Duewag-Gelenkwagen

Der Duewag-Gelenkwagen war eine früher vor allem in Westdeutschland weit verbreitete Bauart von Straßenbahn-Triebwagen in Gelenkbauweise, vereinzelt entstanden auch Beiwagen sowie einige Lizenzbauten. Die Gelenkwagen wurden von 1956 an in großen Mengen vom Düsseldorfer Hersteller Duewag produziert und basieren konstruktiv auf dem fünf Jahre älteren Duewag-Großraumwagen. Die hier behandelte Gelenkvariante erlangte in der Bundesrepublik Deutschland und in Österreich eine marktbeherrschende Stellung. Die nach einheitlichen Prinzipien gebauten Fahrzeuge wurden auch in andere Staaten exportiert, in vielen Betrieben befinden sie sich bis heute im täglichen Einsatz. Die elektrische Ausrüstung und Steuerung wurde dabei von Siemens, BBC oder Kiepe Elektrik zugeliefert.

Als Nachfolger der klassischen Duewag-Gelenkwagen gelten der Typ Mannheim (ab 1969), der Typ Freiburg (ab 1971), der Frankfurter P-Triebwagen (ab 1972) und der Stadtbahnwagen Typ M/N (ab 1975).

Geschichte

Die ersten Sechsachser in Ein- und Zweirichtungsausführung (Z) liefen ab 1956 in Düsseldorf und bei der Straßenbahn Bochum/Gelsenkirchen (GT 6 und GT 6 Z). Ihnen folgte nach zwei Jahren eine achtachsige Variante (GT 8) für Düsseldorf. Die Einrichtungswagen erhielten die typische Duewag-Front mit der schrägen Frontscheibe, die vom amerikanischen PCC-Wagen abgeleitet wurde.

Weitere deutsche Straßenbahnnetze mit Duewag-Einheitsgelenkwagen waren Aachen (GT 6 Z, gebraucht aus Mönchengladbach), Bielefeld (GT 6), Braunschweig (GT 6), Bonn (GT 6), Duisburg (GT 6 und GT 8), Frankfurt (GT 6 und GT 8), Hannover (GT 6), Hagen (GT 6 Z), Heidelberg (GT 6 und GT 6 Z sowie GT 8 Z), Krefeld (GT 6 und GT 8), Kiel (GT 6), Mainz (GT 6, gebraucht aus Heidelberg), Mannheim/Ludwigshafen (GT 6, Ludwigshafen auch GT 8), Mönchengladbach (GT 6 Z), Würzburg (GT 6 und GT 8), Wuppertal (GT 8) und die Vestischen Straßenbahnen.

Im europäischen Ausland gingen Duewag-Gelenkwagen ab Werk nach Basel (beide GT 6 mit hechtartig zulaufender Stirnfront), Kopenhagen und Rotterdam (GT 8). Die Straßenbahn Kopenhagen beschaffte von 1960 bis 1968 in sieben Lieferserien 100 Duewag-Gelenkwagen (Betriebsnummern 801 bis 900), nachdem im Winter 1957/8 der Düsseldorfer Wagen 2412 erfolgreich in Kopenhagen erprobt worden war. 31 dieser Fahrzeuge wurden als Rohbauten nach Kopenhagen geliefert und dort komplettiert. Im Sommer 1960 traf der erste Duewag-Sechsachser in Kopenhagen ein, vorher hatte er – mit Scherenstromabnehmern versehen – Testfahrten auf dem Netz der Rheinbahn unternommen. Mit dem Kopenhagener Wagen 868 warb die Duewag 1965 auf der Internationalen Verkehrsausstellung in München für ihre Fahrzeuge. Die Kopenhagener Wagen waren 19,095 m lang, 2,200 m breit und hatten Stangenstromabnehmer. Von 1969 bis 1972 wurden im Zuge der Stilllegung der Kopenhagener Straßenbahn mit Ausnahme eines nach einem Unfall ausgemusterten Triebwagens alle Duewag-Gelenkwagen an die Straßenbahn Alexandria in Ägypten verkauft, wo viele davon mit unveränderten Nummern nach wie vor im Einsatz sind.[1] Gebrauchte Gelenkwagen aus Deutschland gingen bis 1990 an die Straßenbahn Belgrad, die Straßenbahn Innsbruck, die Straßenbahn Graz (gebraucht aus Wuppertal), die Strassenbahn Genf (zuvor in Aachen, dort bereits gebraucht aus Mönchengladbach übernommen) und die Straßenbahn Lille (gebraucht von der Vestischen Straßenbahn sowie aus Genf). Den weitesten Transport bis zum neuen Einsatzort hatten zwei ehemalige Dortmunder GT8, die nach Japan zur Straßenbahn Hiroshima kamen. Nach 1990 kamen gebrauchte Duewag-Gelenkwagen aus Westeuropa im Zuge der Öffnung Osteuropas nach dem Ende der Sowjetunion und dem Zerfall des Ostblocks zu diversen Straßenbahnbetrieben im ehemaligen sowjetischen Machtbereich, unter anderem in Bulgarien, Polen und Rumänien. In Ostdeutschland übernahmen die Betriebe in Dessau, Gotha und Schöneiche gebrauchte Duewag-Gelenkwagen.

