Drop – Tödliches Date

Film
Titel Drop – Tödliches Date
Originaltitel Drop
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2025
Länge 100 Minuten
Altersfreigabe
Produktions­unternehmen
Stab
Regie Christopher Landon
Drehbuch
  • Jillian Jacobs
  • Chris Roach
Produktion
Musik Bear McCreary
Kamera Marc Spicer
Schnitt Ben Baudhuin
Besetzung
Synchronisation

Drop – Tödliches Date (Originaltitel Drop) ist ein US-amerikanischer Spielfilm aus dem Jahr 2025 mit Meghann Fahy und Brandon Sklenar. Der Mystery-Thriller entstand unter der Regie von Christopher Landon nach einem Drehbuch von Jillian Jacobs und Chris Roach.[3]

Handlung

Die Therapeutin Violet Gates ist eine verwitwete Mutter, die nach dem Tod ihres gewalttätigen Ehemanns Blake wieder ein Date hat. Ihren Sohn Toby lässt sie bei ihrer jüngeren Schwester Jen zu Hause. Im Restaurant Palate in einem Wolkenkratzer in Chicago wartet sie auf ihre Verabredung, den Fotografen Henry Campbell. Während sie wartet, lernt sie die Barkeeperin Cara, den Gast Richard, der ein Blind Date mit Diane hat, den Pianisten Phil und Connor, einen weiteren Gast, kennen. Außerdem erhält sie eine digiDROP-Nachricht am Smartphone, mit dem Hinweis, dass dies die schlimmste Nacht ihres Leben werde.

Nach Henries Ankunft werden sie von Kellner Matt bedient. Am Tisch erhält Violet eine weitere bedrohliche digiDROP-Nachricht, Henry meint, dass es er solche auch immer wieder erhält, möglicherweise von Kindern, die sich einen dummen Streich erlauben. Nachdem digiDROP-Nachrichten aus dem unmittelbaren Umfeld im Umkreis von circa 50 Fuß versendet werden, versuchen Violet und Henry den Absender unter den Restaurantgästen ausfindig zu machen. Schließlich erhält sie eine Nachricht, in der sie aufgefordert wird, die Überwachungskameras zu Hause zu überprüfen. Darauf sieht sie eine maskierte Person mit einer Waffe.

Falls sie die Polizei alarmieren oder das Restaurant verlassen sollte, würde Toby sterben. Außerdem darf sie den Tisch nicht wechseln, weil die Überwachungskamera im Restaurant auf ihren Tisch ausgerichtet ist. Als Nächstes wird sie aufgefordert, die SD-Karte aus Henries Kamera zu holen und auf der Toilette zu zerstören. Auf der Kamera entdeckt Violet, dass Henry, der für den Bürgermeister arbeitet, Beweisdokumente für die Veruntreuung von Geldern fotografiert hatte. Der Absender befiehlt Violet, ein Fläschchen Gift aus dem Papierhandtuchhalter zu holen und Henry damit zu töten.

Als Henry wegen Violets Verhalten das Restaurant verlassen möchte, küsst sie ihn, sodass er doch bleibt. Violet lässt dem Pianisten Phil auf einem Geldschein eine Nachricht über ihre Geiselnahme zukommen, der bald darauf vergiftet wird und tot zusammenbricht. Nachdem Violet zwei Tequilla-Shots bestellt, um in Henrys Getränk das Gift zu mischen, erzählt sie ihm von ihrer traumatischen Beziehung mit dem gewalttätigen Blake, der versuchte, ihren Sohn Toby zu erschießen. Im letzten Moment verhindert Violet, dass Henry den vergifteten Tequilla-Shot trinkt. Er verlässt den Tisch, um sich sauber zu machen. Währenddessen erwähnt Barkeeperin Clara gegenüber Violet, dass Richard ihren Tisch den ganzen Abend beobachtet hat.

