Eckhard Kreßel
Eckhard Kreßel (* 11. November 1957 in Fürnried; † 14. September 2025) war ein deutscher Jurist und Hochschullehrer, der auf den Gebieten des Arbeitsrechts und des Sozialrechts tätig war.[1]
Werdegang
Nach dem Studium der Rechtswissenschaften und Slavistik an der Universität Würzburg legte er beide juristischen Staatsexamina ab. 1984 promovierte er zu einem sozialrechtlichen Thema und habilitierte sich 1988 über das öffentliche Haftungsrecht und den sozialrechtlichen Herstellungsanspruch.
Von 1988 an war Kreßel Privatdozent, ab 1994 bis 2025 außerplanmäßiger Professor für Öffentliches Recht, Arbeits- und Sozialrecht an der Universität Würzburg. Neben seiner akademischen Tätigkeit war er bis Ende 2017 als Leiter der Direktion Personal- und Arbeitspolitik bei der Daimler AG in Stuttgart tätig. Seit 2007 war er alternierender Vorsitzender des Vorstandes der Berufsgenossenschaft Metall Nord Süd und der Berufsgenossenschaft Holz und Metall.
Zu den wissenschaftlichen Schwerpunkten gehörten die europäische und deutsche Beschäftigungspolitik, die betriebliche Altersversorgung und Entwicklungen in der Tarifpolitik. Kreßel war in der Lehre und als Prüfer im Schwerpunktbereich „Arbeitsrecht im Unternehmen“ engagiert und hielt regelmäßig Vorlesungen im Sozialrecht. Kreßel war Mitherausgeber der Neuen Zeitschrift für Arbeitsrecht.
Werke
- Leitfaden zum Sozialversicherungsrecht. Luchterhand. 2. Auflage, Neuwied/Kriftel/Berlin. ISBN 978-3472023289.
- Der sozialrechtliche Herstellungsanspruch. 1. Auflage, Duncker & Humblot, Berlin 1988.