Die Wagen waren meistens 2,2 Meter breit. Düsseldorf, Frankfurt, Krefeld und Hannover hatten 2,35 Meter breite Gelenkwagen. Die hannoverschen Wagen hatten statt der Duewag-Drehgestelle mit Tandemantrieb LHB-Gestelle mit Tatzlagerantrieb. Die 91 Dortmunder GT8-Fahrzeuge wiesen ebenfalls Tatzlagerantriebe auf, ihre Breite betrug 2,3 Meter.

In Köln wurden ab 1963 GT 6 mit passenden Vierachs-Beiwagen und GT 8 mit jeweils 2,5 Meter Breite beschafft. Die GT 6 und B 4 wurden ab 1968 in GT 8 umgebaut, da der Beiwagenbetrieb in den neuen U-Bahn-Tunneln von der Aufsichtsbehörde nicht gestattet wurde. Umbauten von GT 6 in GT 8 nahmen auch Düsseldorf, Duisburg, Essen, Bielefeld, Krefeld und Würzburg vor.

Die Oberrheinische Eisenbahn-Gesellschaft (OEG) beschaffte Zweirichtungswagen für den Überlandverkehr mit flacherer PCC-Front. Diese Frontscheiben besaßen auch die Frankfurter GT 8 Z, die 1969 in acht Exemplaren als Typ „O“ beschafft wurden. Die Rhein-Haardtbahn (RHB) beschaffte 1967 für die Bahnstrecke Bad Dürkheim–Ludwigshafen-Oggersheim vier zwölfachsige Gelenkwagen der Bauart Düwag ET12, die für die folgenden 27 Jahre als die längsten Straßenbahnwagen der Welt galten.

Lizenzbauten

In Lizenz stellte 1959 auch die Waggonfabrik Rastatt acht sechsachsige Gelenkwagen für die Albtalbahn her. Sie wurden später allesamt zu Achtachsern erweitert. Für die Straßenbahn Kassel stellte die „Arbeitsgemeinschaft der Kasseler Waggonindustrie“ (eine Kooperation von Wegmann und Credé) 33 Lizenz-Sechsachser her.

Weitere Lizenzbauten entstanden unter Regie der österreichischen Hersteller Lohner bzw. Simmering-Graz-Pauker. Diese sind bzw. waren in Graz (Serie 260), Innsbruck, Linz und Wien (Typ E) anzutreffen. In Linz liefen mit den Wagen 68 bis 79, die 1979 und 1980 durch den Einbau eines zweiten Mittelteils zu Zehnachsern verlängert wurden, nach den auf der Rhein-Haardtbahn eingesetzten GT 12 die zweitlängsten Fahrzeuge dieses Typs.

Keine Lizenzbauten sind hingegen die äußerlich ähnlichen Typen GT6-EP, GT6-D und GT8-D der Straßenbahn Karlsruhe sowie die Typen ST7 und ST8 der Straßenbahn Darmstadt. Diese Serien wurden von der DWM bzw. der Waggon-Union in Eigenregie hergestellt. Von Duewag stammt nur die Lizenz für die Falttüren, die Frontscheibe hingegen basiert auf einer PCC-Lizenz.