Von Violet konfrontiert, verrät sich Richard als ihr Peiniger, weil er ihren Namen kennt, obwohl sie ihn ihm gegenüber nie erwähnt hatte. Richard steht auf der Gehaltsliste des Bürgermeisters. Er möchte den Tod von Henry, weil er gegen den Bürgermeister aussagen will. Den Mord will er Violet anhängen. Als Violet Richard eröffnet, dass sie seine Panna cotta mit seinem Gift vergiftet hat, realisiert er, dass er in Kürze sterben wird und versucht daraufhin, Violet zu erschießen. Henry wirft sich schützend vor Violet und wird an ihrer Stelle getroffen.

Richard befiehlt seinem Handlanger telefonisch, Toby und Jen zu töten. Nachdem ein Schuss von Richard das Fenster getroffen hat, zerbricht es bei einem weiteren Aufprall eines Gegenstandes und Richard stürzt in den Tod. Violet, die droht ebenfalls abzustürzen, wird von Henry gerettet. Mit Henrys Auto rast Violet nach Hause, wo Jen angeschossen wird, als sie versucht, Toby zu beschützen. Zuhause angekommen kämpft sie mit Richards Handlanger und erschießt ihn schließlich mit seiner eigenen Waffe. Einige Zeit später besucht Violet Henry und Jen im Krankenhaus. In den Fernsehnachrichten wird berichtet, dass der Bürgermeister verhaftet wurde. Jen schickt Violet eine digiDROP-Nachricht, um ihr einen Streich zu spielen, bevor Henry und Violet ein zweites Date planen.

Besetzung und Synchronisation

Die deutschsprachige Synchronisation übernahm die RC Production. Dialogregie führte Solveig Duda, die auch das Dialogbuch schrieb.[4]

Rolle Darsteller Synchronsprecher[4]
Violet Gates Meghann Fahy Kaya Marie Möller
Henry Campbell Brandon Sklenar Florian Hoffmann
Blake Michael Shea Jonas Lauenstein
Cara Gabrielle Ryan Maria Hönig
Connor Travis Nelson Dennis Herrmann
Hostess Sarah McCormack Nicole Hannak
Jen Gates Violett Beane Olivia Büschken
Matt Jeffery Self Jeremias Koschorz
Phil Ed Weeks Jaron Löwenberg
Richard Reed Diamond Johannes Berenz

Produktion

Der Film wurde von Blumhouse Productions und Platinum Dunes produziert, als Produzenten fungierten Michael Bay, Jason Blum, Brad Fuller und Cameron Fuller. Den Vertrieb übernahm Universal Pictures.[3][5]

Dreharbeiten fanden im April 2024 in Irland statt.[6] In den USA erhielt der Film ein PG-13-Rating.[5]

Die Kamera führte Marc Spicer, die Musik schrieb Bear McCreary, die Montage verantwortete Ben Baudhuin. Das Szenenbild gestaltete Susie Cullen und das Kostümbild Gwen Jeffares Hourie.[3]

Musik

Soundtrack von Bear McCreary:[7]

  1. Drop Main Title
  2. Palate
  3. Security Camera
  4. Initial Endeavor
  5. Out of Range
  6. Prelude to a Kiss
  7. A Tip for Hope
  8. Scars from the Past
  9. Domestic Violet
  10. Yahtzee
  11. Home Invasion

Veröffentlichung

Premiere war am 9. März 2025 am South by Southwest (SXSW) Film & TV-Festival in Austin im US-Bundesstaat Texas.[8]

In den USA kam der Film am 11. April 2025 in die Kinos.[5] Der deutsche Kinostart war am 17. April 2025.[9]

Auf Blu-ray erschien der Film am 10. Juli 2025.[10] Am 7. November 2025 wurde der Film auf Sky Cinema Premiere gezeigt.[11]

Rezeption

Quelle Bewertung
Rotten Tomatoes (Tomatometer) 83 %[12]
Metacritic (Metascore) 65/100[13]

Sidney Schering vergab auf filmstarts.de vier von fünf Sternen. Der Film sei ein tolles Lebenszeichen für eine oft und vorschnell totgesagte Filmgattung: Ein leinwandfüllender, flott erzählter, reißerisch zugespitzter Thriller mit modernen Ideen, zeitlos-stilvoller Umsetzung und einer sympathisch gespielten Hauptfigur.[14]

