Eberhard Günther (Unternehmer)

Eberhard Günther (* 9. Mai 1945 in Annaberg; † 9. Juli 2015 in London)[1] war ein deutscher Unternehmer. Er war Geschäftsführer der Foron GmbH, wo der erste FCKW-freie Kühlschrank entwickelt wurde.[2]

Leben

Die von Günther geführte Foron Hausgeräte GmbH entwickelte in Kooperation mit der Umweltorganisation Greenpeace den ersten Kühlschrank ohne ozonschichtschädigende FCKW oder klimaschädliche FKW. Stattdessen wurde die unter anderem von Harry Rosin entwickelte sogenannte Dortmunder Mischung eingesetzt. 1993 war Foron der erste Träger des Deutschen Umweltpreises der Deutschen Bundesstiftung Umwelt.[3]

Nach der Insolvenz von Foron gründete Eberhard Günther 1997 die Günther engineering GmbH.[3]

Mit dem Preisgeld des Deutschen Umweltpreises der DBU aus dem Jahr 1993 initiierte Günther die Foron-Stiftung „Besser leben“, die praxisbezogene Seminare für Studenten deutschen Universitäten in den Fachrichtungen Kältetechnik und Thermodynamik veranstaltet.[4]

Würdigung

„Gegen alle Widerstände setzte er im Haushaltsgerätebereich sein Leben lang umweltgerechte Akzente, die beweisen, dass Umweltverträglichkeit und technische Umsetzung sich nicht ausschließen.“

Heinrich Bottermann, Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU): Pressemitteilung vom 24. Juli 2015[5]

Einzelnachweise

  1. Traueranzeige Eberhard Günther. Annaberger Zeitung (Freie Presse), 22. Juli 2015.
  2. Erster Kühlschrank ohne FCKW war ein Foron (Memento vom 25. Januar 2019 im Internet Archive). MAZ, 15. März 2018.
  3. a b Umweltpreis 1993 – Foron Hausgeräte GmbH – Stichwort: Erster FCKW-freier Kühlschrank (Memento vom 24. Dezember 2010 im Internet Archive), Die bisherigen Preisträger des Deutschen Umweltpreises (Memento vom 12. November 2019 im Internet Archive), Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), 25. September 1998.
  4. FORON STIFTUNG Besser Leben (Memento vom 18. Dezember 2019 im Internet Archive), Kulturdatenbank der Stiftung kulturserver.de gGmbH.
  5. Eberhard Günther, ein „mutiger und unternehmerischer Pionier“ (Memento vom 12. November 2019 im Internet Archive), Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), 24. Juli 2015.