Liste der Duewag-Gelenkwagen

Betrieb Bauart Baujahr Bezeichnung Anzahl Ausmusterung Bemerkungen
Albtal-Verkehrs-Gesellschaft GT 8 1958–1969 1–7, 16–21, später 101–107, 116–121 (1982) 13 1995–2006
Basel GT 6 1967 Be 4/6 603–622 20 2001 verkauft 2001 nach Belgrad/Serbien
GT 6 1972 Be 4/6 623–658 36 2003 bzw. 2012 625, 630–632, 640, 657 verkauft 2001 nach Belgrad; 623, 633, 635, 636, 641, 643, 658 zur BLT (2001–2012), danach ebenfalls nach Belgrad
Bielefeld GT 6 1957–1963 221–259, später 801–810, 822–850 (1968) 39 1983 bzw. 1990 z. T. Umbau 1966 bzw. 1975 zu GT 8 (801–810 bzw. 811–815); Achtachser verkauft nach Innsbruck und Würzburg, Sechsachser nach Innsbruck und Lodz
BOGESTRA GT 6 1956 250–255 6 1982
GT 6 Z 1957/8 261–293 33 1988 z. T. verkauft nach Lille/Frankreich; 275 ab 1995 im BMB; 277 Umbau zu Schleifwagen 677; 279, 290, 292 verkauft 1995 nach Gotha (579, 590, 592), dort 2002 bis 2007 ausgemustert und verschrottet
GT 6 Z 1959 272"–274", 297, 298 5 1992 verkauft nach Lille/Frankreich
GT 6 Z 1961–1969 1–53 53 1996 z. T. verkauft nach Arad/Rumänien und Gent/Belgien; 2, 7 und 28 verkauft 1995 nach Gotha (502, 507, 528), 528 verkauft an IG Hirzbergbahn (2015 an Händler), Rest 2002 bis 2007 ausgemustert; 16 mit Simatic-Steuerung; 40 Museumswagen[2]; 42 verkauft nach Innsbruck; 48 Umbau 1988 zu Partywagen 88[3]
Bonn GT 6 1959 231–240 10 1994 verkauft nach Sofia/Bulgarien
GT 8 Z 1960/1, 1965, 1969 401–414 14 ? 406 ausgebrannt (1983), 414 als (künftiger) Museumswagen in Bonn, Rest nach Sofia
Bonn–Godesberg–Mehlem GT 8 Z 1965 301 1 ? verkauft 1983 nach Bonn (415, Ersatz für 406)
Braunschweig GT 6 1962 31–35, später 6263–6267 5 1996 35 museal in Betrieb; Rest verschrottet
Dessau GT 8 1964, 1966 001–014 14 2002/3 gekauft 1992 aus Duisburg; 4× verkauft 1997 nach Norrköping, Rest verschrottet
Dortmund GT8Z 1959–1974 1–15", 6–15, 16–81 91 1980–2001 41–60 gebaut bei Hansa; z. T. verkauft nach Karlsruhe, Hiroshima/Japan (76, 80), Reșița/Rumänien, Wuppertal; 13 verkauft an Privatmann, zeitweise als Café verwendet, heute Nahverkehrsmuseum Dortmund
Düsseldorf GT 6 1956–1961 2301–2309, 2311–2320, 2401–2440, 2501–2520, 2551, 2601–2615 95 2011 2551 Umbau 1969 zu GT 8; 2421–2430, 2434–2440 Umbau 1976/7 zu GT 8, 2601–2615 Umbau 1974 zu GT 8 2751–2765; 2304 an HSM (1995)
GT 8 1956–1961, 1968/9 2310, 2351–2358, 2451–2458, 2552–2559, 2497–2499, 2651–2673 52 2011 2497–2499 mit Speiseabteil; 2310 Umbau 1966 zu GT 6
GT 8 Z 1966 1265–1269, später 2265–2269 4 1993 1269 Museumswagen für „Linie D“
Duisburg GT 6 1957/8 233–242 10 1992 Umbau ab 1966 zu GT 8
GT 8 1960–1962 17–19 3 1992 17, 18 mit Speiseabteil für „Linie D“, 19 zeitweise mit Speiseabteil
GT 8 1963 20 1 1992 2,2 m breiter Probewagen für „Linie 9“
GT 6 1962–1967 56–76, 243–255 34 1993 Umbau zu GT 8, z. T. Einbau Chopper-Steuerung; z. .T. verkauft nach Dessau
Essen GT 6 1958–1960 601–660, später 1601–1660 (1960) 60 bis 2000 1651–1660 Umbau 1977 zu GT 8 1821–1830, Umbau 1990/1 mit Türen auf linker Seite 1851–1860; z. T. verkauft nach Arad/Rumänien; 1619, 1620 an DWM Berlin
GT 8 1960 1801–1806 6 1992 Mittelteile z. T. nach Mülheim an der Ruhr
GT 6 Z 1962/3 1721–1730 10 bis 2000 Umbau ab 1992 zu GT 8 Z 1751–1760; 1753 Museumswagen
GT 6 1963 1661–1663, später 1666–1668 (1970) 3 bis 2000 1666 Umbau 1980 zu GT 8 1826, Umbau 1991 mit Türen auf linker Seite 1856; 1667, 1668 ausgemustert (1991)
