Echo Line

Eine Echo Line (englisch) ist ein Test- und Prüfgerät für analoge Impulsradarsensoren, das im Empfänger eines Impulsradarsensors für eine kurze Zeit nach dem Sendeimpuls Ziele für Test- und Messzwecke generiert.[1] Durch Abstimmung auf die Sendefrequenz gerät eine Echo Line, wie auch Echobox, durch die Sendeimpulse eines Impulsgenerators in Resonanz und schwingt auch nach dem Ende des Sendepulses aufgrund der hohen Güte erst langsam aus. Solange die Signale beim Ausschwingen des Hohlleiters über der Minimum Discernable Signal (MDS, frei übersetzt kleinstes, detektierbares Signal) der empfindlichen Empfänger von Impulsradarsensoren liegen, werden sie als Ziele auf einem Oszilloskope (A-Scope) oder analogen PPI (Plan Position Indicator) dargestellt.

Anders als Echoboxen, die Hohlraumresonatoren mit Güten mit einem Q von weit über 30.000 nutzen, bestehen Echo Lines aus einem im Verhältnis zu der Betriebswellenlänge eines Impulsradarsensors langen Stücks eines Hohlleiters, der am Ende verschlossen ist und somit dort die Signale reflektiert. Am Anfang ist der lange Hohlleiter mit einer mechanisch in der Position veränderlichen Iris abgeschlossen und reflektiert dort auch die Signale zum verschlossenen Ende zurück. Durch die Iris wird die Energie der Sendeimpulse in den an beiden Seiten in den Hohlleiter eingekoppelt und zwischen beiden verschlossenen Enden hin- und her-reflektiert. Nach dem Ende des Sendepulses klingen, mangels Erregung durch den Sendepuls, die Schwingungen zunehmend ab, wobei ein Teil der Energie durch die zum Empfänger des Impulsradarsensors ausgekoppelt wird und werden dort als Ziele dargestellt.

Während die Echo Line bei ersten Test aus geraden Hohlleiterstücken bestand, wurde später ein 150 Fuß (entspricht 45,72 m) langer Hohlleiter für eine K-Band Echo Line zu einer Helix mit einem Durchmesser mit 18 Zoll (engl. inch (entspricht 0,4572 m)) geformt. Messungen ergaben eine Dämpfung von 0,029 dB/foot (entspricht 0,095 dB/m). Auch wenn im Report 974[1] der Nachweis der Nutzbarkeit von Hohlleitern anstelle von Hohlraumresonatoren zur Generierung künstlicher Ziele für Prüf- und Messzwecke an Impulsradaranlagen erbracht wurde, lassen sich im Internet keine weiteren Nachweise für einen späteren Einsatz finden.

Einzelnachweise

  1. a b Radiation Laboratory Report 974, K-Band Echo Line, 1946-03-26. (dtic.mil [PDF; abgerufen am 10. Januar 2026]).