs, Zabern 1892.
- Zur Latinität Justinians. In: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte / Romanistische Abteilung, Bd. 14 (1893), S. 224–237.
- Die Gajanischen Institutionenfragmente in Justinians Digesten. In: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte / Romanistische Abteilung, Bd. 16 (1895), S. 300–319.
- Aus Buchsweilers Geschichte zu Ende des vorigen Jahrhunderts 1788–1815. DuMont-Schauberg, Straßburg 1896.
- Zur Sprache der Gaianischen Digestenfragmente. In: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte / Romanistische Abteilung, Bd. 18 /1897, S. 213–223.
- Neue Beiträge zur Geschichte des Hanauer Landes in hessischer Zeit 1789–1792. DuMont-Schauberg, Straßburg 1897.
- Gaius und Ulpian. In: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte / Romanistische Abteilung, Bd. 29 (1899), S. 90–98.
- Landgräfin Caroline von Hessen und Buchsweiler 1741–1765. DuMont-Schauberg, Straßburg 1901.
- Zur Geschichte des Krieges in Helvetien 1798. Sohn, Buchsweiler 1909.
- Über die oratio Claudii de jure honorum Gallis danda und Verwandtes. In: Zeitschrift für Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte / Romanistische Abteilung, Bd. 42 (1921), S. 31–41.
- Kaiser Justinian. Aus seinem Leben und seiner Zeit (= Wissenschaft und Bildung, Bd. 184). Quelle & Meyer, Leipzig 1923.
- Juristische Analekten aus den Briefen des G. Sollius Apollinaris Sidonius. In: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte / Romanistische Abteilung, Bd. 48 (1926), S. 19–31.
Einzelnachweise
- ↑ Grupe, Eduard August Rudolf. In: Dagmar Drüll: Heidelberger Gelehrtenlexikon. Bd. 2: 1803–1932. Springer, Berlin u. a. 1986, S. 94, ISBN 3-540-15856-1; Gerhard Baader: Grupe, Eduard August Rudolf. In: Neue Deutsche Biographie, Bd. 7 (1966), S. 233 (abgerufen am 4. Januar 2026).