GT 6 1966 1671–1676 6 bis 2000 Umbau 1974 zu GT 8 1815–1820, Umbau 1992/3 mit Türen auf linker Seite 1853, 1858, 1861–1864; z. T. verkauft nach Arad/Rumänien
Frankfurt am Main GT 6 1959, 1960, 1963 M 601–645 45 1998 1968–1978 z. T. Stadtbahnbetrieb; 602 Museumswagen
GT 8 1963 N 801–830 30 2004 812 Museumswagen
GT 8 Z 1969 O 901–908 8 2005 902, 908 Museumswagen
Freiburg/Brsg. GT8 1972 201–204 4 2001 Geamatic-Steuerung; verkauft 2006 an Straßenbahn Łódź, verschrottet (2012)
GT8K 1981 205–214 10 2025 Einholmstromabnehmer; Breite 2,32 m; nach Wiederinbetriebnahme LED-Matrixanzeigen; 205 historischer Triebwagen, verschenkt an einen Hochseilgarten; 206 ausgeschlachtet und verschrottet (2018); 207 verschrottet (2007); 208, 209 verkauft 2008 nach Ulm, Umbau beider A-Teile und eines C-Teils in Zweirichtungswagen bzw. Schlepptriebwagen 17; 212, 214 kein Fahrgastbetrieb (2025), 212 für Sonderverkehre
GT8N 1990/1 221–231 11 in Betrieb Matrixanzeige, Scherenstromabnehmern
Gotha GT 6 1960, 1962/3, 1967 318, 320, 324, 395, 396, 401, 408, 412, 442, 443 10 aus Mannheim übernommen, ausgemustert und verschrottet (2005 bis 2017)
GT 6 Z 1957/8, 1961/2 502, 507, 528, 579, 590, 592 6 2002–2007 von BOGESTRA übernommen
GT 8 N 1962, 1964 505, 508, 516, 518, 521, 522 6 z. T. in Betrieb gekauft aus Mannheim; 505, 508, 521 in Betrieb; 516 Fahrschulwagen (abgestellt); 518 Ersatzteilspender, verschrottet (2019); 522 nach Unfall 2018 verschrottet
Hagen GT 6 Z 1959–1967 60–85 26 1976 verkauft 1975/6 nach Würzburg, Innsbruck/Österreich (Umbau zu GT 8 Z, in Betrieb), Belgrad/Serbien
Hannover GT 6 1961/2 501–522 22 1992–1998 2,35 m breit; 503, 507 an HSM (1997), 507 verschrottet; 522 Museumswagen
Heidelberg GT 6 1960 201–213 13 1968–1974 201–203 verkauft 1968 nach Mannheim (318″–320″); 204–213 verkauft 1971/4 nach Mainz (236–245)
GT 6 Z 1964–1973 214–244 31 1984–2011 214 Umbau zu Schleifwagen 200; 215, 217 verkauft nach Mannheim, Umbau zu Schleifwagen 1301, 1302; 216, 224, 242 nach Brand 1984 verschrottet; 218–220, 225–229, 232, 237–241 verkauft nach Schöneiche, 218 zurück zur RNV (2020); 221, 235 verkauft nach Jena (Umbau zu Partywagen 666 bzw. Ersatzteilspender); 222–223, 231, 233–234, 236, 244 verschrottet; 230, 243 verkauft 2018 an Trainingscenter Mosbach
GT 8 Z 1975 201–204 4 201, 203 verschrottet; 202 abgestellt; 204 historisches Fahrzeug
Kassel GT 6 1966/7 351–357 6 bis 2003 z. T. verkauft nach Gorzów (Polen); Rest verschrottet
Kiel GT 6 1959–1961 261–275 15 1985
Köln GT 6 1963, 1965 3601–3629, 3651–3678 57 ? 2,5 m breit; Umbau 1968/9 zu GT 8 (3701–3729, 3751–3778)
GT 8 1963–1966 3801–3832, 3851–3883 65 ? 2,5 m breit; anfänglich z. T. schmalere Tür im Mittelteil
GT 8 1968–1971 3001–3039, 3101–3139 78 bis 2006 2,5 m breit; Umbau ab 1983 zu Doppeltraktion: 31xx (SIMATIC), 30xx zu 32xx (KIMATIC); z. T. verkauft nach Konya/Türkei, verkauft 2015 nach Sarajewo/Bosnien
Kopenhagen GT 6 1960–1966 801–900 100 1972 Rollenstromabnehmer; 1× ausgebrannt; 815, 890 an Straßenbahnmuseum Skjoldenæsholm (2001); Rest verkauft 1972 nach Alexandria/Ägypten
Krefeld GT 6 1964 601–610 10 1989 609, 610 Umbau 1978 zu GT 8 809, 810; 2010 ausgemustert
GT 6 1972 611–617 7 2010 Umbau 1977/8 zu GT 8 811–817; 813 nach Brandschaden 1984 ausgemustert
GT 6 1974 618–624 7 2010 Umbau 1976/7 zu GT 8 818–824; 820 nach Unfall 1999 ausgemustert, B- und C-Teile an 827
GT 8 1976 825–830 6 2010
Ludwigshafen GT 6 1967 147–152 5 2004/5 149–151 Umbau 1970 zu GT 8; 148 Umbau 1980 zu GT 8; 147, 149 verkauft 2009 nach Lodz; 148, 151 verschrottet (2019); 150 verkauft 2004 nach Helsinki; 152 abgestellt
