Eberhard Wüstner
Eberhard Wüstner (* 22. Januar 1930 in Niederschlema; † 7. Januar 1974 in Halle/Saale) war ein deutscher Innenarchitekt, Möbeldesigner und Hochschullehrer in der DDR.
Leben und Werk
Wüstner absolvierte von 1945 bis 1947 eine Lehre als Möbeltischler, arbeitete dann in seinem Beruf und studierte von 1949 bis 1953 an der Fachschule für angewandte Kunst Leipzig. Von 1953 bis 1954 arbeitete er als Innenarchitekt im Zentralen Projektierungsbüro der Holz- und Kulturwarenindustrie, bis 1961 als Formgestalter im Entwurfsbüro Schkeuditz der Vereinigung Volkseigener Betriebe (VVB) Möbel und bis 1965 als Innenarchitekt und stellvertretender Leiter des Zentralen Entwurfsbüros der VVB Möbel in Leipzig. Von 1966 bis 1970 war er künstlerisch-wissenschaftlicher Mitarbeiter und dann bis zu seinem Ableben Lehrer im Hochschuldienst an der Hochschule für industrielle Formgestaltung Halle – Burg Giebichenstein (HiF). Er konzipierte u. a. 1966/1967 mit Rudolf Horn als variabel-funktionales Baukastensystem das bekannte MDW-Möbelprogramm Deutsche Werkstätten. Es ging 1968 in die Serienproduktion, wurde bis 1991 gefertigt und war eines der erfolgreichsten Möbelprogramme, die je produziert wurden.[1]
Wüstner verstarb kurz vor dem Abschluss seines externen Diplomverfahrens als Industrieformgestalter an der HiF.
Rezeption
„Sein Name ist mit dem Besten verbunden, was in den vergangenen Jahrzehnten, vor allem in der Möbelindustrie der DDR, als Ergebnis produktgestalterischer Arbeit geleistet wurde – mit den Typenmöbeln der Serie LEIPZIG, dem MDW-Programm für den VEB Deutsche Werkstätten Hellerau, dem komplexen Ausstattungssystem AMZO und mit vielen Aktivitäten zur Entwicklung neuer Wohnformen im industriellen Massenwohnungsbau.“
Rudolf Horn[2]
Literatur
- Heinz Hirdina: Gestalten für die Serie. Design in der DDR. 1949 – 1985. Verlag der Kunst, Dresden, 1988, S. 391
Einzelnachweise
- ↑ SKD | Online Collection. Abgerufen am 13. Januar 2026.
- ↑ Nachruf in form+zweck, Berlin, 4/1974, S. 47