Oliver Armknecht bewertete die Produktion auf film-rezensionen.de mit sechs von zehn Punkten. Es sei zwar nicht sehr glaubwürdig, aber spannend, wenn aus der Romanze ein Paranoia-Kammerspielthriller werde. Zum Ende hin schieße der Film aber übers Ziel hinaus und werde unnötig albern.[15]

Ilija Glavas (fünf von zehn Punkte) krititisierte die Produktion auf kinomeister.de als handwerklich solide gemachten Tech-Thriller mit origineller Idee, aber durchwachsener Umsetzung. Spannende Momente, gutes visuelles Gespür und eine starke Hauptdarstellerin könnten nicht darüber hinwegtäuschen, dass Handlung und Dialoge zu oft auf der Stelle treten. Ein Film mit guten Ansätzen, aber deutlich unter seinem Potenzial.[16]

Filmkritikerin Antje Wessels lobte den Streifen als äußerst kurzweiliges Spannungskino in der Tradition von Nicht auflegen!. Neben einer starken Protagonistin und einem zuckersüßen Vielleicht-vielleicht-auch-nicht-Pärchen, gefalle vor allem die elegant gefilmte Kulisse eines Luxusrestaurants, in der sich nach und nach jeder Gast zum Verdächtigen macht.[17]

cineman.ch urteilte, dass der Film zwar nicht alle Erwartungen erfülle, aber trotzdem mit Tempo, Energie und solider Unterhaltung überzeuge. Manchmal sei dieser ein bisschen zu viel von allem: zu grell, zu dramatisch, zu vorhersehbar. Und trotzdem funktioniere es. Vielleicht gerade wegen dieser Überzeichnung entwickelt der Film einen ganz eigenen Charme. Die Inszenierung sei temporeich, die Kameraarbeit clever, der Soundtrack mitreissend.[18]

Einzelnachweise

  1. Freigabebescheinigung für Drop – Tödliches Date. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF; Prüf­nummer: 267645/V).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. Alterskennzeichnung für Drop – Tödliches Date. Jugendmedien­kommission.
  3. a b c Drop – Tödliches Date. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 5. März 2025.
  4. a b Drop - Tödliches Date (2025). In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 21. April 2025.
  5. a b c Drop. In: Rotten Tomatoes. Fandango, abgerufen am 5. März 2025 (englisch).
  6. Young Irish Tiktok star to make feature film debut. In: irishcentral.com. 19. April 2024, abgerufen am 5. März 2025 (englisch).
  7. Soundtrack: Alle Songs aus dem Thriller "Drop - Tödliches Date". In: songtexte.com. 14. Mai 2025, abgerufen am 16. Mai 2025.
  8. Drop. In: sxsw.com. Abgerufen am 9. März 2025 (englisch).
  9. Drop - Tödliches Date. In: filmstarts.de. Abgerufen am 5. März 2025.
  10. Drop – Tödliches Date: Blu-ray Review. In: blu-ray-rezensionen.net. Abgerufen am 5. Juli 2025.
  11. Drop – Tödliches Date. In: fernsehserien.de. Abgerufen am 3. November 2025.
  12. Drop – Tödliches Date. In: Rotten Tomatoes. Fandango, abgerufen am 12. August 2025 (englisch, aggregiert aus 232 Kritiken).
  13. Drop – Tödliches Date. In: Metacritic. Abgerufen am 12. August 2025 (englisch, aggregiert aus 37 Kritiken).
  14. Sidney Schering: Drop - Tödliches Date. In: filmstarts.de. Abgerufen am 7. April 2025.
  15. Oliver Armknecht: Drop – Tödliches Date. In: film-rezensionen.de. 11. April 2025, abgerufen am 11. April 2025.
  16. Ilija Glavas: „Drop – Tödliches Date“ ist ein solider Tech-Thriller mit guten Ansätzen, aber auch viel Luft nach oben. In: kinomeister.de. 14. April 2025, abgerufen am 14. April 2025.
  17. Antje Wessels: Drop – Tödliches Date. In: wessels-filmkritik.com. 14. April 2025, abgerufen am 15. April 2025.
  18. Filmkritik: «Drop» - Ein tödlicher Abend. In: cineman.ch. 16. April 2025, abgerufen am 16. April 2025.