GT 8 1971 153–159 7 2002–2009 156 betriebsfähig; 157 im ehemaligen Betriebshof Luitpoldhafen; 158 verschrottet 2004; Rest verschrottet (2019)
Mainz GT 6 Z 1965 228–235, ex 128–135 8 1994
Mannheim GT 6 1958–1967 312–450 149 ? 322–324, 326, 328, 329, 334–338, 342–345, 349, 358, 360, 365, 368, 379–381, 386, 390, 391, 393, 398, 400, 403, 405–407, 409, 414, 418 abgegeben 1965 an Ludwigshafen 101–138; 417, 428–434 abgegeben 1965 an Ludwigshafen 139–146, 1977 zurück nach Mannheim (alte Nummern); 318″–320″ gekauft von Heidelberg 201–203; 23× Umbau 1991 zu GT 8 N (s. u.); 10× verkauft nach Gotha; 35× verkauft nach Zagreb; 5× verkauft nach Osijek; 2× verkauft nach Grudziądz; 2× verkauft nach Kaliningrad; 10× verkauft nach Arad
GT 8 N 1993 501–523 23 2011 Umbau aus GT 6 (s. o.); 501 abgestellt; 502 verschrottet (2006); 503, 507, 510, 517, 519, 523 verkauft nach Helsinki (Finnland); 504 verschrottet (2019); 505, 508, 521, 522 (2011) bzw. 516, 518 (2019) verkauft an Thüringerwaldbahn und nach Gotha, 516 zurück nach Mannheim (2022); 506, 509, 511, 513–515 verkauft nach Lodz (Polen); 512, 520 verschrottet (2013)
GT 6 1960, 1963 1011–1018 8 z. T. in Betrieb für Rhein-Haardtbahn, 1977 an Ludwigshafen; 1014 verkauft 1994 nach Arad/Rumänien; 1015, 1017, 1018 betriebsfähig; Rest verschrottet
GB 6 1960, 1963 1051–1058 8 für Rhein-Haardtbahn, 1977 an Ludwigshafen; 1054 verkauft 1994 nach Arad/Rumänien; 1055, 1057, 1058 betriebsfähig; Rest verschrottet
GT12 1967 1019–1022 4 2001–2009 für Rhein-Haardtbahn, 1977 an Ludwigshafen; 1020 abgestellt; 1019, 1021, 1022 verschrottet
GT 6 1964 1301, 1302 (ehemals HSB 215, 217) 2 in Betrieb Umbau 1997 zu Schleifwagen
Mülheim an der Ruhr GT 6 1958–1964 247–259 13 2001 253, 254 Umbau zu GT 8 263, 264; 259 Museumswagen
Mönchengladbach GT 6 Z 1958/9 31–39 9 1969 31–35 verkauft 1968/9 nach Aachen (1101–1105), 1974 nach Genf/Schweiz (795–799), 1987 nach Lille/Frankreich (301–303); 36–39 verkauft 1969 an Vestische (400–403), 1982 nach Lille (392–394)
Neuss GT 6 Z 1961 38–40 3 1971 verkauft 1971 an Rheinbahn (1281–1283), Umbau ab 1978 zu ER 2701–2703; 2703 nach Unfall 1986 ausgemustert, an Privat verkauft; 2701 Museumswagen bei „Linie D“; 2702 verkauft 1994 nach Stettin/Polen
GT 6 1964 41–43 3 1971 verkauft 1971 an Rheinbahn (2621–2623), Umbau 1974 zu GT 8 2766–2768, ab 1983 2966–2968
OEG GT 8 Z 1966 82–89 8 1× in Betrieb 82 Fahrschulwagen, selten Linie 5; Rest verschrottet
GT 8 Z 1969 90–97 8 2002–2010 verschrottet
GT 8 Z 1973/4 98–110 13 z. T. in Betrieb 98, 100, 110 in Betrieb; 102, 105 nach Unfällen verschrottet; 99, 101, 103, 104, 106–109 verschrottet
GT 8 Z 1988/9 111–116 6 z. T. in Betrieb klimatisiert; 112 nach Unfall verschrottet; Rest im Einsatz
Rhein-Haardtbahn GT 6 1958 1123, 1124 2 1988 1992/3 verschrottet
GB 6 1958 1217, 1218 2 1988 1992 verschrottet
Vestische Straßenbahnen GT 6 Z 1955–1958 369–391 23 1982/3 384 (1979), 388 (1980) nach Unfall verschrottet; Rest verkauft 1982 nach Lille/Frankreich
Würzburg GT 6 1968 231–240 10 z. T. in Betrieb spitze Front, Umbau 1981 zu GT 8; 236, 238 in Betrieb; 233–235 verkauft 2006 nach Salzgitter; 231, 232, 237, 240 verschrottet (2010); 239 abgestellt
GT 8 1975 241–248 8 z. T. in Betrieb spitze Front; 243–246 in Betrieb; 241, 242, 247 verschrottet (2010); 248 abgestellt
Wuppertal GT 8 1960 8017–8022 6 1987 verkauft nach Graz/Österreich

Legende:

  • T = Triebwagen
  • B = Beiwagen
  • GT = Gelenktriebwagen
  • Ziffer = Zahl der Achsen
  • Z (nach Ziffer) = Zweirichtungswagen
  • (ohne Z) = Einrichtungswagen

Liste der Lizenzbauten

Betrieb Hersteller Bauart Baujahre Bezeichnung Anzahl Ausmusterung Bemerkungen
Albtal-Verkehrs-Gesellschaft Waggonfabrik Rastatt GT 6 1959 8–15
1982: 108–115
8 teilweise nach Timișoara abgegeben 1961–1967 Umbau zu GT 8
Graz SGP / Lohner GT 6 1963–1965 261–283 23 2013 Drehgestelle mit Tatzlagermotoren
Innsbruck Lohner / ELIN GT 6 1966–1967 71–77 7 2009
Linz Lohner GT 6 1970–1971 61–67 7 2003 1973–1974 Umbau zu GT 8
Linz Lohner GT 8 1970–1972 81–88 8 2003
Linz Lohner GT 8 1977 68–79 12 2009 1979–1980 Umbau zu GT 10
Wien Lohner GT 6 1959–1966 4401–4459 59 2007 Typ E
Wien SGP GT 6 1961–1962 4601–4630 30 2002 Typ E
Wien Lohner GT 6 1967–1976 4461–4560 100 2021 Typ E1, stärker motorisiert für Beiwagenbetrieb
Wien SGP GT 6 1966–1976 4631–4868 237 2022 Typ E1, stärker motorisiert für Beiwagenbetrieb

Siehe auch

Literatur

  • K. Meschede, A. Reuther, J. Schöber. Der klassische DÜWAG-Gelenkwagen. Eine Straßenbahn-Erfolgsgeschichte aus der Düsseldorfer Waggonfabrik. EK-Verlag, Freiburg 2013, ISBN 978-3-88255-853-1.
  • Ernst Lassbacher, DÜWAG in Österreich. Eine importierte Erfolgsgeschichte. Phoibos Verlag, Wien 2023, ISBN 978-3-85161-290-5.
  • Lars Pohlmann: DÜWAG.de. Abgerufen am 22. Juni 2011.

Einzelnachweise

  1. Exportschlager Düwag in: Straßenbahn Magazin 9/2008, S. 36 ff.
  2. Triebwagen 40 auf vhag-bogestra.de, abgerufen am 26. Dezember 2024
  3. Triebwagen 88 auf vhag-bogestra.de, abgerufen am 28. August 2023